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Konica Minolta Magicolor 1650EN-D im Test

09.11.2009 | 16:45 Uhr |

Der Konica Minolta Magicolor 1650EN-D ist ein Farblaserdrucker, der trotz Duplex-Einheit kompakt gebaut ist. Im Test fielen allerdings seine hohen Folgekosten auf.

Besonderheit des Konica Minolta Magicolor 1650EN-D
Der Farblaser bringt eine Duplex-Einheit mit. Die muss der Anwender allerdings selbst an den Farblaser montieren. Sie besteht aus zwei Teilen: Auf das eine Bauteil wird der Drucker gesetzt, das andere wird an der Geräterückseite mit dem Drucker verschraubt. Die Montage funktionierte im Test problemlos. Damit wir die Duplex-Einheit des Konica Minolta Magicolor 1650EN-D in Betrieb nehmen konnten, mussten wir sie sowohl am Drucker über das Bedienfeld sowie Schrift-Display als auch im Treiber unter "Eigenschaften" und "Konfigurieren" aktivieren. Trotz der zusätzlichen Bauteile bleibt der Farblaserdrucker recht kompakt und lässt sich auf dem Schreibtisch unterbringen.

Ausstattung des Konica Minolta Magicolor 1650EN-D
Der Farblaserdrucker bietet neben einem USB-Anschluss eine Ethernet-Schnittstelle. Außerdem bringt er die Drucker-Emulationen PCL 6 und Postscript 3 mit. Beide Druckersprachen installierten sich im Test parallel auf dem Rechner. Das ist praktisch, denn so lassen sich die Emulationen bei Bedarf einfach wechseln. Manko: Folie lässt sich als Druckmedium im Treiber des Konica Minolta Magicolor 1650EN-D nicht einstellen. Trotzdem bedruckte er Folien, wie der Test zeigte - allerdings nur mit einem sehr starken Walzenabdruck. Deshalb raten wir vom Foliendruck mit dem Konica Minolta Magicolor 1650EN-D ab.

Tempo des Konica Minolta Magicolor 1650EN-D
Im Inneren des Farblaserdruckers sitzt ein Multi-Pass-Druckwerk, das die vier Druckfarben hintereinander abarbeitet. Dieses Verfahren geht zu Lasten der Geschwindigkeit. Gleichzeitig unterschieden sich die Zeiten je nach ausgewählter Druckersprache. Die besseren Werte erreichte der Farblaserdrucker unter PCL: Hier benötigte der Konica Minolta Magicolor 1650EN-D für das zwölfseitige PDF-Dokument mit 2:39 Minuten vergleichsweise lange. Doch auch 1:14 Minuten für 20 Seiten im Textmodus sind nicht besonders schnell. Im doppelseitigen Druck erhöhte sich der Wert sogar auf 2:44 Minuten.

Druckqualität des Konica Minolta Magicolor 1650EN-D
Grundsätzlich fiel die Schwarzdeckung des Farblaserdruckers stark aus. Trotzdem blieben Buchstaben gut lesbar. Daran änderten auch die leichten Tonerspritzer im PCL-Modus nichts. Die hohe Deckkraft ging gleichzeitig zu Lasten von Details - was besonders bei feinen Linien auffiel. Die Farbgebung des Konica Minolta Magicolor 1650EN-D war in sich stimmig. Sogar schwierige Bereiche wie Silbertöne gab er realistisch wieder. Allerdings hatte der Drucker mit Farbflächen Schwierigkeiten. Hier stellten wir teilweise leichte Streifen fest.

Verbrauch des Konica Minolta Magicolor 1650EN-D
Ab Werk liefert Konica Minolta den Magicolor 1650EN-D mit geringer befüllten Tonerkartuschen aus. Hierfür gab es Punktabzug. Doch auch auf Grundlage von Kartuschen mit hoher Reichweite sind die Seitenpreise des Farblaserdruckers gesalzen: Wir errechneten für das schwarzweiße Blatt 3,9 Cent, für die Farbseite kamen wir sogar auf 14,1 Cent. Auch bei der Leistungsaufnahme war der Konica Minolta Magicolor 1650EN-D nicht sparsam: Selbst im Ruhemodus zog er noch 11,2 Watt - nicht gerade wenig. Dafür trennte sich der Farblaserdrucker komplett vom Netz, wenn wir den Ausschalter betätigten.

Fazit zum Konica Minolta Magicolor 1650EN-D
Die Ausstattung mit mehreren Druckersprachen sowie Duplex-Einheit und Ethernet-Anschluss spricht beim Konica Minolta Magicolor 1650EN-D eigentlich für den Einsatz im Büroumfeld. Allerdings sind genau dafür die Seitenpreise des Farblaserdruckers eindeutig zu hoch.

Alternativen: Im vergleichbaren Preisbereich, allerdings ohne Duplex-Einheit bewegt sich der Dell 3110cn . Immerhin kommt dieser Farblaserdrucker auf sehr niedrige Seitenpreise.

Varianten: Konica Minolta Magicolor 1650EN - Farblaserdrucker ohne Duplex-Einheit.
Konica Minolta Magicolor 1650EN-DT - Farblaserdrucker mit Duplex-Einheit und zusätzlicher Papierkassette für 500 Blatt.

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