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Kindersicherung 2007

16.05.2007 | 08:30 Uhr |

Kinder sollen lernen, mit dem PC umzugehen. Sie müssen sie aber auch vor den nachteiligen und gefährlichen Seiten des Rechners schützen. Dabei will die Software Kindersicherung 2007 helfen. Unser Test zeigt, wie gut das gelingt.

Die Installation der Download-Version von Kindersicherung 2007 verlief schnell, problemlos und ohne PC-Neustart. Vor der Surfkontrolle muss ein Eltern-Passwort gewählt werden. Der Anbieter hat hier seit der Version 2006 nachgebessert, die Mindestlänge beträgt nun fünf Zeichen. Immer noch fehlt aber die Vorgabe ein sicheres Passwort zu wählen, das etwa aus Groß- und Kleinbuchstaben sowie aus Ziffern besteht – fünf gleiche Zeichen wurden von der Software akzeptiert. Wenn der Nachwuchs das Passwort erraten kann, sind alle Sicherheitsfunktionen, die das Programm bietet, sinnlos.
Gut: Auch Kindersicherung 2007 funktioniert noch mit älteren Windows-Systemen wie Windows 95/98, die auf Kinderzimmer-PCs anzutreffen sind. Durch die Grundkonfiguration führt ein gut gemachter Assistent: Es lassen sich bequem die täglichen Internet- und PC-Laufzeiten für jeden Nutzer einstellen.
Ein Fehler fiel im Test bei „Internet Kontrolle (Schritt 3 von 4) auf“: Will man weitere erlaubte Websites hinzufügen, poppt das Dialogfenster für unerwünschte Seiten und Stichwörter auf – das kann Eltern verwirren und fatale Folgen haben. Gibt man hier tatsächlich eine Seite ein, die eigentlich gesperrt werden sollte, so ist sie später frei zugänglich. Weiteres Manko im Assistent: es werden hier nur Zeichenfolgen aus mindestens sieben Zeichen akzeptiert, die Homepage des deutschen Jugendinstituts (dji.de) bleibt somit außen vor. Der Modus, nur eingetragene Web-Seiten zu erlauben, erwies sich im Test als nicht praktikabel, obwohl bereits etliche für Kinder geeignete Adressen eingetragen sind. Der Surfspass wird durch häufige Warnungen über nicht erlaubte Seiten wie macromedia.com und google.com getrübt. Andererseits ist dies der einzige Modus mit dem besorgte Eltern nackte Tatsachen komplett vom Bildschirm verbannen können.
Via Assistent legt man auch – je nach eingestellter Sicherheitsstufe - die Möglichkeiten zur Umgehung der Software lahm und deaktiviert etwa den Aufruf des Task-Managers oder der Systemsteuerung. Auch das Ändern der Windows-Systemzeit klappt nicht mehr. Zusätzlich sollte die Option „Uhrzeit automatisch nach Internet stellen“ gewählt werden, sonst kann Kindersicherung 2007 mit einer verstellten BIOS Uhr ausgetrickst werden. Die Feineinstellung kann für jeden Benutzer angepasst werden. Zeitlimits für die PC- und Internet-Nutzung lassen sich per Tag, Woche und Monat festlegen. Durch Eingabe vorher festgelegter TANs kann die Nutzungsdauer verlängert werden. So können Eltern ihren Kindern selbst telefonisch eine längere PC-Nutzung gewähren. Unerwünschte Inhalte im Internet werden auf Wunsch anhand editierbarer Stichwortlisten und Filter unterdrückt. Zudem lassen sich Anwendungen und Verzeichnisse für einzelne Benutzer sperren, Laufwerke können komplett versteckt werden. Auch Programme lassen sich zeitlich begrenzen.

Fazit: Das Programm ist einfach zu konfigurieren und schwer auszuhebeln. Mit den richtigen Einstellungen, kann man Kinder vor dem PC spielen, lernen und surfen lassen.

Alternative: Das Programm Kindersicherung Time Restrict Free Edition ( www.kindersicherung-internet.de ) ist für den privaten Gebrauch kostenlos.

BEWERTUNG

Leistung (50%): Note 1,5
Bedienung (35%): Note 1,5
Dokumentation (5%): Note 2,0
Installation/De-Installation (5%): Note 2,0
Systemanforderungen (5%): Note 1,0

GESAMTNOTE: 1,5

Anbieter:

Salfeld

Weblink:

www.salfeld.de

Preis:

ab 30 EURO

Betriebssysteme:

Windows 95/98/ME, 2000, XP, Vista

Plattenplatz:

ca. 9 MB

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