Kombi fürs Büro

Epson Stylus SX600FW

Freitag den 10.10.2008 um 10:23 Uhr

von Ines Walke-Chomjakov

Viele Schnittstellen: Epson Stylus SX600FW
Vergrößern Viele Schnittstellen: Epson Stylus SX600FW
© 2014
Das Epson-Modell SX600FW ist als Allrounder für zu Hause und das kleine Büro gedacht. Das Kombigerät mit Faxfunktion erfüllt diesen Anspruch nicht nur dank der vielen Anschlüsse (USB, Ethernet, WLAN), sondern auch aufgrund der Leistung im Test.
Besonderheit: Der Epson Stylus SX600FW machte bei Texten richtig Tempo: So war unser zehnseitiger Grauert-Brief bereits nach 40 Sekunden fertig gedruckt. Bei Farbdrucken ließ die Arbeitsgeschwindigkeit allerdings sichtlich nach: Das zeigte sich beim zehnseitigen Dokument aus Acrobat deutlich, auf das wir mit gut sechs Minuten lange warteten. Im Kopieren nahm das Kombigerät allerdings wieder Fahrt auf. Zehn Sekunden für eine monochrome und 23 Sekunden für eine farbige Kopie sind gute Ergebnisse. Gleichermaßen überzeugte die Scaneinheit: Die Vorschau war nach flotten sechs Sekunden aufgebaut, der Farbscan nach 17 Sekunden erledigt.

Qualität: Die Textdrucke zeigten, dass hohes Arbeitstempo nicht unbedingt zu Lasten der Qualität gehen muss. Die Schwarzdeckung der Texte stimmte, die leicht rauen Buchstabenränder ließen sich verschmerzen, denn Satellitentröpfchen fanden wir kaum. Abstriche in der Wertung musste sich das Gerät allerdings bei Farbflächen gefallen lassen. Hier blieb ein Raster vergleichsweise deutlich sichtbar. Zudem fiel die Farbgebung etwas flau, wenn auch nicht unnatürlich aus. Unsere Probescans wiederum hatten leuchtende Farben und eine gute Tiefenschärfe. Bei unseren Kopien gingen jedoch zu viele Details verloren.

Ausstattung: Das Bedienfeld des SX600FW ist ausklappbar und bietet ein Vorschaudisplay mit einer auffallend guten Schärfe. Das Gerät kann nicht nur drucken, scannen und kopieren, sondern auch faxen. Es hat einen automatischen Vorlageneinzug und lässt sich per USB, Ethernet (10 Base-T/100 Base TX) und WLAN (802.11g/b) ansteuern. Via Pictbridge-Anschluss und Speicherkarteneinschübe funktioniert auch das Drucken ohne Rechner. Plus: Im Stand-alone-Betrieb fanden sich im Menü Vorlagen hinterlegt, mit denen der Anwender entweder kariertes oder liniertes Papier, aber auch individuell erstelltes Briefpapier ausgeben kann. Er wählt dazu ein Foto von der Speicherkarte, der angeschlossenen Digitalkamera oder dem USB-Stick. Es wird als Hintergrund im Entwurfsmodus randlos auf Normalpapier gedruckt - wahlweise mit und ohne Schreiblinien. Fertig ist das ganz persönliche Briefpapier.

Verbrauch: Als einziges Modell der SX-Serie lässt sich der SX600FW mit großen Tintentanks bestücken. Mit ihnen als Grundlage kamen wir auf 2,5 Cent für das monochrome und 5,5 Cent für das farbige Blatt - niedrige Seitenkosten. Auch im Stromverbrauch erwies sich das Kombigerät als genügsam: Im Standby schaltete es auf 3,5 Watt und ausgeschaltet sogar auf 0 Watt - ungewöhnlich für ein Gerät mit Faxfunktion.

Fazit: Ein solides Kombigerät, das sich insbesondere für Büroaufgaben empfiehlt. Es lässt sich flexibel ansteuern, bringt ein Fax mit und ist genügsam in den Folgekosten. Allzu hohen Ansprüchen an den Fotodruck genügt es jedoch nicht.

Alternative: Ähnlich gut auf den Büroalltag vorbereitet ist das Kombigerät Lexmark X7675. Es bietet die beim Epson-Modell angesprochenen Merkmale und beherrscht zusätzlich noch Duplex-Druck. Praktisch: Sogar ohne Rechner lässt sich Vorder- und Rückseite bedrucken, denn der Vorgang lässt sich direkt am Bedienfeld des Geräts starten.

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Freitag den 10.10.2008 um 10:23 Uhr

von Ines Walke-Chomjakov

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