Ricoh CX1

Ricoh Ricoh CX1
Hersteller: Ricoh
Kategorie: Digitalkameras
Preise: -
Testnote: -
Leserwertung:

2 1

14.04.2009, 12:33

Verena Ottmann

Kompaktkamera mit CMOS-Sensor

Ricoh CX1

Ricoh versucht mit der CX1 etwas, das bei zahlreichen anderen Hersteller in die Hose ging - einen hochwertigen CMOS-Sensor in eine Kompaktkamera einzubauen. Und unser Test zeigt, dass der Hersteller damit etwas mehr Glück als die meisten seiner Vorgänger hatte.
In der Ricoh CX1 kommt ein CMOS-Sensor zum Einsatz, der eine Auflösung von 8,9 Megapixeln liefert. Grundsätzlich haben CMOS-Chips den Vorteil, im Vergleich zu den bei Kompaktkameras üblichen CCD-Sensoren flexibler beim Auslesen zu sein und weniger Strom zu verbrauchen. Zudem sind sie günstiger in der Herstellung. Das große Problem der CMOS-Sensoren ist jedoch, dass sie häufig zu Bildrauschen neigen.

Bildqualität: Mit diesem Problem hat auch Ricohs CX1 zu kämpfen, die bei niedrigen ISO-Werten befriedigende, bei ISO 800 und 1600 ausreichende Messergebnisse zustande brachte. Ähnliches ermittelten wir hinsichtlich der Auflösung, die zwar in allen drei Messbereichen relativ gleichmäßig verlief und zum Bildrand hin nur wenig abfiel. Da die Werte aber insgesamt gesehen etwas zu niedrig waren, ergab das einen nur befriedigenden Wirkungsgrad. Und auch der Dynamikumfang des Ricoh-Modells lag nur im Mittelfeld: Die Eingangsdynamik war noch gut, die Ausgangsdynamik sogar nur ausreichend. Das bedeutet, die Kamera kann Probleme mit besonders kontrastreichen Motiven haben, weil sie in den sehr hellen und sehr dunklen Bildbereichen keinen Strukturen mehr unterscheidet.

Ausstattung: Die CX1 bietet die Möglichkeit, Aufnahmen hinsichtlich der Helligkeit beziehungsweise des Kontrasts, des Weißabgleichs und der stürzenden Linien zu korrigieren. Über das Moduswählrad können Sie ferner den Dynamikbereich der Kamera um vier Stufen erweitern. Sie optimiert die Bilder dann bei der Aufnahme automatisch, indem sie kurz hintereinander zwei unterschiedlich belichtete Bilder macht und die korrekt belichteten Bereiche - ähnlich einer HDR-Aufnahme - zusammenmontiert. Messwerte konnten wir für diese Optimierung nicht erheben. Rein subjektiv waren die Unterschiede jedoch durchaus sichtbar.

Der Brennweitenbereich des 7,1fach-Zoomobjektivs beginnt bei 28 Millimetern. Besonders nützlich fanden wir auch die elektronische Wasserwaage, die im Display angezeigt wird und das Ausrichten des Motivs erleichtert. Die CX1 setzt einen mechanischen Bildstabilisator ein, der über einen beweglichen Bildsensor arbeitet. Außerdem bietet sie einen Serienbildfunktion mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde.

Handhabung: Die Zielfelder für den Autofokus und die Belichtungsmessung lassen sich bei Bedarf verschieben, so dass Sie selbst bei Stativaufnahmen - und damit einer meist festgelegten Kameraposition - flexibel sind. Hinsichtlich Auslöseverzögerung und Bereitschaft zwischen den Aufnahmen können wir der 8,9-Megapixel-Kamera Bestnoten geben. Auch die Menüstruktur gefiel uns gut. Das besonders hochauflösende 3-Zoll-Display arbeitet mit 920.000 Pixeln konnte uns ebenfalls überzeugen.
Fazit: Ricoh meisterte das Vorhaben, einen CMOS-Sensor in eine Kompaktkamera einzubauen, recht ordentlich. Die Bildqualität der CX1 war zwar nicht überragend, richtige Aussetzer fanden wir aber auch nicht, wie dies bei CMOS-Kameras außerdem der DSLR-Klasse meist der Fall ist. Und mit ihrem super Display, den vielen Einstellmöglichkeiten und der Arbeitsgeschwindigkeit ist die Kamera auf jeden Fall erwähnenswert.
Alternative: Die Casio Exilim EX-FC100 arbeitet ebenfalls mit einem CMOS-Sensor und eignet sich für Serienbilder. Zwar liegt die Geschwindigkeit des 9-Megapixel-Modells "nur" bei 30 Bildern pro Sekunde. Die schafft es jedoch bei voller Auflösung, während die Ricoh CX1 die 120 Bilder pro Sekunde nur mit 640 x 480 Pixeln aufnimmt. Insgesamt betrachtet schnitt die Casio-Kamera auch besser bei der Bildqualität ab und ist etwas günstiger. Dafür fehlen ihr die vielen Bildoptimierungsoptionen.
Lesen Sie auch bei unserem Partner stern.de: "Kompaktkameras bei Stiftung Warentest: Welche knipst am Besten?"
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