Ratgeber

Business-Notebook: Netzwerk, Bildschirm und Anschlüsse

Freitag den 28.10.2011 um 12:05 Uhr

von Thomas Rau

Eine umfassende Netzwerk-Ausstattung ist wichtig für ein Business-Notebook. Allerdings bieten auch aktuelle Consumer-Notebooks häufig Gigabit-LAN, Bluetooth und WLAN nach dem Standard 802.11n. Bei Business-Notebooks sind aber häufig die Antennen besser verbaut, um eine schnellere und stabilere WLAN-Verbindung zu erreichen. Außerdem bieten meist nur Unternehmens-Notebooks WLAN-Module, die sich sowohl über 2,4 oder 5 GHz mit einem Router verbinden können. Nicht zuletzt sind die schnellsten WLAN-Module mit 450 MBit/s Datenrate häufig den Business-Notebooks vorbehalten.

SIM-Karte im Notebook: Einige Business-Laptops haben ein
3G-Modem eingebaut, mit dem das Gerät überall online gehen
kann
Vergrößern SIM-Karte im Notebook: Einige Business-Laptops haben ein 3G-Modem eingebaut, mit dem das Gerät überall online gehen kann

Fast ausschließlich im Business-Segment finden sich Notebooks mit integriertem Mobilfunk-Modem : Per UMTS/HSPA können Sie damit überall mit hoher Bandbreite online gehen, wo das Mobilfunknetz entsprechend ausgebaut ist. Zwar lässt sich jedes Notebook mit einem UMTS-Stick per USB nachrüsten: Doch dabei besteht immer die Gefahr, dass der Stick verloren oder kaputt geht.

Unternehmen setzen gerne 3G-Modems in Form einer Expresscard ein: Die lässt sich einfacher zwischen den Mitarbeitern tauschen. Aber auch dafür kommt meist nur ein Business-Notebook in Frage, denn in Consumer-Notebooks ist der passende Einschubschacht kaum noch vorhanden.


Bildschirm eines Business-Notebooks

Am Einsatz spiegelnder Glare-Displays in Business-Notebooks scheiden sich die Geister: vor allem in Notebooks, die für große Unternehmen gedacht sind, sitzen meist entspiegelte Bildschirme. Sie erfüllen damit die ergonomischen Anforderungen für Bürotätigkeiten am Bildschirm wie sie in der ISO-Norm 9241-7 aufgestellt sind.

Auch wenn Sie mit dem Notebook häufig unter freiem Himmel oder wechselnden Lichtverhältnissen arbeiten müssen, empfiehlt sich ein Mobilrechner mit mattem Display.

Aber für Mitarbeiter, die ihr Notebook zu Kunden mitnehmen um darauf zu präsentieren, muss ein Glare-Display kein Nachteil sein: Denn diese Bildschirme wirken meist heller und farbintensiver als entspiegelte.
 

Notebooks aus der SB-Serie von Sony lassen sich samt
untergeschnalltem Zusatzakku in eine Docking-Station
einsetzen
Vergrößern Notebooks aus der SB-Serie von Sony lassen sich samt untergeschnalltem Zusatzakku in eine Docking-Station einsetzen
© Sony

Anschlüsse eines Business-Notebooks

Ein wichtiges Merkmal von Business-Notebooks ist die Anschlussmöglichkeit für eine Dockingstation . Allerdings sind häufig nur Geräte aus den Serien für größere Unternehmen docking-fähig. In einer Docking-Station arbeitet das Notebook am Schreibtisch als PC-Ersatz, weil Sie an die Dockingstation einen großen Monitor, Maus und Tastatur sowie Peripheriegeräte wie einen Drucker anschließen können. Bei ultra-portablen Notebooks findet sich in der Dockingstation meist auch ein Schacht für ein optisches Laufwerk. Für den Einsatz unterwegs heben Sie das Notebook dann einfach aus der Docking-Lösung und verwandeln es in einen handlichen Mobilrechner. Die meisten Hersteller bieten modellübergreifende Docking-Lösungen an, Dockingstationen lassen dann für ältere und aktuelle Mobilrechner einsetzen.


Ähnlich flexibel können Sie viele Business-Notebooks mit unterschiedlichen Laufwerken bestücken: Sie bieten einen Wechselschacht , in dem sich wahlweise ein DVD-Brenner, ein Floppy-Laufwerk, eine weitere Festplatte oder ein zusätzlicher Akku einsetzen lassen. Will man Gewicht sparen, kann man das Laufwerk gegen ein Platzhaltermodul austauschen.


  Ersatzteile für ein Business-Notebook

In den Wechselschacht passt allerdings kein sehr großer Akku. Deshalb haben einige Business-Notebooks, zum Beispiel von HP oder Lenovo, einen speziellen Akku-Anschluss auf der Unterseite: Dort können Sie einen Akku anschließen, der die Bauhöhe des Notebook erhöht, sich aber zusammen mit dem eingebauten Akku nutzen lässt.


Im Gegensatz zu Consumer-Notebooks können Sie bei einem Business-Notebooks den eingebauten Akku durch einen mit einer höheren Kapazität ersetzen. Für Privatanwender-Notebooks bieten die Hersteller solche Hochleistungsakkus, mit denen Sie die Laufzeit deutlich verlängern können, überhaupt nicht an.

Software bei einem Business-Notebook

Die Software-Ausstattung unterscheidet sich bei Business-Notebooks häufig nicht von der für Provatanwender-Laptops. Besonders bei Notebooks für KMUs finden Sie oft die gleichen, mehr oder weniger sinnvollen Programme und einen mit Verknüpfungen übersäten Bildschirm. Notebooks für große Unternehmen kommen dagegen häufig nur mit wenigen vor-installierten Tools: Dort spielt die IT-Abteilung ohnehin ein eigenes Image mit den notwendigen Programmen auf. Bestimmte Tools sollten Sie aber unbedingt auf Ihrem Business-Notebook haben: Dazu zählen Programme für das regelmäßige Sichern der Daten, zur Wiederherstellung des Betriebssystems, zum Speichern unterschiedlicher Netzwerkprofile sowie Tools, um das Notebook per Passwort oder Festplatten-Verschlüsselung gegen einen unerlaubten Zugriff zu schützen oder Festplatten vor dem Verkauf des Gerätes sicher zu löschen.

Freitag den 28.10.2011 um 12:05 Uhr

von Thomas Rau

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