Kamerahandy

LG Electronics Renoir

Donnerstag, 05.02.2009 | 15:02 von Verena Ottmann
Der Maler Auguste Renoir hat LGs Fotohandy mit 8-Megapixelkamera seinen Namen gegeben. Ob die Kamera so kunstvoll arbeitet wie der Meister, verrät der Test.
Mit dem Renoir KC910 von LG kommt ein weiterer G1- und iPhone-Konkurrent auf den Markt. Das UMTS/HSDPA-Smartphone basiert auf einem LG-eigenen Betriebssystem, dessen Nutzeroberfläche sehr übersichtlich gegliedert ist. Das erleichtert die Bedienung per Touchdisplay, die dennoch kleinere Mängel hatte.

Handhabung: Das Tippen auf dem 3-Zoll-Touchdisplay funktionierte tadellos. Allerdings haperte es mit der Scrollfunktion. So können Sie bei mehrseitiger Anzeige nur eingeschränkt mit dem Finger scrollen - das Tippen auf die Scrollpfeile ist hier deutlich effektiver. Das Gerät selbst liegt gut in der Hand und wirkt durch die leicht geriffelte Rückenplatte sehr elegant.

Der 50 MB große interne Speicher lässt sich per Micro-SD(HC)-Karte erweitern, eine 4-GB-Karte liegt bei. Der Kartenslot sitzt an der Gehäuseseite und ist direkt zugänglich. Das lästige Öffnen des Geräts und Ausbauen des Akkus, das bei manchen Konkurrenzprodukten erforderlich ist, entfällt hier also.

Das LG-eigene Betriebssystem, das Windows Mobile ähnelt, ist übersichtlich aufgebaut und gut strukturiert. Die Verbindung zum PC erfolgt per USB oder der mitgelieferten Software LG PC Suite II, die auch die Synchronisation übernimmt. Die entsprechende Auswahl treffen Sie im Menü des Smartphones unter "Verbindungen, USB-Verbindung". Unpraktisch fanden wir den proprietären USB-Stecker am Gerät - Sie müssen also immer das mitgelieferte Kabel nutzen. Zudem mussten wir den USB-Treiber installieren, damit Windows das Smartphone überhaupt erkannte. Die Akkulaufzeit fiel mit knapp 3,5 Stunden recht mickrig aus.

Austattung: Dem Renoir KC910 liegt ein Stylus bei, der allerdings für den häufigen Gebrauch viel zu kurz ist. Außerdem lässt er sich nicht, wie es bei den meisten anderen Touch-Handys der Fall ist, im Gerät versenken, sondern ist mit einer dünnen Schnur am Gehäuseeck zu befestigen - nervig. Da nützt auch das edle Ledertetui nichts, das LG dem Stift spendiert. Ein Alleinstellungsmerkmal ist dafür die Unterstützung von Dolby Mobile, einer Technik, die Raumklang auf dem Handy realisieren soll. Im Test hörten wir tatsächlich einen kleinen Unterschied zur normalen Wiedergabe. Mit aktiviertem Dolby Mobile war der Klang etwas voller.

Das Smartphone ist mit den Google-Services Google Maps, Google Mail und der Google Suche versehen. Außerdem ist ein direkter Link zu YouTube und Blogger hinterlegt. Seine GPS-Daten bekommt das Smartphone über eine integrierte GPS-Antenne, die die GSM-Daten des Mobilfunknetzes auswertet (A-GPS, Assisted Global Positioning System). Damit kann das Renoir lediglich eine Ortung vornehmen und die Position via Google Maps darstellen. Navigieren ist nicht möglich.

Donnerstag, 05.02.2009 | 15:02 von Verena Ottmann
Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (0)
90138