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Kenwood VRS-N8100E

13.01.2005 | 11:50 Uhr |

Sie haben keine Lust, mit DVDs, Musik-CDs und MP3-Files zu hantieren? Packen Sie Ihre Schätze einfach auf den Rechner, und verkuppeln Sie ihn mit der Audio- oder Heimkino-Anlage - per Netzwerk via Kabel oder Funk.

Der Hi-Fi-Spezialist Kenwood hat zwei Geräte, die mit einer Ethernet-Schnittstelle ausgerüstet sind: den DVD-Spieler DVF-N7080, der rund 300 bis 350 Euro kostet, sowie den Sechskanal-Heimkino-Receiver VRS-N8100. Für ihn muss der Interessent etwa 600 bis 800 Euro veranschlagen. In die Ethernet-Buchse kann der Benutzer entweder ein Netzwerkkabel einstecken oder daran eine Wireless-LAN-Brücke anschließen. Beide Komponenten muss er allerdings separat besorgen - sie liegen dem Gerät nicht bei.

Zusatznutzen: Der Receiver (oben) und der DVD-Spieler (unten) von Kenwood sind hervorragend ausgestattete Heimkino-Geräte. Sie können über ein Netzwerk Audio-, Video- und Fotodateien wiedergeben, die auf einem Rechner lagern.
Vergrößern Zusatznutzen: Der Receiver (oben) und der DVD-Spieler (unten) von Kenwood sind hervorragend ausgestattete Heimkino-Geräte. Sie können über ein Netzwerk Audio-, Video- und Fotodateien wiedergeben, die auf einem Rechner lagern.
© 2014

Testbericht

Um Musik, Videos oder Fotos vom PC auf den DVD-Player oder Receiver zu übertragen, ist zuvor auf dem Rechner die Software Kenwood PC Server zu installieren. Über eine Importfunktion teilt der Anwender dem Programm mit, welche Dateien er über den Receiver oder Player nutzen möchte. Ärgerlich ist, dass Kenwood PC Server keine Funktion zur Verfügung stellt, die dem User bei der Suche nach Musik- oder Video-Files hilft. Das ist besonders bei großen Dateiarchiven lästig, bei denen der Anwender selbst nicht mehr im Kopf behalten kann, welche Dateien in welchen Ordnern gespeichert sind.

Unpraktisch: Die Software Kenwood PC Server übernimmt das Aufbereiten der Media-Daten. Eine Suchfunktion hat der Hersteller allerdings nicht integriert.
Vergrößern Unpraktisch: Die Software Kenwood PC Server übernimmt das Aufbereiten der Media-Daten. Eine Suchfunktion hat der Hersteller allerdings nicht integriert.
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Ist das Heimnetzwerk einfach gestrickt, ist es auch für technisch weniger versierte Anwender nicht allzu schwer, den DVF-N7080 oder VRS-N8100 darin einzubinden. Es genügt, die Automatikfunktion zu wählen. Das Gerät sucht dann selbstständig nach dem Netz und besorgt sich eine IP-Adresse. Komplizierter wird es, wenn auf dem PC oder dem Gateway-System, das die Verbindung zum Internet herstellt, eine Firewall installiert ist. Diese Programme schotten Rechner und Netze gegen Angriffe von außen ab. Leider helfen in diesem Fall weder die recht ausführliche Bedienungsanleitung noch die Internet-Seiten des Herstellers weiter. Am besten ist, sich direkt bei Kenwood Rat zu holen. Nur versierte Anwender, die bereits einmal ein Netzwerk installiert haben, kommen ohne Hilfe aus. Sobald die Verbindung steht, ist es dank des übersichtlichen Menüs der Geräte einfach, durch die Datenbestände auf dem PC zu navigieren. Die beiden Kenwoods geben Audiound Video-Files in ordentlicher Qualität wieder, vorausgesetzt, Rechner und Receiver sind entweder über ein Netzwerkkabel mit 100 MBit/s oder ein Wireless LAN mit 54 MBit/s verbunden. Bei langsameren Verbindungen ruckeln die Videos. Die Netzwerk-Player zeigen neben Videofilmen auch Fotografien im JPEG-Format auf dem Fernsehbildschirm an.

Übersichtlich: Ein klarer Aufbau und große Bedienflächen zeichnen das Netzwerkmenü der Kenwood-Geräte aus.
Vergrößern Übersichtlich: Ein klarer Aufbau und große Bedienflächen zeichnen das Netzwerkmenü der Kenwood-Geräte aus.
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Über den Komponenten-Anschluss geben die Geräte von Kenwood im Progressive-Scan-Modus Bilder mit einer Auflösung von bis zu 1280 x 720 Pixel aus. Das ist für Besitzer von Beamern oder Flachbildschirmen durchaus von Vorteil, denn sie kommen aufgrund dieser Auflösung in den Genuss von Bildern in höchster Qualität.

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