30.12.2008, 09:30

Thomas Rau

Kleines Netbook mit großem Akku

Packard Bell Dot

Mit dem großen 6-Zellen-Akku macht das Netbook Packard Bell Dot unterwegs eine gute Figur. Unser Test zeigt aber: Der Mini-Laptop ist nicht ohne Schwächen.
Das Netbook von Packard-Bell hat starke Ähnlichkeit zum Acer Aspire One A150X: Nicht auf den ersten Blick, denn statt in einer blauen Gehäusefarbe ist das Netbook von Packard-Bell in Schwarz gehalten. Doch die Ausstattung und die Positionierung der Schnittstellen ist praktisch identisch: Kein Wunder – Packard Bell gehört seit Mitte 2007 zum Acer-Konzern.
Das Gehäuse ist recht solide verarbeitet, auch der massive Displaydeckel wirkt stabil. Nur wenn man großen Druck aufs Gehäuse ausübte, knarzte es ein wenig. Unser Testgerät stand aber nicht stabil – ob mit oder ohne Akku: Links vorne wackelte es stets ein bisschen.
Tempo: Das Dot erzielte im PC Mark 05 insgesamt 1555 Punkte – ein erwartungsgemäßes Ergebnis für ein Netbook mit Intel Atom N270, 1 GB Arbeitsspeicher und einer 2,5-Zoll-Festplatte. Die 160 GB große Platte von Hitachi erzielte eine Leserate von knapp 50 MB/s - auch das liegt im Rahmen des Üblichen.
Ausstattung: Wie die Acer-Netbooks besitzt auch das Dot zwei Speicherkartenleser – einen für die üblichen Kartenformate rechts am Gehäuse und einen speziellen für SD-Karten auf der linken Seite. In den linken Slot lässt sich eine SD-Karte ganz einschieben – und nur mit spitzen Fingernägeln wieder aus dem Steckplatz herauspopeln. Ansonsten bietet das Packard Bell Dot die gleichen Schnittstellen wie viele andere Netbooks auch: Drei USB-Ports, einen VGA-Ausgang, zwei Audiobuchsen, eine LAN-Schnittstellte sowie eine Web-Kamera mit VGA-Auflösung. Schwach: Das WLAN-Modul von Atheros unterstützt nur den älteren 11g-Standard. Bluetooth hat das Dot nicht an Bord.
Mobilität: Das Packard Bell Dot besitzt einen 6-Zellen-Akku, mit dem es über fünf Stunden bei der Video-Wiedergabe und knapp 7,5 Stunden beim WLAN-Surfen durchhält – sehr gut. Dafür liegt sein Gewicht von 1240 Gramm aber deutlich über dem anderer Netbooks mit 8,9-Zoll-Display, die rund 200 Gramm leichter sind. Auch das Netzteil ist mit 360 Gramm kein Leichtgewicht.
Ergonomie: Das 8,9-Zoll-Display mit spiegelnder Oberfläche ist nicht hell genug für draußen, besitzt aber einen hohen Kontrast. Farben gibt es natürlich, aber etwas matt wieder. Nervig: Schon bei sehr geringer Systemlast springt der Lüfter an und ist dann fast ständig in Betrieb. Zwar fällt er nur in ruhiger Umgebung störend auf – andere Netbooks mit ähnlicher Ausstattung sind aber leiser.
Handhabung: Die Tastatur ist 24 Zentimeter breit – Packard Bell nutzt dafür fast die gesamte Gehäusebreite. Deshalb liegen die Tasten in einem komfortablen 17-Millimeter-Raster und sind kaum kleiner als bei größeren Netbooks mit 10,2-Zoll-Display. Nur wenige Tasten fallen kleiner aus. Die Tastatur gibt links und rechts allerdings unterschiedlich stark nach, was beim Tippen etwas stört. Beim Touchpad muss man sich daran gewöhnen, dass die Tasten seitlich des Touchpad-Feldes liegen. Außerdem liegt die rechte Taste etwas tief im Gehäuse und hat deshalb einen unklaren Druckpunkt.
Fazit: Dem Packard Bell Dot gelingt eine gute Mischung aus langer Akkulaufzeit und noch akzeptablem Gewicht. Das spiegelnde Display ist aber wenig praxistauglich. Und auch der empfindliche Lüfter stört im Alltag.
Alternative: Kaum schwerer ist das Samsung NC10 mit 10,2-Zoll-Display, das noch ein bisschen länger im Akkubetrieb läuft, aber auch nur 11g-WLAN und kein Bluetooth mitbringt. Ein leichter Langläufer ist der Asus Eee PC 901 12G - er hat aber nur eine 12-GB-Festplatte.
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