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Sony DSC-W380 im Test

08.05.2010 | 09:41 Uhr |

Die Sony DSC-W380 ist ein wahrer Handschmeichler. Was die Technik angeht, so kommt die 14-Megapixel-Kamera mit einem lichtstarken Weitwinkel-Objektiv und HD-Videofunktion. Lesen Sie, wieso sie dennoch im Test schlecht abschnitt.

Die Sony DSC-W380 besitzt ein Weitwinkel-Objektiv, das einen Brennweitenbereich von 24 bis 120 Millimetern abdeckt. Es ermöglicht eine Anfangsblende von f2,4, was für eine Kompaktkamera sehr gut ist. Dank der im internen Speicher abgelegten Software lassen sich Bilder und Videos mit jedem Internet-PC sofort auf Facebook & Co. hochladen.

Bildqualität: Die Sony DSC-W380 erzielte einen nur ausreichenden Wirkungsgrad von 57,2 Prozent, der umgerechnet einer Auflösung von 4,5 Megapixeln entspricht. Außerdem fiel in den Tests auf, dass die Auflösung bei mittlerer Brennweite zum Bildrand hin stark nachließ. Im Weitwinkelbereich verlief sie ebenfalls sehr ungleichmäßig. Was das Bildrauschen angeht, so schaffte die Sony DSC-W380 ihren besten Messwert bei ISO 400. Bei den niedrigeren ISO-Einstellungen sorgte eine zu aggressive Scharfzeichnung für deutliche Bildfehler.

Die Eingangsdynamik war noch gut, die Ausgangsdynamik ausreichend. Das bedeutet, dass die Sony DSC-W380 kontrastreiche Motive mit allen Details in Lichtern und Schatten darstellen kann. Allerdings ist die Anzahl der Helligkeitsstufen begrenzt, die sie zwischen den hellsten und dunkelsten Bildbereichen produziert.

Ausstattung: Mit Hilfe des Schwenk-Panoramamodus lassen sich Panoramabilder ohne zusätzliche Software anfertigen. Sie halten den Auslöser gedrückt und ziehen die Sony DSC-W380 einfach über das gewünschte Motiv. Die dabei entstehenden Serienbilder fügt die Kamera automatisch zu einem Panoramabild zusammenfügen.

Der intelligenten Automatikmodus analysiert das Motiv sowie die Lichtsituation und wählt anhand dieser Infos das passende Motivprogramm für die Aufnahmen. Der optische Bildstabilisator beugt Verwacklern vor. Im Videomodus arbeitet die Sony DSC-W380 mit 1280 x 720 Bildpunkten, 30 Bildern pro Sekunde und Stereo-Ton.

Handhabung: Die Sony DSC-W380 erwies sich im Test als langsam. Sie brauchte lange zum Auslösen, und es dauerte einige Sekunden, bis sie nach einer Aufnahme wieder betriebsbereit war. Dafür ist die Kamera mit 121 Gramm inklusive Akku und Speicherkarte ein wahres Federgewicht.

Fazit: Die Sony DSC-W380 bietet mit ihrem Weitwinkel-Objektiv, dem Schwenk-Panoramamodus und der optischen Bildstabilisierung einige herausragende Ausstattungsmerkmale, die man sonst selten bei einer Einsteigerkamera findet. Die Bildqualität war dagegen verbesserungswürdig: Die zu niedrige und ungleichmäßige Auflösung, das bereits bei geringer Lichtempfindlichkeit starke Bildrauschen und der nur befriedigende Dynamikumfang kosteten der Kamera wertvolle Punkte. Zudem war sie langsam.

Alternativen: Die etwas günstigere Canon Powershot SX120 IS arbeitet zwar "nur" mit 10 Megapixeln. Sie schnitt bei den Bildqualitätstests jedoch besser ab als die Sony DSC-W380 und war insgesamt auch schneller. Dafür müssen Sie beim Canon-Modell auf das Weitwinkel-Objektiv verzichten.

Varianten:
Sony DSC-W380 silberfarben
Sony DSC-W380 schwarz
Sony DSC-W380 goldfarben
Sony DSC-W380 rot

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