Kompaktkamera mit CMOS-Sensor
Ricoh CX1
Bildqualität: Mit diesem Problem hat auch Ricohs CX1 zu kämpfen, die bei niedrigen ISO-Werten befriedigende, bei ISO 800 und 1600 ausreichende Messergebnisse zustande brachte. Ähnliches ermittelten wir hinsichtlich der Auflösung, die zwar in allen drei Messbereichen relativ gleichmäßig verlief und zum Bildrand hin nur wenig abfiel. Da die Werte aber insgesamt gesehen etwas zu niedrig waren, ergab das einen nur befriedigenden Wirkungsgrad. Und auch der Dynamikumfang des Ricoh-Modells lag nur im Mittelfeld: Die Eingangsdynamik war noch gut, die Ausgangsdynamik sogar nur ausreichend. Das bedeutet, die Kamera kann Probleme mit besonders kontrastreichen Motiven haben, weil sie in den sehr hellen und sehr dunklen Bildbereichen keinen Strukturen mehr unterscheidet.
Ausstattung: Die CX1 bietet die Möglichkeit, Aufnahmen hinsichtlich der Helligkeit beziehungsweise des Kontrasts, des Weißabgleichs und der stürzenden Linien zu korrigieren. Über das Moduswählrad können Sie ferner den Dynamikbereich der Kamera um vier Stufen erweitern. Sie optimiert die Bilder dann bei der Aufnahme automatisch, indem sie kurz hintereinander zwei unterschiedlich belichtete Bilder macht und die korrekt belichteten Bereiche - ähnlich einer HDR-Aufnahme - zusammenmontiert. Messwerte konnten wir für diese Optimierung nicht erheben. Rein subjektiv waren die Unterschiede jedoch durchaus sichtbar.
Der Brennweitenbereich des 7,1fach-Zoomobjektivs beginnt bei 28 Millimetern. Besonders nützlich fanden wir auch die elektronische Wasserwaage, die im Display angezeigt wird und das Ausrichten des Motivs erleichtert. Die CX1 setzt einen mechanischen Bildstabilisator ein, der über einen beweglichen Bildsensor arbeitet. Außerdem bietet sie einen Serienbildfunktion mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde.
Handhabung: Die Zielfelder für den Autofokus und die Belichtungsmessung lassen sich bei Bedarf verschieben, so dass Sie selbst bei Stativaufnahmen - und damit einer meist festgelegten Kameraposition - flexibel sind. Hinsichtlich Auslöseverzögerung und Bereitschaft zwischen den Aufnahmen können wir der 8,9-Megapixel-Kamera Bestnoten geben. Auch die Menüstruktur gefiel uns gut. Das besonders hochauflösende 3-Zoll-Display arbeitet mit 920.000 Pixeln konnte uns ebenfalls überzeugen.
Die 8,9-Megapixel-Kamera ist mit einem 7,1fach-Zoomobjektiv ausgestattet, dessen Brennweitenbereich bei 28 Millimetern beginnt.
Die klassisch-schwarze Gehäusevariante und das eckige Design spricht vor allem Puristen an.
Die Fn-Taste lässt sich frei belegen.
Das 3-Zoll-Display war dank seiner sehr hohen Auflösung von außergewöhnlich guter Qualität.
Die rosa Farbvariante ist gewöhnungsbedürftig.
Die Rückseite ist aufgeräumt und überfordert selbst Kameraeinsteiger nicht.
Unser Kunstlichttestbild, das die Kamera im Automatikmodus mit automatischem Weißabgleich aufnehmen muss, wies einen leichten Blaustich auf.


