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Panasonic DMC-TZ6

28.04.2009 | 17:30 Uhr |

Panasonic hat es geschafft, ein 12fach-Zoomobjektiv mit 25mm-Brennweite und Bildstabilisator in eine Kompaktkamera zu packen. Mit der Bildqualität waren wir aber nicht ganz zufrieden.

Testbericht

"Protzen statt kleckern" - nach diesem Motto scheint Panasonic die technischen Details der DMC-TZ6 ausgewählt zu haben. Denn in der Kamera ist ein 12fach-Zoomobjektiv verbaut, dessen Brennweitenbereich bereits bei 25 Millimetern beginnt und das mit einem optischen Bildstabilisator versehen ist. Dabei bleibt die Kamera klein, kompakt und handlich.

Bildqualität: Die Auflösung verlief in allen drei Messbereichen konstant, ließ jedoch zum Bildrand hin nach. Darum konnten wir der 10-Megapixel-Kamera einen nur befriedigenden Wirkungsgrad bescheinigen. Die Eingangsdynamik war sehr hoch, die Ausgangsdynamik dagegen nur Durchschnitt. Das bedeutet, dass die TZ6 Motive mit hohem Kontrast abbilden kann, ohne dass Lichter und Schatten ausbrennen. Die Anzahl der Helligkeitsstufen zwischen den dunklen und den hellen Bildbereichen ist jedoch begrenzt. In Sachen Bildrauschen schnitt das Panasonic-Modell befriedigend bis ausreichend ab. Lediglich bei ISO 800 war das Testergebnis gut. Im Weitwinkel ließ die Helligkeit von der Bildmitte zum -rand um 0,9 Blenden nach, was noch okay ist. Bei mittlerer und langer Brennweite war nur wenig Randabfall festzustellen.

Ausstattung: Die TZ6 verfügt über das so genannte AF-Tracking. Ist ein Motiv anvisiert und bewegt sich, folgt der Autofokus automatisch. Der integrierte Belichtungsausgleich optimiert Aufnahmen mit starkem Kontrast, indem er Lichter und Schatten anpasst. Auch für das 2,7-Zoll-Display steht eine ähnliche Funktion zur Verfügung: So wählt die Kamera die Display-Helligkeit entsprechend zur Umgebung, indem sie bei viel Licht die Helligkeit um bis zu 40 Prozent anhebt. Bei schlechten Lichtverhältnissen sorgt sie durch Pixelbündelung für eine bessere Darstellung, da sie das dargestellte Bildrauschen verringert.

Handhabung: Über das Moduswählrad versetzen Sie die TZ6 in den intelligenten Automatikmodus ("iA"), der selbständig das geeignete Motivprogramm aus den fünf wichtigsten anwendet. Unter "SCN" sind alle zur Verfügung stehenden Motivprogramme aufgelistet, häufig verwendete finden Sie unter "Mein Szenemenü" ("MS").

Die Kamera arbeitete sehr schnell, was Auslöseverzögerung und Bereitschaft zwischen den Aufnahmen betrifft. Die wichtigsten Bildparameter können Sie über die Quick-Menü-Taste (Q.Menu) ändern, alle anderen über den Menu-Knopf. Um in den Play-Modus zu kommen, müssen Sie einen Schieberegler verwenden. Üblicherweise bieten Kameras einen Knopf, der diesen Zweck erfüllt - das hat den Vorteil, dass Sie durch kurzes Antippen des Auslösers wieder im Aufnahmemodus sind.

Fazit: Eine derart kompakte Superzoom-Kamera ist ein tolles Konzept. Allerdings haperte es bei der TZ6 an der Bildqualität, vor allem hinsichtlich Bildrauschens, Auflösung und Ausgangsdynamik.

Alternative: Die Canon Powershot SX200 IS ist ebenfalls eine Kompaktkamera mit 12fach-Zoomobjektiv. Sie arbeitet mit einem 12-Megapixel-Bildsensor und hatte eine ähnliche Bildqualität wie die Panasonic DMC-TZ6. Lediglich in punkto Dynamikumfang hatte das Canon-Modell etwas die Nase vorne - und das bei gleichen Preis.

Varianten:
Panasonic DMC-TZ6 silberfarben
Panasonic DMC-TZ6 schwarz

Detaillierte Testergebnisse und technische Daten finden Sie auf der nächsten Seite.

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