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Im Test: Die besten Farblaser-Multifunktionsdrucker

15.06.2016 | 15:45 Uhr |

Ein Farblaser-Multifunktionsdrucker ist mehr als ein Drucker, denn er kann zusätzlich kopieren, scannen und faxen. Dem Test stellen sich Farblaser-Kombis der Einsteigerklasse ab 300 Euro.

Der Farblaserdrucker hat sich als Helfer am heimischen Arbeitsplatz etabliert. Reicht Ihnen das Drucken allein nicht aus, ist ein Farblaser-Multifunktionsdrucker die Alternative. Er kann auch scannen, kopieren und eventuell sogar faxen. Trotz der vielen Funktionen sind Farblaser-Multifunktionsgeräte inzwischen recht kompakt gebaut. Gerade die Modelle der Einstiegsklasse lassen sich auf dem Schreibtisch oder direkt daneben unterbringen.

Unter den Farblaser-Multifunktionsgeräten im Test nutzen die Modelle Brother DCP-9017CDW und Xerox Workcentre 6027V/NIl Leuchtdioden (LED) zum Belichten, die restlichen Geräte Laserstrahl. Die Mehrheit der Testkandidaten setzt auf Single-Pass-Druckwerke. Gleichzeitig finden sich im Einsteiger-Segment aber auch noch Multi-Pass-Druckwerke - im Testfeld etwa im Samsung Xpress C480FW. Sie büßen im Farbdruck an Geschwindigkeit ein, denn die Farben werden nacheinander und nicht gleichzeitig übertragen.

Wichtig: Folgekosten bei Farblaser-Multifunktionsdruckern

Haben Sie ein Farblaser-Multifunktionsgerät einmal angeschafft, wollen Sie es mehrere Jahre nutzen. Während dieser Zeit fallen neben dem Papier Zusatzkosten für Toner und Strom an. Gerade wer viel druckt und kopiert, sollte auf die Seitenpreise achten. Günstige Schwarzweiß-Seiten erzeugt insbesondere das Ricoh SP C250SF mit 2,0 Cent, wenn Sie die XL-Toner des nächst höheren Modells C252SF einsetzen, aber auch das HP Color Laserjet Pro MFP 477fdn mit 2,4 Cent. Gleichzeitig sind die Modelle HP Color Laserjet Pro MFP M277dw mit 3,3 Cent oder das Dell Color MFP H625cdw mit 2,6 Cent vertretbar in den Folgekosten. Unter den besten 10 Geräten fordert derzeit das Samsung Xpress C480FW mit 3,9 Cent den höchsten Unterhalt beim Schwarztoner, das Mittelklasse-Kombigerät Samsung ProXpress C3060FR mit 1,4 Cent dagegen den niedrigsten.

Bei den Kosten für das Farbblatt ist momentan das genannte Ricoh-Modell mit 8,0 Cent schon sehr günstig, wird aber vom Samsung ProXpress C3060FR mit 7,6 Cent noch unterboten. Mit 17,5 Cent liefert das Samsung Xpress C480FW die teuerste Farbseite. Alle Testkandidaten haben geringer befüllte Starter-Toner im Lieferumfang. Ausnahme: Dell Color MFP H625cdw. Hier entspricht die Erstbefüllung der Standardreichweite. Sind spezielle Startertoner an Bord, liegen die Reichweiten bei 500 Seiten pro Farbe bei den Modellen HP Color Laserjet Pro M177fw, Xerox Workcentre 6025V/BI und 6015VN/I - das sind geringe Füllmengen. Am großzügisten ist das Samsung ProXpress C3060FR ausgestattet: Hier reichen die Tonerkartuschen für 4000 schwarzweiße und 2500 farbige Seiten. Einen eigenen Weg beschreitet das HP Color Laserjet Pro MFP M277dw: Es hat nicht nur neue Kartuschen mit JetIntelligence, die dank niedrigeren Schmelzpunkten beim Toner zu einem moderaten Energiebedarf beitragen. Es bringt auch eine Standard-Schwarzkartusche mit, die für 1500 Seiten reichen soll und beschränkt sich nur bei den Farben auf echte Starter-Varianten mit jeweils 700 Seiten Reichweite.

Vergleichstest: Die besten Farblaserdrucker

Für einen geringen Stromverbrauch ist entscheidend, dass sich ein Gerät nach dem Betätigen des Ausschalters komplett vom Netz trennen lässt. Das ist bei der Mehrheit der Testkandidaten der Fall. Ausnahmen bilden das Samsung-Modell Xpress C480FW, das nicht unter 0,3 Watt geht, und das Dell Color MFP H625cdw, das ausgeschaltet noch 0,6 Watt zieht. Auch bei den Maschinen für die Arbeitsgruppe sind echte Ausschalter nicht immer selbstverständlich, wie das Samsung ProXpress C3060FR zeigt, das ausgeschaltet noch 0,1 Watt zieht. Beim Stromverbrauch im Energiesparmodus setzt das HP Color Laserjet Pro MFP M477fdn derzeit mit 0,1 Watt den Bestwert. Richtige Energieverschwender in der Wartezeit zwischen den Druck-, Scan- und Kopierjobs sind inzwischen selten geworden. Im Schnitt liegt der Verbrauch zwischen 3 und 7 Watt. Da sticht das Xerox Workcentre 6505V/N mit 12 Watt schon richtig heraus.

Kaufberatung: Tinte oder Toner - den richtigen Drucker finden

Lärmentwicklung am Arbeitsplatz

Auch das Betriebsgeräusch ist ein wichtiges Auswahlkriterium bei Farblaser-Multifunktionsdruckern. Immerhin stehen die Gesellen dicht neben dem Schreibtisch oder sogar darauf. Unter den Testgeräten entpuppen sich HP-Geräte als wenig störend. Hier schalten die Lüfter sehr schnell ab, wenn der Druck- oder Kopiervorgang erledigt ist. Gut hörbar sind dagegen die Dell-Modelle Color MFP E525w sowie Color MFP H625cdw, das Samsung Xpress C1860FW sowie ProXpress C3060FR und der Multifunktionsdrucker Brother DCP-9017CDW. Im Schnitt geht der Trend bei Farblaser-Multifunktionsgeräten zum schnellen Umschalten in den Energiesparmodus. Das mindert die Geräuschbelästigung und senkt gleichzeitig den Energiebedarf - zwei Fliegen mit einer Klappe.

Steht das Gerät eine Weile still, soll es wieder flott aufwachen, um die nächste Aufgabe zu erledigen. Wir testen das anhand einer Textseite aus dem Energiesparmodus. Mit 14 Sekunden erledigt das das Kombi Samsung ProXpress C3016FR am schnellsten. Ist jedoch dicht gefolgt vom HP Color Laserjet Pro MFP M277dw mit 15 Sekunden. Auch die Geräte HP Color Laserjet Pro MFP M477fdn und Samsung Xpress C1860FW lassen sich mit 18 Sekunden nur ein wenig mehr Zeit. Am längsten benötigt das Ricoh SP C250SF mit 43 Sekunden.

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Qualität im Drucken, Scannen und Kopieren

Neben den genannten Faktoren bleibt die Qualität der Drucke, Scans und Kopien ein zentrales Kaufkriterium. Hier ist Aufatmen angesagt, denn keiner der getesteten Farblaser-Multifunktionsdrucker liefert im Test wirklich schlechte Ergebnisse ab. Die Druck-Einheiten kommen oft aus dem Single-Function-Bereich und haben sich dort schon bewährt. Die Stärke der Kombidrucker liegt im Textdruck mit scharfen Buchstaben und guter Deckung. Bei Farbe liefern die Multifunktionsgeräte größere Qualitätsunterschiede. Das liegt nicht zuletzt an den eingesetzten Druckersprachen. PCL 6 ist hier die beliebteste Variante. Reine GDI-Drucker, die den Windows-Rechner zur Seitenaufbereitung nutzen, sind dagegen auf dem Rückzug. PS 3 (Postscript) wird in den meisten Fällen nur emuliert, wie etwa beim Brother DCP-9017CDW.

Auch im Scannen haben sich die Testteilnehmer verbessert. Für Büroaufgaben reicht ihre Qualität aus. Für Aufgaben, bei denen es auf Tiefenschärfe ankommt, eignen sich Farblaser-Multifunktionsgeräte weniger. Die Qualität der Scan-Einheit beeinflusst auch die Güte der Kopien. Wiederum gilt: Bei Routinejobs im Arbeitsalltag können Sie sich auf Ihr Kombigerät verlassen. Trotzdem gibt es Auffälligkeiten: So kann das Samsung Xpress C1860FW randlose Fotos nur mit Rand einscannen. Das heißt für Sie: Der Scan muss nach dem Digitalisieren weiter bearbeitet werden, um ihn tatsächlich randlos zu bekommen - das ist umständlich. Die Testergebnisse im Detail finden Sie im Testbericht zu jedem Farblaser-Multifunktionsgerät. Den Testsieger und Preis-Leistungs-Sieger stellen wir hier kurz vor. 

Aktueller Testsieger
Vergrößern Aktueller Testsieger

Testsieger: Samsung ProXpress C3060FR

Im Test zeigt der Samsung ProXpress C3060FR, dass er den Druck-, Kopier- und Scanbedarf in der Arbeitsgruppe mehrerer Anwender erledigen kann. Denn dafür arbeitet der Multifunktionsdrucker schnell genug, liefert hohe Qualität und verursacht geringe Folgekosten. Damit eignet sich das Kombigerät auch für Anwender, für die das Erstellen von individuellen Software-Lösungen kein ausschlaggebendes Argument ist. Für sie mag die Erweiterbarkeit durch optionale Papierkassetten eventuell wichtiger sein. Dann ist das Samsung-Modell einen Blick wert, auch wenn der Anschaffungspreis im ersten Moment relativ hoch erscheint.

Ausführlicher Testbericht: Samsung ProXpress C3060FR

Samsung ProXpress C3060FR im Preisvergleich

Aktueller Preis-Leistungs-Sieger
Vergrößern Aktueller Preis-Leistungs-Sieger

Preis-Leistungs-Sieger: Ricoh SP C250SF

Mit dem Ricoh SP C250SF erhalten Sie einen solide gebauten und gut ausgestatteten Farblaser-Multifunktionsdrucker mit Fax-Funktion, der den Bedarf von einem bis drei Anwendern im Drucken, Kopieren und Scannen verlässlich erledigt. Dabei erzeugt er geringe Folgekosten, wenn Sie XL-Kartuschen nutzen, die der Hersteller zwar nur für das Modell SP C252SF ausweist, die jedoch auch zum kleineren Modell passen sollen. Das Bedienpanel ist nicht sehr intuitiv gestaltet, bietet jedoch viele Einstellmöglichkeiten und ein Zeilendisplay. Geräuschsensible Anwender sollten das Gerät nicht direkt neben sich aufstellen. Dafür ist es zu laut im Betrieb. Die PCL-6- und PS-3-Treiber funktionieren auch bei WLAN-Ansteuerung. Der Mobildruck klappt mit der herstellereigenen App „Ricoh PrintScan“ reibungslos, Standards wie Apple Airprint oder Google Cloudprint beherrscht das Modell jedoch nicht.

Ausführlicher Testbericht: Ricoh SP C250SF

Ricoh SP C250SF im Preisvergleich

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