Kombidrucker

Im Test: Die besten Farblaser-Multifunktionsgeräte

23.07.2015 | 14:15 Uhr | Ines Walke-Chomjakov

Ein Farblaser-Multifunktionsgerät ist mehr als ein Drucker, denn es kann zusätzlich kopieren, scannen und faxen. Dem Test stellen sich Farblaser-Kombis der Einsteigerklasse ab 300 Euro.

Der Farblaserdrucker hat sich als Helfer am heimischen Arbeitsplatz etabliert. Reicht Ihnen das Drucken allein nicht aus, ist ein Farblaser-Multifunktionsgerät die Alternative. Es kann auch scannen, kopieren und eventuell sogar faxen. Trotz der vielen Funktionen sind Farblaser-Multifunktionsgeräte inzwischen recht kompakt gebaut. Gerade die Modelle der Einstiegsklasse lassen sich auf dem Schreibtisch oder direkt daneben unterbringen.

Unter den Farblaser-Multifunktionsgeräten im Test nutzen die Modelle von Xerox und Dell Leuchtdioden (LED) zum Belichten, die restlichen Geräte Laserstrahl. Die Mehrheit der Testkandidaten setzt auf Single-Pass-Druckwerke. Gleichzeitig finden sich im Einsteiger-Segment aber auch noch Multi-Pass-Druckwerke - im Testfeld etwa im HP Color Laserjet Pro M177fw oder Samsung Xpress C460W. Sie büßen im Farbdruck an Geschwindigkeit ein, denn die Farben werden nacheinander und nicht gleichzeitig übertragen.

Wichtig: Folgekosten bei Farblaser-Multifunktionsgeräten

Wenn man ein Farblaser-Multifunktionsgerät einmal angeschafft hat, will man es mehrere Jahre nutzen. Während dieser Zeit fallen neben dem Papier Zusatzkosten für Toner und Strom an. Gerade wer viel druckt und kopiert, sollte auf die Seitenpreise achten. Günstige Schwarzweiß-Seiten erhalten Sie bei den Modellen Samsung CLX-4195FW und Xerox Workcentre 6505V/N mit jeweils 3,4 Cent. Dass es noch preiswerter geht, zeigt das HP Color Laserjet Pro MFP M277dw mit 3,3 Cent oder das Dell C2665dnf mit 2,7 Cent. Eine Idee darunter errechnet sich mit 2,6 Cent beim Dell Color MFP E525w. Am tiefsten müssen Sie mit 5,1 Cent beim HP Color Laserjet Pro M177fw in die Tasche greifen.

Beim Farbblatt ist das Dell Color MFP E525w derzeit mit 12,0 Cent am günstigsten. Mit 19,7 Cent liefert das HP Color Laserjet Pro M177fw die teuerste Farbseite. Alle Testkandidaten haben geringer befüllte Starter-Toner im Lieferumfang. Dabei sind die 500 Seiten Reichweite pro Farbe bei den Modellen HP Color Laserjet Pro M177fw, Xerox Workcentre 6025V/BI und 6015VN/I die geringsten Füllmengen. Am großzügisten ist das Lexmark CX310dn ausgestattet: Hier reichen die Tonerkartuschen für 1400 Seiten pro Farbe. Einen eigenen Weg beschreitet das HP Color Laserjet Pro MFP M277dw: Es hat nicht nur neue Kartuschen mit JetIntelligence, die dank niedrigeren Schmelzpunkten beim Toner zu einem moderaten Energiebedarf beitragen. Es bringt auch eine Standard-Schwarzkartusche mit, die für 1500 Seiten reichen soll und beschränkt sich nur bei den Farben auf echte Starter-Varianten mit jeweils 700 Seiten Reichweite.

Für einen geringen Stromverbrauch ist entscheidend, dass sich ein Gerät nach dem Betätigen des Ausschalters komplett vom Netz trennen lässt. Das ist bei der Mehrheit der Testkandidaten der Fall. Eine Ausnahme macht HP bei den Modellen Laserjet Pro 200  M276n und Color Laserjet Pro M177fw. Sie gingen im Test nicht auf 0 Watt, sondern zogen ausgeschaltet noch 0,1 bis 0,2 Watt. Das gilt auch für das Samsung Xpress C460W, das nicht unter 0,3 Watt geht. Beim Stromverbrauch im Energiesparmodus setzt das Samsung Xpress C460W derzeit mit 2,6 Watt den Bestwert. Richtige Energieverschwender in der Wartezeit zwischen den Druck-, Scan- und Kopierjobs sind inzwischen selten geworden. Im Schnitt liegt der Verbrauch zwischen 3 und 7 Watt. Da sticht das Xerox Workcentre 6505V/N mit 12 Watt schon richtig heraus.

Auch das Betriebsgeräusch ist ein wichtiges Auswahlkriterium bei Farblaser-Multifunktionsgeräten. Immerhin stehen die Gesellen dicht neben dem Schreibtisch oder sogar darauf. Unter den Testgeräten entpuppt sich das HP Laserjet Pro 200  M276n mit 11,5 Sone als leisester Arbeiter im Betrieb. Der größte Lärmmacher ist das Dell Color MFP E525w mit 18,1 Sone. Gut ist, dass immer mehr Geräte aus dem Betriebsmodus schnell abschalten und damit insgesamt weniger Lärm machen. Ein durchgehend blasender Lüfter kann auch auf die Nerven gehen, wenn der Kombidrucker direkt am Arbeitplatz steht. Im Schnitt erzeugen die Multifunktionsgeräte im Energiesparmodus unter einem Sone an Geräusch. Viele schalten sogar auf kaum wahrnehmbare 0,1 Sone.

Steht das Gerät eine Weile still, soll es wieder flott aufwachen, um die nächste Aufgabe zu erledigen. Wir testen das anhand einer Textseite aus dem Energiesparmodus. Mit 15 Sekunden erledigt das das Kombi HP Color Laserjet Pro MFP M277dw am schnellsten. Auch die Geräte HP Color Laserjet Pro M177fw und Samsung Xpress C460W lassen sich mit 19 Sekunden nur ein wenig mehr Zeit. Am längsten benötigt das Xerox Workcentre 6015V/NI mit 41 Sekunden.

Logo: Testsieger
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Guter Büroarbeiter: Dell C2665dnf
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© Dell

Testsieger und Preis-Leistungs-Sieger: Dell C2665dnf

Das Dell C2665dnf kann mehr als ein übliches Farblaser-Multifunktionsgerät. Es geht per Document Hub ins Internet und beherrscht NFC. Mit dem Document Hub erweitert Dell beim C2665dnf die Einsatzmöglichkeiten für ein Farblaser-Multifunktionsgerät. Das ist einerseits praktisch. Andererseits muss der Anwender dabei die Datensicherheit im Auge behalten. Immerhin lässt sich auf Cloud-Dienste zugreifen und Datenströme zum Drucker und wieder in die Cloud lenken. Kein geeigneter Weg für richtig sensible Daten. Aber abgesehen davon erweist sich das Dell C2665dnf als robuster Büroarbeiter, der eine überzeugende Qualität abliefert. Die Folgekosten gehen für Schwarzweiß-Dokumente in Ordnung, für Farbedrucke sind sie noch akzeptabel. Das Preis-Leistungsverhältnis fällt insgesamt sehr gut aus.

Ausführlicher Testbericht: Dell C2665dnf

Dell 2665dnf im Preisvergleich

Mit Cloud-Dienst-Anbindung: Dell Color MFP E525w
Vergrößern Mit Cloud-Dienst-Anbindung: Dell Color MFP E525w
© Dell

Neu auf Rang 5: Dell Color MFP E525w:

Für den Arbeitsplatz im heimischen Büro oder eine kleine Arbeitsgruppe reicht das Multifunktionsgerät Dell Color MFP E525w vollkommen aus. Bei mehr als drei Anwendern wird der Papiervorrat wohl zu schnell knapp. Auch fehlen dafür wichtige Funktionen wie ein automatischer Duplex-Druck. Die Folgekosten wiederum sprechen für Anwender, die viel drucken und kopieren. Sie werden eventuell auch die Cloud-Dienste des Herstellers zu schätzen wissen. Diese sind allerdings im reinen Office-Einsatz wohl kein primäres Argument. Hier zählt vielleicht eher, dass sich der Dokumentenzugriff verschlüsseln lässt. Insgesamt kommt das Dell-Modell auf ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Ausführlicher Testbericht: Dell Color MFP E525w

Dell Color MFP E525w im Preisvergleich

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