27.02.2012, 13:00

Verena Ottmann

Kompaktkamera mit WLAN

Samsung WB150F im Vorab-Test

Samsung WB150F mit WLAN b/g/n ©Samsung

Andere Hersteller konzentrieren sich bei ihren neuen Kompaktkameramodellen auf eine höhere Auflösung, mehr Zoom oder besonders ausgefallene Funktion. Nicht Samsung: Der Hersteller stattet seine vier neuen Kameras mit WLAN aus – und definiert so die „Samsung Smart Camera“.
Digitalkameras mit WLAN gab es schon vor etwa sieben Jahren. Vorreiter waren die Kodak Easyshare One (Juni 2005) und die Canon Ixus Wireless (Januar 2006) – beide mit nur mäßigem Erfolg. Auch bei Samsung sind die WB850F, die WB150F, die ST200F und die DV300F nicht die ersten Kameramodelle, die Bilder kabellos versenden können.
Neu dagegen ist die vereinfachte Bedienoberfläche, mit deren Hilfe sich die Digitalkamera kinderleicht mit dem Router, dem Fernseher oder dem Smartphone vernetzen lässt. PC-WELT hatte die Gelegenheit, die WLAN-Funktionen bei der Samsung WB150F (UVP 229 Euro) auszuprobieren. Im Test klappten sie zwar alle gut. Allerdings könnte so mancher Anwender von der Vielzahl der Möglichkeiten überfordert sein.
Ein weiterer Kritikpunkt: Die Samsung WB150F besitzt kein Touchdisplay, so dass Sie alle Eingaben über das Vier-Wege-Steuerkreuz vornehmen müssen. Hier die verschiedenen Verbindungs-Optionen der Samsung WB150F im Einzelnen:

Kaufberatung Digitalkameras

Samsung WB150F: Die kabellosen Verbindungsmöglichkeiten

Um die Verbindung zu einem Router, Fernseher oder Smartphone herzustellen, müssen Sie die Samsung WB150F über das Moduswählrad in den „Wifi“-Modus versetzen. Es erscheint eine Übersicht, aus der Sie die gewünschte Verbindungsart auswählen können:
Social Sharing: Lädt die Bilder der Samsung WB150F auf Facebook, Picasa und Photobucket sowie Videos auf YouTube. Ein Zugang zu anderen Social-Media-Plattformen wie Twitter oder Google+ ist derzeit nicht möglich. Um den Upload zu starten, muss die Samsung WB150F mit einem Router verbunden sein. Dazu steht ein Log-in-Browser bereit, der die letzten zehn Einwahlen speichert. Über ihn können Sie auch freie WLANs etwa bei Starbucks oder McDonalds nutzen. Bilder werden für den Upload auf 2 Megapixel verkleinert, Videos auf 100 MB.
E-Mail: Bilder der Samsung WB150F lassen sich per Mail verschicken, wobei jedes Bild auf 2 MB heruntergerechnet wird. Die Mailadressen geben Sie über die Display-Tastatur und das 4-Wege-Steuerkreuz der Samsung WB150F ein. Ähnlich der Social-Media-Uploads speichert die Kamera die letzten zehn Adressaten.
Cloud: Hier haben Sie die Möglichkeit, Ihre Fotos und Videos kostenlos im Internet abzulegen – wahlweise im Microsoft SkyDrive, wo Ihnen 25 GB zur Verfügung stehen, oder ab April in der Samsung Cloud, die 5 GB groß ist. Möchten Sie das SkyDrive verwenden, wird jede Datei, die Sie von der Samsung WB150F hochladen, auf 2 MB heruntergerechnet. Ob auch Samsung eine Datenkomprimierung durchführt, konnte der Hersteller noch nicht sagen. Bekannt ist jedoch, dass sich der doch recht knapp bemessene Cloud-Speicher gegen Gebühr erweitern lässt.
Mobile Link: Über diese Funktion können Sie die Samsung WB150F mit Ihrem Samsung-Smartphone (Android), iPhone oder Tablet/iPad verbinden, um darauf Ihr Fotos anzusehen und abzuspeichern. Sie müssen dazu lediglich die kostenlosen App Mobile Link (Hersteller: Samsung Electronics Digital Imaging) auf Ihrem Smartphone installieren und die Funktion auf beiden Geräten starten.
TV-Link: Die Verbindung zwischen der Samsung WB150F und einem Fernseher lässt sich auf zwei Arten herstellen – per DLNA oder per WLAN über den Router. Ist Ihr Fernseher DLNA-zertifiziert, geben Sie entweder den entsprechenden Ordner auf der Samsung WB150F frei und greifen mit der TV-Fernbedienung darauf zu. Alternativ verbinden Sie die Samsung WB150F per DLAN mit dem Fernseher und steuern diesen über die Kamera.
Ähnlich funktioniert die Verbindung beider Geräte via WLAN, falls Ihr TV nicht DLNA-zertifiziert ist.
Remote Viewfinder: Machen Sie Ihr Samsung-Smartphone zum Kamerasucher und Auslöser. Wie bereits Mobile Link, erfordert auch die Funktion Remote Viewfinder eine kostenlose Android-App. Wird sie ausgeführt, sehen Sie das Sucherbild der Samsung WB150F auf dem Smartphone-Bildschirm, und Sie können darüber zoomen sowie auslösen. Außerdem ist es möglich, die Aufnahme der Samsung WB150F mit Geo-Daten auf dem Smartphone zu speichern.
Auto-Backup: Sichert den Kameraspeicher der Samsung WB150F automatisch auf dem PC. Voraussetzung dafür ist, dass der PC im WLAN hängt und die Auto-Backup-Software installiert hat. Bei jedem Backup gleicht die Software den Kameraspeicher der Samsung WB150F mit dem Backup-Ordner auf dem PC ab und fügt die neuen Bilder hinzu. Die Funktion beherrscht auch Wake-On-LAN: Sie fährt den ausgeschalteten PC selbständig hoch, führt das Backup durch und fährt den Rechner anschließend wieder herunter.
Wifi Direct: Diese Verbindungs-Option ist nicht auf dem Moduswählrad, sondern im Wiedergabemodus der Samsung WB150F zu finden. Sie vernetzt zwei Geräte per WLAN miteinander, jedoch nur, wenn beide Wifi Direct beherrschen.
Samsung WB150F: Einschätzung der Kamera
Zwar lag das Hauptaugenmerk unseres Vorab-Tests auf den WLAN-Fähigkeiten der Samsung WB150F. Dennoch möchten wir Ihnen eine kurze Einschätzung der Bildqualität und Ausstattung geben. Die Samsung WB150F richtet sich ganz klar an eine junge Zielgruppe, die aktiv auf Facebook und YouTube unterwegs ist. Um die Bilder und Videos ohne großen Umweg über den PC zu verschönern und aufzupeppen, bietet die Samsung WB150F viele Bearbeitungsoptionen wie Filter, Rahmen und Effekte.
Beispielsweise können Sie mit der Funktion „Bild-in-Bild“ zwei Bilder ineinander montieren, wobei sich kleine Bild in Größe und Position frei gestalten lässt. Die „Split-Aufnahme“ der Samsung WB150F verarbeitet bis zu drei Fotos – etwa eine Totale und eine Detailaufnahme oder drei komplett unterschiedliche Motive - zu einem Bild.

Vergleichstest: Die beste Digitalkamera
Eine technische Besonderheit der Samsung WB150F ist das verbaute Schneider-Kreuznach-Objektiv mit 18fach-Zoom und 24 bis 432 Millimetern Brennweite. Neben diversen Automatik-Modi bietet die Kompaktkamera Blenden- und Zeitvorwahl sowie einen Videomodus mit 720p und 30 Bilder pro Sekunde.
Für die Einschätzung der Bildqualität, besonders des Bildrauschens, haben wir mit der Samsung WB150F eine kleine Belichtungsreihe bei ISO 80, ISO 800, ISO 1600 und ISO 3200 angefertigt. Das Ergebnis: Bei hoher Lichtempfindlichkeit setzt die Samsung WB150F einen deutlichen Weichzeichner ein, der zwar das Bildrauschen reduziert, das Bild aber insgesamt matschig aussehen lässt. Mehr zur Bildqualität der Samsung WB150F erfahren Sie in unserem ausführlichen Test, den wir veröffentlichen, sobald uns der Hersteller ein Testgerät der Samsung WB150F zur Verfügung stellt.

Technik erklärt: Bildrauschen
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