Kaspersky Anti-Virus 6.0
Unübersichtliche Optionen: Kaspersky wiederholt einen alten Fehler und nervt den Anwender mit einer unübersichtlichen Bedienerführung. Glücklicherweise gilt das diesmal nur für die Menüs mit den Einstellungen. Hier fällt es schwer den Überblick zu behalten. Neben einem „Datei-Anti-Virus“ gibt es unter anderem noch einen „Web-Anti-Virus“ und ein Menü „Proaktiver Schutz“, welche sich ebenso nochmals feingliedrig konfigurieren lassen.
Die Suchleistungen des Scanners sind gewohnt gut. Alle zurzeit weit verbreiteten Viren laut Wildlist findet sowohl der Scanner als auch der Hintergrundwächter mühelos. Ebenso tadellos ist die Archivunterstützung der Software.
Fehlalarme machen Kaspersky Anti-Virus zu schaffen: Schlecht sind die acht Fehlalarme – vor allem, da die Software in einigen Fällen die fälschlicher Weise verdächtigten Dateien löschte oder zumindest in Quarantäne verschob.
Als Katastrophe erweist sich die Funktion zur Erstellung einer Rettungs-CD. Die nötigen Schritte erfordern fast kriminalistisches Gespür - von intuitiver Handhabung kann man hier nicht sprechen. Die Erstellung benötigt eine Installations-CD für Windows XP Service Pack 2 und eine aktuelle Version des Bart PE Builders. Auch die gut gemeinten Seiten im üppigen Handbuch helfen kaum weiter. Benutzer, die nur über eine Windows-XP-Recovery-Version verfügen, können die Rettungs-CD nicht erstellen.
Funktionen (20%): Note 1,5
Service/Support (15%): Note 3,5
Bedienung (10%): Note 2,5
Systemanforderungen (5%): Note 1,5
| Anbieter: | Kaspersky Lab |
|---|---|
| Weblink: | www.kaspersky.com/de |
| Preis: | 30 Euro |
| Betriebssysteme: | Windows 98 SE/ME, NT 4, 2000, XP |
| Plattenplatz: | ca. 25 MB |


