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Sony DSC-W230

20.05.2009 | 13:35 Uhr |

Die Sony DSC-W230 mit Zeiss-Objektiv macht HD-Videos und lässt sich per Komponentenkabel am TV anschließen. Im Test erwies sich das jedoch nicht so einfach, wie es klingt.

Die Sony DSC-W230 besitzt mit ihrem Brennweitenbereich ab 30 Millimetern zwar kein "klassisches" Weitwinkelobjektiv. Dennoch lassen sich damit Landschaftsaufnahmen, Architekturfotos und andere Bilder, wo es auf einen weiten Bildausschnitt ankommt, gut realisieren.

Ausstattung: Das Sony-Modell macht Videos mit 1440 x 1080 Pixeln und 30 Bildern pro Sekunde. Möchten Sie Ihre HD-Werke (oder Ihre Fotos) an einem hochauflösenden Fernseher betrachten, müssen Sie sich für rund 40 Euro ein spezielles Komponentenkabel besorgen. Denn die DSC-W230 lässt sich nur über einen Sony-eigenen Universalanschluss verbinden, der ausschließlich mit den dazugehörigen Kabeln arbeitet.

Bildqualität: Die Auflösung der Sony DSC-W230 verlief bei kurzer Brennweite sehr gleichmäßig. Allerdings fiel der Messwert im Normalbereich zum Bildrand hin rapide ab und lag bei langer Brennweite deutlich unterhalb des Durchschnitts. Insgesamt ergab das einen nur ausreichenden mittleren Wirkungsgrad - was auch der zugeschaltete Bildstabilisator nicht ändern konnte. Die Eingangsdynamik der 12-Megapixel-Kamera war gut bis sehr gut. Das bedeutet, dass die W230 auch kontrastreichere Motive darstellen kann, ohne dass Lichter und Schatten absaufen. Andererseits war die Ausgangsdynamik nur befriedigend. Sie gibt Auskunft über die Anzahl der Helligkeitsstufen, die die Kamera vom hellsten bis zum dunkelsten Bildbereich produziert.

Problematisch fanden wir die Scharfzeichnung, die bei ISO 100 viel zu stark und dadurch für das deutliche Bildrauschen verantwortlich war. Ab ISO 200 hielt sie sich jedoch zurück, was sich auch positiv auf die Bildfehler auswirkte. Bei kurzer Brennweite stellten wir einen Helligkeitsabfall von 1,2 Blenden zum Bildrand hin fest - sehr viel.

Handhabung: Sony setzt bei der DSC-W230 auf das bewährte Menükonzept, das bereits von der PS3 und der PSP bekannt ist. Über den "Home"-Knopf rufen Sie das Hauptmenü auf und navigieren mit dem Bedienkreuz. Mit der "Menu"-Taste gelangen Sie zu allen Bildparametern, den Belichtungsmodus und die Motivprogramme bestimmen Sie über das Wählrad.

Fazit: Die Bildqualität der Sony DSC-W230 konnte uns nicht überzeugen. Vor allem die Auflösung war für eine 12-Megapixel-Kamera viel zu ungleichmäßig und insgesamt zu niedrig. Hinzu kommt die proprietäre Schnittstelle, die unnötig Kosten verursacht. Die Bedienung, die Arbeitsgeschwindigkeit und das Design gefiel uns dagegen gut.

Alternativen: Die Casio Exilim EX-Z300 kostet etwas weniger, schnitt aber in unseren Bildqualitätstests viel besser ab. Dafür arbeitet sie zwar "nur" mit 10 Megapixeln, was sich andererseits aber auch positiv auf das Rauschverhalten der Kamera auswirkt.

Varianten:
Sony DSC-W230 silberfarben
Sony DSC-W230 schwarz
Sony DSC-W230 blau
Sony DSC-W230 rot

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