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Deviltech Devil 9000 DTX

23.10.2008 | 10:43 Uhr |

Die High-End-Grafikkarte Nvidia Geforce 9800M GTX packt Deviltech in ein kompaktes Gehäuse mit 15,4-Zoll-Display. Hohe Leistung ist damit garantiert – was das Spiele-Notebook sonst drauf hat, klärt unser Test.

Spitzenreiter: Das Deviltech Devil 9000 DTX bietet im Symsark 2007 Top-Tempo
Vergrößern Spitzenreiter: Das Deviltech Devil 9000 DTX bietet im Symsark 2007 Top-Tempo
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Hohe Leistung kostet Geld – viel Geld. Das ist auch beim Deviltech Devil 9000 DTX nicht anders: Knapp 2000 Euro kostet das Spiele-Notebook mit Nvidias Geforce 9800M GT und dem Intel Core 2 Duo P9500. Die Grafikkarte entspricht dem Geforce 8800M GTX, Nvidias bisherigem High-End-Modell: Er verfügt über 96 Shadereinheiten und 512 MB GDDR3-Speicher. Mit diesen technischen Daten sollte er schnell genug für aktuelle DirectX-10-Spiele sein.

Tempo: Mit 133 Punkten im Sysmark 2007 setzt sich das Deviltech an die Spitze unserer Tempo-Rangliste. In allen Anwendungen legt das Deviltech-Notebook dabei überdurchschnittliche Rechenleistung an den Tag – zum Beispiel bei der Videobearbeitung: Hier zeigt der schnelle DDR3-Speicher Wirkung. Nur bei Office-Anwendungen ist es nicht ganz so schnell, obwohl Deviltech eine schnell drehende Festplatte mit 7200 Umdrehungen einsetzt. Das Haupteinsatzgebiet für das Devil 9000 DTX sind ja sowieso Spiele – und da ist das Notebook richtig schnell. Bei F.E.A.R. schafft es beispielsweise in der maximalen Displayauflösung von 1680 x 1050 Bildpunkten 62 Bilder pro Sekunde – mit allen Effekten und aktivierter Kantenglättung. Bei World in Conflict erreicht es 56 Bilder pro Sekunde im DX9-Modus und maximaler Auflösung. In der hohen Detailstufe und DX10-Effekten bleiben noch knapp spielbare 29 Bilder pro Sekunde. Erst in der Stufe „Sehr hoch“ bricht das Devil 9000 DTX auf 20 Bilder pro Sekunde ein. Crysis lässt sich mit hoher Effektstufe bis zur Auflösung von 1280 x 800 Bildpunkten flüssig spielen. In der maximalen Auflösung reicht es nur für 21 Bilder pro Sekunde.

Ausstattung: Der hohe Preis des Devil 9000 DTX ist vor allem der High-End-Grafikkarte geschuldet. Denn die restliche Hardware-Ausstattung findet sich in ähnlicher Form auch in deutlich günstigeren Notebooks. Mit Schnittstellen ist das Deviltech-Notebook gut bestückt: Es besitzt beispielsweise drei USB-Ports sowie einen kombinierten USB-/e-SATA-Anschluss. Ein externer Monitor lässt sich per HDMI oder DVI-I anschließen: Auch einen analogen Monitor kann man sofort anstöpseln, denn der passende Adapter liegt im Karton.

Ergonomie: Das spiegelnde Display zeigt mit 1680 x 1050 Bildpunkten eine für 15,4-Zoll-Panels ungewöhnlich hohe Auflösung. Die Darstellung wirkt dadurch deutlich schärfer und knackiger als beispielsweise bei 1280 x 800 Pixel. Schriften und Icons sind deswegen aber recht klein. Bei der Bildqualität schneidet das Display gut ab: Der Kontrast liegt sehr hoch, die Farbwiedergabe ist ordentlich. Die maximale Helligkeit könnte allerdings höher sein – sie ist mit durchschnittlich 141 cd/m2 nur Mittelmaß. Wie bei vielen Spiele-Notebooks arbeiten auch beim Devil 9000 DTX die Lüfter deutlich hörbar – auch wenn das Notebook nicht unter voller Last steht. Maximal erreicht die Lautstärke 1,4 Sone.

Mobilität: Die leistungsfähigen Komponenten im Deviltech-Notebook fressen natürlich eifrig Strom – im Akkutest schaffte das Devil 9000 DTX selbst bei Standardanwendungen nicht einmal zwei Stunden. Zum Vergleich: Ein 15,4-Zoll-Notebook mit integrierter Grafik würde mit der gleichen Akkukapazität knapp 4,5 Stunden schaffen. Das Deviltech-Notebook wiegt 3,3 Kilogramm: Das ist schwer für ein 15,4-Zöller, doch die meisten Spiele-Notebooks mit 17-Zoll-Display wiegen deutlich mehr – für den Ausflug zur LAN-Party eignet sich also das Devil 9000 DTX besser.

Handhabung: Die Tastatur des Devil 9000 DTX ist stabil eingebaut. Sie gibt beim Tippen allerdings etwas nach. Druck-Feedback und Hub der Tasten sind noch ordentlich. Für längere Schreibarbeiten sollte man aber besser eine externe Tastatur anschließen.

Fazit: Das Deviltech Devil 9000 DTX ist für ernsthafte Spieler das derzeitige Optimum bei Mobilrechnern, wenn man ein kompaktes Notebook sucht. Auch andere Anwendungen profitierten von der hohen Rechenleistung. Für alles andere als Spielen ist es aber unverhältnismäßig teuer.

Alternative: Nicht ganz so schnell ist das Schenker MySNXMG7 - dafür besitzt es aber ein 17-Zoll-Display.

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