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Im Test: Die besten Farblaser-Multifunktionsdrucker

02.05.2016 | 12:53 Uhr |

Ein Farblaser-Multifunktionsdrucker ist mehr als ein Drucker, denn er kann zusätzlich kopieren, scannen und faxen. Dem Test stellen sich Farblaser-Kombis der Einsteigerklasse ab 300 Euro.

Der Farblaserdrucker hat sich als Helfer am heimischen Arbeitsplatz etabliert. Reicht Ihnen das Drucken allein nicht aus, ist ein Farblaser-Multifunktionsdrucker die Alternative. Es kann auch scannen, kopieren und eventuell sogar faxen. Trotz der vielen Funktionen sind Farblaser-Multifunktionsgeräte inzwischen recht kompakt gebaut. Gerade die Modelle der Einstiegsklasse lassen sich auf dem Schreibtisch oder direkt daneben unterbringen.

Unter den Farblaser-Multifunktionsgeräten im Test nutzen die Modelle Brother DCP-9017CDW und Xerox Workcentre 6027V/NIl Leuchtdioden (LED) zum Belichten, die restlichen Geräte Laserstrahl. Die Mehrheit der Testkandidaten setzt auf Single-Pass-Druckwerke. Gleichzeitig finden sich im Einsteiger-Segment aber auch noch Multi-Pass-Druckwerke - im Testfeld etwa im Samsung Xpress C460W und Xpress C480FW. Sie büßen im Farbdruck an Geschwindigkeit ein, denn die Farben werden nacheinander und nicht gleichzeitig übertragen.

Wichtig: Folgekosten bei Farblaser-Multifunktionsdruckern

Haben Sie ein Farblaser-Multifunktionsgerät einmal angeschafft, wollen Sie es mehrere Jahre nutzen. Während dieser Zeit fallen neben dem Papier Zusatzkosten für Toner und Strom an. Gerade wer viel druckt und kopiert, sollte auf die Seitenpreise achten. Günstige Schwarzweiß-Seiten erzeugt insbesondere das Ricoh SP C250SF mit 2,0 Cent, wenn Sie die XL-Toner des nächst höheren Modells C252SF einsetzen, aber auch das HP Color Laserjet Pro MFP 477fdn mit 2,4 Cent. Gleichzeitig sind die Modelle HP Color Laserjet Pro MFP M277dw mit 3,3 Cent oder das Dell Color MFP H625cdw mit 2,6 Cent vertretbar in den Folgekosten. Unter den besten 10 Geräten fordert derzeit das Samsung Xpress C480FW mit 3,9 Cent den höchsten Unterhalt beim Schwarztoner.

Bei den Kosten für das Farbblatt ist momentan das genannte Ricoh-Modell mit 8,0 Cent am günstigsten. Mit 17,5 Cent liefert das Samsung Xpress C480FW die teuerste Farbseite. Alle Testkandidaten haben geringer befüllte Starter-Toner im Lieferumfang. Ausnahme: Dell Color MFP H625cdw. Hier entspricht die Erstbefüllung der Standardreichweite. Sind spezielle Startertoner an Bord, liegen die Reichweiten bei 500 Seiten pro Farbe bei den Modellen HP Color Laserjet Pro M177fw, Xerox Workcentre 6025V/BI und 6015VN/I - das sind geringe Füllmengen. Am großzügisten ist das HP Color Laserjet Pro MFP M477fdn ausgestattet: Hier reichen die Tonerkartuschen für 2300 schwarzweiße und 1200 farbige Seiten. Einen eigenen Weg beschreitet das HP Color Laserjet Pro MFP M277dw: Es hat nicht nur neue Kartuschen mit JetIntelligence, die dank niedrigeren Schmelzpunkten beim Toner zu einem moderaten Energiebedarf beitragen. Es bringt auch eine Standard-Schwarzkartusche mit, die für 1500 Seiten reichen soll und beschränkt sich nur bei den Farben auf echte Starter-Varianten mit jeweils 700 Seiten Reichweite.

Vergleichstest: Die besten Farblaserdrucker

Für einen geringen Stromverbrauch ist entscheidend, dass sich ein Gerät nach dem Betätigen des Ausschalters komplett vom Netz trennen lässt. Das ist bei der Mehrheit der Testkandidaten der Fall. Ausnahmen bilden das Samsung-Modell Xpress C480FW, das nicht unter 0,3 Watt geht, und das Dell Color MFP H625cdw, das ausgeschaltet noch 0,6 Watt zieht. Beim Stromverbrauch im Energiesparmodus setzt das HP Color Laserjet Pro MFP M477fdn derzeit mit 0,1 Watt den Bestwert. Richtige Energieverschwender in der Wartezeit zwischen den Druck-, Scan- und Kopierjobs sind inzwischen selten geworden. Im Schnitt liegt der Verbrauch zwischen 3 und 7 Watt. Da sticht das Xerox Workcentre 6505V/N mit 12 Watt schon richtig heraus.

Kaufberatung: Tinte oder Toner - den richtigen Drucker finden

Lärmentwicklung am Arbeitsplatz

Auch das Betriebsgeräusch ist ein wichtiges Auswahlkriterium bei Farblaser-Multifunktionsdruckern. Immerhin stehen die Gesellen dicht neben dem Schreibtisch oder sogar darauf. Unter den Testgeräten entpuppen sich HP-Geräte als wenig störend. Hier schalten die Lüfter sehr schnell ab, wenn der Druck- oder Kopiervorgang erledigt ist. Gut hörbar sind dagegen die Dell-Modelle Color MFP E525w sowie Color MFP H625cdw, das Samsung Xpress C1860FW und der Multifunktionsdrucker Brother DCP-9017CDW. Im Schnitt geht der Trend bei Farblaser-Multifunktionsgeräten zum schnellen Umschalten in den Energiesparmodus. Das mindert die Geräuschbelästigung und senkt gleichzeitig den Energiebedarf - zwei Fliegen mit einer Klappe.

Steht das Gerät eine Weile still, soll es wieder flott aufwachen, um die nächste Aufgabe zu erledigen. Wir testen das anhand einer Textseite aus dem Energiesparmodus. Mit 15 Sekunden erledigt das das Kombi HP Color Laserjet Pro MFP M277dw am schnellsten. Auch die Geräte HP Color Laserjet Pro MFP M477fdn, HP Color Laserjet Pro M177fw, Samsung Xpress C460W und Xpress C1860FW lassen sich mit 18 und 19 Sekunden nur ein wenig mehr Zeit. Am längsten benötigt das Ricoh SP C250SF mit 43 Sekunden.

Qualität im Drucken, Scannen und Kopieren

Neben den genannten Faktoren bleibt die Qualität der Drucke, Scans und Kopien ein zentrales Kaufkriterium. Hier ist Aufatmen angesagt, denn keiner der getesteten Farblaser-Multifunktionsdrucker liefert im Test wirklich schlechte Ergebnisse ab. Die Druck-Einheiten kommen oft aus dem Single-Function-Bereich und haben sich dort schon bewährt. Die Stärke der Kombidrucker liegt im Textdruck mit scharfen Buchstaben und guter Deckung. Bei Farbe liefern die Multifunktionsgeräte größere Qualitätsunterschiede. Das liegt nicht zuletzt an den eingesetzten Druckersprachen. PCL 6 ist hier die beliebteste Variante. Reine GDI-Drucker, die den Windows-Rechner zur Seitenaufbereitung nutzen, sind dagegen auf dem Rückzug. PS 3 (Postscript) wird in den meisten Fällen nur emuliert, wie etwa beim Brother DCP-9017CDW.

Auch im Scannen haben sich die Testteilnehmer verbessert. Für Büroaufgaben reicht ihre Qualität aus. Für Aufgaben, bei denen es auf Tiefenschärfe ankommt, eignen sich Farblaser-Multifunktionsgeräte weniger. Die Qualität der Scan-Einheit beeinflusst auch die Güte der Kopien. Wiederum gilt: Bei Routinejobs im Arbeitsalltag können Sie sich auf Ihr Kombigerät verlassen. Trotzdem gibt es Auffälligkeiten: So kann das Samsung Xpress C1860FW randlose Fotos nur mit Rand einscannen. Das heißt für Sie: Der Scan muss nach dem Digitalisieren weiter bearbeitet werden, um ihn tatsächlich randlos zu bekommen - das ist umständlich. Die Testergebnisse im Detail finden Sie im Testbericht zu jedem Farblaser-Multifunktionsgerät. Den Testsieger und Preis-Leistungs-Sieger stellen wir hier kurz vor. 

Aktueller Testsieger
Vergrößern Aktueller Testsieger

Testsieger: HP Color Laserjet Pro MFP M477fdn

HPs Drucktechnik JetIntelligence soll den Platzbedarf so niedrig wie möglich halten, den Energieverbrauch senken und mehr Seiten aus einer Tonerfüllung holen. Beim HP Color Laserjet Pro MFC M477fdn gelingt das, wie der Test zeigt. Das Farblaser-Multifunktionsgerät geht umsichtig mit Energie um und erreicht günstige Seitenpreise, ohne dabei allzu große Kompromisse bei Tempo und Qualität zuzulassen. Die neue Funktion der Jobspeicherung bringt Secure-Print-Funktionen ins kleinere Arbeitsumfeld. Dabei stimmt auch das Preis-Leistungs-Verhältnis. Unterm Strich setzt sich das HP-Modell dank ausgewogener Leistung zum fairen Preis an die Spitze der PC-WELT-Toptabelle der Farblaser-Multifunktionsgeräte.

Ausführlicher Testbericht: HP Color Laserjet Pro MFP M477fdn

HP Color Laserjet Pro MFP 477fdn im Preisvergleich

Aktueller Preis-Leistungs-Sieger
Vergrößern Aktueller Preis-Leistungs-Sieger

Preis-Leistungs-Sieger: Dell C2665dnf

Das Dell C2665dnf kann mehr als ein übliches Farblaser-Multifunktionsgerät. Es geht per Document Hub ins Internet und beherrscht NFC. Mit dem Document Hub erweitert Dell beim C2665dnf die Einsatzmöglichkeiten für ein Farblaser-Multifunktionsgerät. Das ist einerseits praktisch. Andererseits muss der Anwender dabei die Datensicherheit im Auge behalten. Immerhin lässt sich auf Cloud-Dienste zugreifen und Datenströme zum Drucker und wieder in die Cloud lenken. Kein geeigneter Weg für richtig sensible Daten. Aber abgesehen davon erweist sich das Dell C2665dnf als robuster Büroarbeiter, der eine überzeugende Qualität abliefert. Die Folgekosten gehen für Schwarzweiß-Dokumente in Ordnung, für Farbedrucke sind sie noch akzeptabel. Das Preis-Leistungsverhältnis fällt insgesamt sehr gut aus.

Ausführlicher Testbericht: Dell C2665dnf

Dell 2665dnf im Preisvergleich

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