Kombidrucker im Test

Test: Die besten Multifunktionsgeräte

Dienstag den 02.12.2014 um 12:30 Uhr

von Ines Walke-Chomjakov

Bildergalerie öffnen Die besten Multifunktionsgeräte mit Tintenstrahl-Technik im Vergleich
Aktuelle Kombigeräte können nicht nur drucken, scannen, kopieren und eventuell faxen. Gerade die besten Multifunktionsgeräte bieten clevere Zusatzfunktionen, wie der Test belegt.
Ein Tinten-Multifunktionsgerät für zu Hause oder den Heimarbeitsplatz muss flexibel sein. Der Kombidrucker soll den Ausdruck von Internetseiten genauso erledigen wie den Scan für die Hausaufgaben oder die Kopie für die Steuererklärung. Und alles natürlich in Farbe. Doch bei den Grundfunktionen des Druckens, Scannens und Kopierens unterscheiden sich die Modelle kaum mehr. Zunehmend konzentrieren sich die Hersteller von Multifunktionsgeräten auf zusätzliche Fähigkeiten. 
Aktueller PC-WELT-Testsieger: HP Officejet Pro
8620
Vergrößern Aktueller PC-WELT-Testsieger: HP Officejet Pro 8620
© HP

Drucken vom Mobilgerät via Cloud

HP setzt aufs Drucken über die Cloud und stattet alle Kombidrucker ab rund 100 Euro mit "ePrint" aus. Mit dieser Funktion drucken die Multifunktioner ohne Treiber vom mobilen Gerät aus, etwa Smartphone, Netbook oder Tablet-PC. Damit das klappt, ist das Multifunktionsgerät per WLAN mit dem Internet verbunden und hat eine eigene E-Mail-Adresse, an die der Druckauftrag gesendet wird. Allerdings geht dieser nicht direkt dorthin, sondern in die Cloud. Dort wird er druckfähig umgewandelt. Im Test klappte das gut. Manche Modelle wie das HP Officejet Pro 8620, HP Officejet Pro 6830, HP Photosmart 7520 oder das Brother MFC-J870DW können noch mehr: So lässt es sich per Wifi Direct ohne Router mit dem Mobilgerät verbinden. Außerdem können sie Scans an E-Mail-Adressen senden - eine praktische Funktion, die im Test wiederum gut funktionierte.

Drucken vom Mobilgerät - so geht's

Voll im Trend: Was HP mit ePrint vormacht, bekommen Sie mittlerweile auch bei Multifunktionsgeräten von Epson mit Connect. Dass das Drucken vom Mobilgerät auch im Büro Einzug hält, zeigen HP, Canon und auch Brother mit den Modellen Officejet Pro 276dw, Canon Pixma MX895, MX725, MX925 und Brother MFC-J4510DW sowie Brother MFC-J870DW. Ganz neu ist bei Canon die Maxify-Serie, die Tinte ins Büro bringt und gleichzeitig auf direkten Zugriff auf Clouddienste setzt. Im Test beim ersten Vertreter Maxify MB2350 klappt das sehr gut. Gleichzeitig setzen die Druckerhersteller vermehrt auf NFC (Near Field Communication). Hier halten sie das NFC-fähige Smartphone oder Tablet an den Tag und schon sollen sich die Geräte erkennen. Im Test funktioniert der Kommunikationsweg noch nicht reibungslos wie beim Brother MFC-J870DW oder dem HP Officejet Pro 8620. Der Weg über Wifi Direct ist hier wesentlich ausgereifter.

Die Platzierung in der Top 10 der Tinten-Multifunktionsgeräte verdanken die Multifunktionsgeräte neben einer runden Leistung im Drucken, Scannen und Kopieren auch Ausstattungsmerkmalen wie Duplex-Einheit, Fax-Funktion sowie im Falle von den Modellen HP Officejet Pro 8620, Canon MX925 und MX725 Duplex-Scan sowie der Duplex-Kopie. Das Brother MFC-J4510DW kann sogar über den Einzelblatteinzug Blätter bis zum Format DIN A3 verarbeitetn - das ist ungewöhnlich.

Aber auch Multifunktionsgeräte, die auf eine spezielle Aufgabe zugeschnitten sind, lassen sich vom Mobilgerät aus ansteuern. So etwa das Canon Pixma MG6350, das dank Sechsfarben-Technik besonders gute Leistungen im Fotodruck für sich verbuchen kann. Es erfüllt mit Apple Airprint, Google Cloudprint und herstellereigenen Apps die nötigen Voraussetzungen fürs Drucken vom Smartphone oder Tablet mit.

Aktueller Preis-Leistungs-Sieger: Canon Pixma
MX725
Vergrößern Aktueller Preis-Leistungs-Sieger: Canon Pixma MX725
© Canon

Wichtig: Folgekosten für Tinte und Strom

Ein zentraler Punkt bei Multifunktionsgeräten sind die Seitenpreise. Gerade bei Geräten fürs Büro sind große Tintentanks und niedrige Seitenpreise Pflicht. Das erfüllt der HP Officejet 276dw. Hier errechnen wir zwischen 1,3 Cent für das schwarzweiße Blatt und 5,0 Cent für die Farbseite - das ist günstig und eine starke Konkurrenz zu Farblaser-Drucktechnik. Der Hersteller unterbietet die Folgekosten beim Officejet Pro 8620 noch weiter: Hier errechnen wir 1,2 Cent für das schwarzweiße und 4,2 Cent für das farbige Blatt. Zugrunde liegen jeweils Kartuschen mit hoher Reichweite. Einen aktuellen Vorstoß in Sachen Seitenpreisen macht Canon mit den Modellen Pixma MX925 und MX725. In die Multifunktionsgeräte lässt sich eine XXL-Schwarzkartusche einsetzen, die den Preise für die Schwarzweißseite auf 2,5 Cent drückt. Das ist zwar etwas teurer als bei HP, trotzdem aber eine günstige Lösung. Und auch die Maxify-Modelle von Canon setzen auf günstige Folgekosten. So kommen wir beim MB2350 auf 2,0 Cent für das schwarzweiße und 4,9 Cent für das farbige Blatt. In beiden Fällen liegt das Kombi-Pack zugrunde, das XL-Tintenkartuschen enthält. Epson verabschiedet sich beim Ecotank L555 vollkommen von Kartuschen und ersetzt diese mit seitlich am Gehäuse platzierten Tanks, die per Fläschchen nachgefüllt werden. Die Seitenpreise sinken so auf unschlagbare 0,3 Cent für das schwarzweiße und 0,5 Cent für das farbige Blatt. Allerdings holt sich der Hersteller im Gerätepreis von 400 Euro vorher die Ersparnis schon vom Anwender ab.


Im Stromverbrauch gehen die Verbrauchswerte bei Multifunktionsgeräten zurück. Das ist lobenswert. Einen Ausschalter, der das Multifunktionsgerät komplett vom Stromnetz trennt, haben aber immer noch nicht alle Geräte. Wiederum können hier Modelle von HP als Beispiel dienen: Beim Officejet Pro 276dw, Officejet Pro 8620 und Officjet Pro 6830 zeigt das Messgerät bei betätigtem Ausschalter im Test noch 0,3 beziehungsweise 0,2 Watt an - ein unnötiger Energieverbrauch. Hier punktet Canon mit den Modellen MX725 und MB2350 sowie Brother mit dem MFC-J870DW: Trotz Fax-Funktion gehen die Geräte ausgeschaltet tatsächlich auf 0 Watt. Leider gilt das nicht für das Canon Pixma MX925. Es verbraucht ausgeschaltet 0,1 Watt.

Fazit: Tintenkombis sind vielseitig und trotzdem bürotauglich

Wer heute ein Multifunktionsgerät sucht, das sowohl zu Hause als auch im kleinen Büro eine gute Figur macht, muss wenig Kompromisse machen. Es findet sich eine gute Auswahl an geeigneten Geräten, wie dieser Vergleichstest zeigt. Allerdings sind diese leistungsstarken Multifunktionsgeräte in der Anschaffung nicht ganz so günstig. In der Regel müssen Sie mit rund 200 Euro  (UVP) rechnen, um auch einen Alleskönner zu bekommen, der die alltägliche Belastung im Büro aushält. Mit der Zeit macht sich diese Investition jedoch dank vergleichsweise moderater Verbrauchskosten bezahlt.

Testsieger
Vergrößern Testsieger

Aktueller Spitzenreiter ist der HP Officejet Pro 8620 : Damit ist dem Hersteller eine runde Lösung zum Drucken, Scannen, Kopieren und Faxen gelungen. Besonders die günstigen Seitenpreise werden für viele Anwender ein ausschlaggebendes Argument sein. Damit unterbietet das Tintenmodell viele vergleichbare Farblaser-Kombigeräte. Da es auch im Arbeitstempo überzeugt, empfiehlt es sich als Alternative zu Laser. Den Sinn von NFC im Druckbereich haben wir allerdings noch nicht so richtig verstanden. Wichtiger für Mobildrucker ist die WiFi-Direct-Funktion, die das HP-Modell mitbringt. Darüber klappt das Drucken vom Smartphone oder Tablet-PC ohne weiteres. Insgesamt eine ausgewogene Kombigeräte-Lösung, die ihren Preis wert ist. Wer das Gerät innerhalb von 60 Tagen auf hp.com/eur/officejet registriert, erweitert die mageren 12 Monate Garantie auf 3 Jahre.

Preis-Leistungs-Sieger
Vergrößern Preis-Leistungs-Sieger

Als sehr preiswert bei überzeugenden Leistungswerten und damit als Preis-Leistungssieger erweist sich das Canon Pixma MX725 . Das Kombimodell ist fürs Heimbüro gedacht, kann aber mehr als sonst in der Preisklasse üblich. Dazu zählt beispielsweise die Duplex-Scan-Funktion, die automatisch Vor- und Rückseite einer Vorlage einliest. Auch wird jeder, der viel druckt und kopiert, die XXL-Schwarzpatrone zu schätzen wissen. Sie hilft, die Druckkosten im Rahmen zu halten.

Dienstag den 02.12.2014 um 12:30 Uhr

von Ines Walke-Chomjakov

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (14)
  • ohmotzky 09:42 | 24.09.2014

    Im Prinzip ist die Tinte teurer als ein neuer Drucker von daher ist jeder Test mit Preis/Leistungsverhältnis Unfug.

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  • mike_kilo 20:20 | 23.09.2014

    das Drucken von Digitalkameras und Speicherkarten
    ist doch ein alter Hut, sollte hier aber nicht sinnverfremdend zum Spießrutenlauf herhalten.
    Scheint ein 3D-Drucker zu sein.
    Du hast das Sarkasmusschild vergessen. Keins mehr übrig? Ich leih' dir eines.
    Seit nicht so streng mit der kleinen PC-Welt.....
    Warum denn dann selbst bekritteln?

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  • Stephan2013 20:10 | 23.09.2014

    Schwere Sprache

    Seit nicht so streng mit der kleinen PC-Welt. Sie hat bereits mit der deutschen Sprache ihre Probleme.

    Zitat von oben: "Platz 3: Brother MFC-J870DW. Hier gelingt Brother ein gut ausgestattetes Multifunktionsgerät in einem kompakten Gehäuse. Es meistert auch Sonderaufgaben wie den CD-Druck oder das Drucken von Digitalkameras und Speicherkarten."

    Scheint ein 3D-Drucker zu sein.

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  • Feuerfux 21:18 | 24.06.2013

    Dass das Datum des ersten Posts in einem Kommentarthread nichts mit der Aktualität/dem Alter des Artikels zu tun haben muss, ist doch nichts Neues.

    @Topic: In vielen Fällen wäre es wohl ehrlicher statt von "Tests" von "ersten Eindrücken" zu sprechen.

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  • chipchap 21:09 | 24.06.2013

    Zitat: kalweit
    Das würde doch heißen, dass da wirklich Menschen etwas testen. Das geht mit der vorhandenen Personaldecke nicht mal theoretisch...
    Und aktuell ist das Thema so wie so: 13.09.2011.

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