Kombidrucker im Test

Test: Die besten Multifunktionsgeräte

Dienstag den 16.09.2014 um 14:00 Uhr

von Ines Walke-Chomjakov

Bildergalerie öffnen Die besten Multifunktionsgeräte mit Tintenstrahl-Technik im Vergleich
Aktuelle Kombigeräte können nicht nur drucken, scannen, kopieren und eventuell faxen. Gerade die besten Multifunktionsgeräte bieten clevere Zusatzfunktionen, wie der Test belegt.
Ein Tinten-Multifunktionsgerät für zu Hause oder den Heimarbeitsplatz muss flexibel sein. Der Kombidrucker soll den Ausdruck von Internetseiten genauso erledigen wie den Scan für die Hausaufgaben oder die Kopie für die Steuererklärung. Und alles natürlich in Farbe. Doch bei den Grundfunktionen des Druckens, Scannens und Kopierens unterscheiden sich die Modelle kaum mehr. Zunehmend konzentrieren sich die Hersteller von Multifunktionsgeräten auf zusätzliche Fähigkeiten. 
Aktueller Testsieger: Canon Maxify MB2350
Vergrößern Aktueller Testsieger: Canon Maxify MB2350
© Canon

Drucken vom Mobilgerät via Cloud

HP setzt aufs Drucken über die Cloud und stattet alle Kombidrucker ab rund 100 Euro mit "ePrint" aus. Mit dieser Funktion drucken die Multifunktioner ohne Treiber vom mobilen Gerät aus, etwa Smartphone, Netbook oder Tablet-PC. Damit das klappt, ist das Multifunktionsgerät per WLAN mit dem Internet verbunden und hat eine eigene E-Mail-Adresse, an die der Druckauftrag gesendet wird. Allerdings geht dieser nicht direkt dorthin, sondern in die Cloud. Dort wird er druckfähig umgewandelt. Im Test klappte das gut. Manche Modelle wie das HP Photosmart 7520 oder das Brother MFC-J870DW können noch mehr: So lässt es sich per Wifi Direct ohne Router mit dem Mobilgerät verbinden. Außerdem kann es Scans an E-Mail-Adressen senden - eine praktische Funktion, die im Test wiederum gut funktionierte.

Drucken vom Mobilgerät - so geht's

Voll im Trend: Was HP mit ePrint vormacht, bekommen Sie mittlerweile auch bei Multifunktionsgeräten von Epson. Dass das Drucken vom Mobilgerät auch im Büro Einzug hält, zeigen HP, Canon und auch Brother mit den Modellen Officejet Pro 276dw, Canon Pixma MX895, MX725, MX925 und Brother MFC-J4510DW sowie Brother MFC-J870DW. Ganz neu ist bei Canon die Maxify-Serie, die Tinte ins Büro bringt und gleichzeitig auf direkten Zugriff auf Clouddienste setzt. Im Test beim ersten Vertreter Maxify MB2350 klappt das sehr gut.

Die Platzierung in der Top 10 der Tinten-Multifunktionsgeräte verdanken die Multifunktionsgeräte neben einer runden Leistung im Drucken, Scannen und Kopieren auch Ausstattungsmerkmalen wie Duplex-Einheit, Fax-Funktion sowie im Falle von Canon dem Duplex-Scan bei den Modellen MX925 und MX725 sowie der Duplex-Kopie. Das Brother MFC-J4510DW kann sogar über den Einzelblatteinzug Blätter bis zum Format DIN A3 verarbeitetn - das ist ungewöhnlich. Das weitere Brother-Modell MFC-J870DW hat einen NFC-Chip integriert, über den sich Drucker und Mobilgerät besonders einfach koppeln sollen. Das klappt im Test nur bedingt. Die Technik ist noch verbesserungswürdig.

Aber auch Multifunktionsgeräte, die auf eine spezielle Aufgabe zugeschnitten sind, lassen sich vom Mobilgerät aus ansteuern. So etwa das Canon Pixma MG6350, das dank Sechsfarben-Technik besonders gute Leistungen im Fotodruck für sich verbuchen kann. Es erfüllt mit Apple Airprint, Google Cloudprint und herstellereigenen Apps die nötigen Voraussetzungen fürs Drucken vom Smartphone oder Tablet mit.

Aktueller Preis-Leistungssieger: Epson Workforce
WF-2540WF
Vergrößern Aktueller Preis-Leistungssieger: Epson Workforce WF-2540WF

Wichtig: Folgekosten für Tinte und Strom

Ein zentraler Punkt bei Multifunktionsgeräten sind die Seitenpreise. Gerade bei Geräten fürs Büro sind große Tintentanks und niedrige Seitenpreise Pflicht. Das erfüllt der HP Officejet 276dw. Hier errechnen wir zwischen 1,3 Cent für das schwarzweiße Blatt und 5,0 Cent für die Farbseite - das ist günstig und eine starke Konkurrenz zu Farblaser-Drucktechnik. Zugrunde liegen jeweils Kartuschen mit hoher Reichweite. Einen aktuellen Vorstoß in Sachen Seitenpreisen macht Canon mit den Modellen Pixma MX925 und MX725. In die Multifunktionsgeräte lässt sich eine XXL-Schwarzkartusche einsetzen, die den Preise für die Schwarzweißseite auf 2,5 Cent drückt. Das ist zwar etwas teurer als bei HP, trotzdem aber eine günstige Lösung. Und auch die Maxify-Modelle von Canon setzen auf günstige Folgekosten. So kommen wir beim MB2350 auf 2,0 Cent für das schwarzweiße und 4,9 Cent für das farbige Blatt. In beiden Fällen liegt das Kombi-Pack zugrunde, das XL-Tintenkartuschen enthält.


Im Stromverbrauch gehen die Verbrauchswerte bei Multifunktionsgeräten zurück. Das ist lobenswert. Einen Ausschalter, der das Multifunktionsgerät komplett vom Stromnetz trennt, haben aber immer noch nicht alle Geräte. Wiederum kann hier das Modell HP Officejet Pro 276dw als Beispiel dienen. Das Messgerät zeigt bei betätigtem Ausschalter im Test noch 0,3 Watt an - ein unnötiger Energieverbrauch. Hier punktet Canon mit den Modellen MX725 und MB2350 sowie Brother mit dem MFC-J870DW: Trotz Fax-Funktion gehen die Geräte ausgeschaltet tatsächlich auf 0 Watt. Leider gilt das nicht für das Canon Pixma MX925. Es verbraucht ausgeschaltet 0,1 Watt.

Fazit: Tintenkombis sind vielseitig und trotzdem bürotauglich

Wer heute ein Multifunktionsgerät sucht, das sowohl zu Hause als auch im kleinen Büro eine gute Figur macht, muss wenig Kompromisse machen. Es findet sich eine gute Auswahl an geeigneten Geräten, wie dieser Vergleichstest zeigt. Allerdings sind diese leistungsstarken Multifunktionsgeräte in der Anschaffung nicht ganz so günstig. In der Regel müssen Sie mit rund 200 Euro  (UVP) rechnen, um auch einen Alleskönner zu bekommen, der die alltägliche Belastung im Büro aushält. Mit der Zeit macht sich diese Investition jedoch dank vergleichsweise moderater Verbrauchskosten bezahlt.

Testsieger
Vergrößern Testsieger

Ganz aktuell getestet und auf Anhieb an die Spitze der Top 10 kommt der Canon Maxify MB2350 . Das Tinten-Multifunktionsgerät fürs Büro bringt mit Duplex-Einheit, zwei Papierkassetten, LAN, WLAN und guten Funktionen für den Druck vom Mobilgerät eine runde Ausstattung mit. Gleichzeitig überzeugen die Fähigkeiten im Drucken, Scannen und Kopieren, was Büroaufgaben angeht. Für den Fotodruck eignet es sich dagegen nicht unbedingt, denn den Randlosdruck beherrscht es nicht. Aber es kommt auf moderate Folgekosten für Tinte und Strom. Und das ist im Büro sicher wichtiger als das Drucken ohne Rand.

Preis-Leistungs-Sieger
Vergrößern Preis-Leistungs-Sieger

Den Preis-Leistungs-Sieg verbucht das Epson Workforce WF-2540WF für sich. Es liegt in Sachen Preis-Leistung aber nur eine Haaresbreite vor dem Canon Pixma MX725. Wiederum handel es sich um ein Gerät mit Fax-Funktion, das auch in Sachen Drucken vom Mobilgerät auf der Höhe der Zeit ist.

Dienstag den 16.09.2014 um 14:00 Uhr

von Ines Walke-Chomjakov

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (14)
  • ohmotzky 09:42 | 24.09.2014

    Im Prinzip ist die Tinte teurer als ein neuer Drucker von daher ist jeder Test mit Preis/Leistungsverhältnis Unfug.

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  • mike_kilo 20:20 | 23.09.2014

    das Drucken von Digitalkameras und Speicherkarten
    ist doch ein alter Hut, sollte hier aber nicht sinnverfremdend zum Spießrutenlauf herhalten.
    Scheint ein 3D-Drucker zu sein.
    Du hast das Sarkasmusschild vergessen. Keins mehr übrig? Ich leih' dir eines.
    Seit nicht so streng mit der kleinen PC-Welt.....
    Warum denn dann selbst bekritteln?

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  • Stephan2013 20:10 | 23.09.2014

    Schwere Sprache

    Seit nicht so streng mit der kleinen PC-Welt. Sie hat bereits mit der deutschen Sprache ihre Probleme.

    Zitat von oben: "Platz 3: Brother MFC-J870DW. Hier gelingt Brother ein gut ausgestattetes Multifunktionsgerät in einem kompakten Gehäuse. Es meistert auch Sonderaufgaben wie den CD-Druck oder das Drucken von Digitalkameras und Speicherkarten."

    Scheint ein 3D-Drucker zu sein.

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  • Feuerfux 21:18 | 24.06.2013

    Dass das Datum des ersten Posts in einem Kommentarthread nichts mit der Aktualität/dem Alter des Artikels zu tun haben muss, ist doch nichts Neues.

    @Topic: In vielen Fällen wäre es wohl ehrlicher statt von "Tests" von "ersten Eindrücken" zu sprechen.

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  • chipchap 21:09 | 24.06.2013

    Zitat: kalweit
    Das würde doch heißen, dass da wirklich Menschen etwas testen. Das geht mit der vorhandenen Personaldecke nicht mal theoretisch...
    Und aktuell ist das Thema so wie so: 13.09.2011.

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