Knallrotes Ferrari-Handy
Acer Liquid e Ferrari im Test
Als Zugabe packt Acer eine Ferrari-Hülle und ein kleines Ferrari-Headset mit deutlich sichtbarem Ferrari-Logo in den Karton. Es dämpft Umgebungsgeräusche, unterdrückt Echoeffekte und passt die Lautstärke automatisch an die Umgebung an.
Anhänger der Scuderia Ferrari werden sich über weitere Details auf dem Ferrari-Handy freuen. Zum Angeben eignen sich zwei kurze Ferrari-Videos, die auf dem Handy installiert sind. Weiter bietet das Handy vier echte Ferrari-Sounds, die man als Klingelton einstellen kann. Wer sich für das Aufbrausen starker Motoren begeistern kann, kommt auf seine Kosten. Es gibt fünf Rennwagenbilder, die sich als Hintergrundbilder einstellen lassen. Einzig Live-Hintergrundbilder sind nicht mit Ferrari-Motiven verfügbar - dabei wäre gerade das Thema Autorennen bestens als interaktives, bewegliches Live-Hintergrundbild geeignet.
Als Software-Zugaben hat Acer einen Barcode-Scanner, Documents to go in der Nur-Betrachten-Version und eine Media-Server-Software aufgespielt. Letztere ermöglicht die Freigabe von Dateien auf dem Handy innerhalb eines Netzwerks. So kann man beispielsweise über das Heimnetzwerk die Musik vom Handy anhören. Eine Sprachsteuerungssoftware fehlt dagegen.
Kalenderdaten und E-Mails werden über die vorinstallierte Software RoadSync abgeglichen. Diese Anwendung nutzt das Exchange Active Sync-Protokoll, um eine Push-Synchronisierung von Unternehmens-E-Mails bereitzustellen. Mit dem PC zuhause synchronisiert Acer Sync Kontaktdaten und Kalendereinträge mit Outlook - jedoch nur mit einem Google-Konto. Andere Quellen hat die Software in unserem Test nicht akzeptiert. Eine Mail tippen erfordert etwas Fingerspitzengefühl. Denn es kommt immer wieder vor, dass der Nutzer haarscharf daneben langt und einen falschen Buchstaben tippt.
Das 3,5 Zoll große, kapazitive Touchscreen reagierte flüssig. Webseiten und Fotos können mit Fingerzoomgesten größer und kleiner gezogen werden. Das Scrollen durch lange Webseiten oder Adressleisten rollt, wie es sich für ein Sportmodell gehört, schnittig voran. Der Prozessor, der für einen Rennwagen eher untypisch auf 768 MHz gedrosselt ist, hat sich dennoch im Test bewährt. Für das flüssige Arbeiten zeichnen sich aber auch 512 MByte RAM und 512 MByte ROM aus. Damit passen sehr viele Downloads aus dem Android Market in den Programmspeicher, und für Multitasking steht genügend Arbeitsspeicher zur Verfügung.
Die 5-Megapixel-Kamera lässt sich über das Menü oder den Kameraknopf rechts am Gehäuse aktivieren. Die Einstellungen wie Weißabgleich, ISO-Wert und Fokussiermodus (automatisch oder unendlich) sind relativ umständlich mit drei Griffen zu ändern. Motivprogramme, Makromodus oder eine Hilfe für Panorama-Fotos gibt es nicht. Die Bildqualität kann sich sehen lassen, auch wenn Acer mit sehr hohen Kontrasten arbeitet. Die Schärfe war gut, die Farbgebung einen Tick zu kräftig. Die Videokamera dreht ansehnliche Filme, produziert jedoch schnell mal einen Farbfehler wie beispielsweise blaustichige Wände. Den Schwachpunkt stellt das Mikrofon dar: Es nimmt Ton viel zu leise auf.


