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McAfee Family Protection

04.12.2009 | 12:00 Uhr |

Mit McAfee Family Protection können Eltern den Zugriff aufs Internet beschränken sowie Instant Messaging überwachen oder ganz unterbinden. Ungeeignete Youtube-Videos lassen sich ebenfalls herausfiltern. Das Programm zeigte im Test wenig Schwächen, nur die Konfiguration war aufwändig.

Die Installation verlief schnell und problemlos – vorausgesetzt, man hat direkten Zugang zum Internet. Etwas mehr Zeit erforderte die Konfiguration der Software, da es keine vorgefertigten Profile für bestimmte Altersgruppen gibt.

Nach dem ersten Programmstart benötigt man die Daten, mit denen man sich bei McAfee registriert hat, denn diese dienen gleichzeitig als Administrator-Zugang für Family Protection. Web-Sperren lassen sich nach 35 vorgegebenen Gattungen einrichten. Darunter sind gängige wie „Drogen, Hass-Websites, Pornografie“ und „Gewalt“. Aber auch ungewöhnliche Kategorien wie „Jobsuche, Suchbegriffe“ und „Sport“ finden sich hier. Hatten wir alle aktiviert, war im Surfen im Internet praktisch unmöglich. Websites lassen sich zudem explizit sperren oder erlauben. Das Web lässt sich mit Family Protection auch für bestimmte Schlüsselwörter oder Phrasen blockieren. Wörterbücher für obszöne oder sexuell orientierte Sprache bringt die Software mit. Weitere Listen kann der Administrator erstellen.

Gut: Auch Youtube wird überwacht. Per Voreinstellung werden Videos mit „unangemessenem Inhalt“ blockiert. Alternativ können alle Youtube-Filmchen verboten oder freigegeben werden. Zudem lassen sich bekannte Medien-Player sperren. Im Test funktionierten die Web-Sperren einwandfrei und ließen sich nicht umgehen. Auch das Verwenden von Proxy-Servern brachte keine unerwünschten Inhalte auf den Schirm. Selbst abgesicherte Seiten (https) wurden zuverlässig gefiltert. Instant Messenger von AOL, ICQ, MSN und Yahoo können via Mausklick blockiert werden. Voreingestellt ist jedoch die Überwachung der IM-Kommunikation. So können Eltern feststellen, ob unangemessene Konversationen oder unerwünschte Kontakte mit fremden Personen stattgefunden haben. Hier fehlt allerdings die Möglichkeit, bestimmte Kontakte zu unterbinden oder nur die Kommunikation mit bestimmten Usern, etwa Schulfreunden, zu erlauben.

Die Einstellmöglichkeiten unter „Zeitlimits“ sind spartanisch. Hier kann man lediglich die Online-Zeit pro Tag festlegen und wann der Internet-Zugriff komplett gesperrt ist. Nutzungszeiten für andere Programme oder für den gesamten PC kann man nicht vorgeben. Im Bereich E-Mail können Eltern festlegen, welche Konten der Nachwuchs abrufen darf und mit welchen Adressen er Mails austauschen kann. Webbasierte Mail-Dienste lassen sich zur Sicherheit komplett deaktivieren. Clever gelöst ist auch die Überwachung sozialer Netzwerke wie Facebook & Co. Hier können Eltern Adresse, Telefonnummern und weitere persönliche Daten eingeben, die Kinder nicht weitergeben sollen. Zudem lässt sich Post mit obszönen oder sexuellen Inhalten aufzeichnen. Die Profile der Kinder kann Family Protection allerdings nicht überprüfen und hinkt damit der Konkurrenz hinterher.

Dafür lassen sich mit der Software nicht nur bereits installierte Programme auf dem PC blockieren. Gefährliche Software wie bekannte Filesharing-Clients können präventiv verboten werden, da nützt den Kindern dann auch späteres Installieren nichts. Auch FTP und der Zugriff auf Newsgroups ist nach entsprechendem Mausklick nicht mehr möglich. Negativ: Sämtliche Einstellungen müssen für jeden Benutzer neu vorgenommen werden. Sein Geld ist McAfee Family Protection allemal wert, da man es auf bis zu drei PCs installieren darf und sich damit bis zu zehn Benutzer überwachen lassen. Überrumpeln oder deaktivieren ließ sich das Programm im Test ohne Kenntnis der Admin-Zugangsdaten nicht.

Das Tolle an der Software ist, dass Eltern von jedem internetfähigen PC aus fast alle Einstellungen ändern können. Somit lässt sich auch von der Arbeit oder von unterwegs eine Website freischalten, die ein Kind etwa für Hausaufgaben benötigt.

Fazit: Das Programm bietet mit den richtigen Einstellungen einen guten Schutz. Die Konfiguration für mehrere Kinder ist zeitraubend. Ein Zeitlimit für die PC-Nutzung an sich fehlt. Manchmal wären feinere Abstufungen zwischen Verbieten und Erlauben wünschenswert.

Alternative: Auch Kindersicherung 2009 ( www.salfeld.de ) kann über das Internet administriert werden. Zum gleichen Preis kann man aber lediglich einen Rechner absichern.

BEWERTUNG

Leistung (50%): Note 2,5
Bedienung (35%): Note 2,5
Dokumentation (5%): Note 2,5
Installation/De-Installation (5%): Note 2,0
Systemanforderungen (5%): Note 1,0

GESAMTNOTE: 2,4

Anbieter:

McAfee

Weblink:

www.mcafee.de

Preis:

30 Euro

Betriebssysteme:

Windows XP, Vista, 7

Plattenplatz:

ca. 12 MB

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