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Litepanels MicroPro im Test

26.01.2010 | 15:39 Uhr |

Eine gute, gleichmäßige Beleuchtung ist für Foto- und Videoaufnahmen unterlässlich. Helle Standard-Lampen für den mobilen Einsatz benötigen aber viel Strom, den man in Form von schweren Akkus mit sich herumtragen muss. Eine Alternative ist die Litepanels MicroPro, da sie mit LEDs arbeitet. Wir haben uns die Leuchte näher angeschaut.

Litepanels MicroPro mit Filterfolien
Vergrößern Litepanels MicroPro mit Filterfolien
© 2014

Die Litepanels MicroPro ist eine Kameraleuchte, die auf LED-Technik setzt. Der Hauptvorteil von LEDs ist der geringe Stromverbrauch. Als Kameramann spart man sich damit den kiloschweren Akkugürtel. Auch die Lampe selbst wiegt ohne Batterien nur 300 Gramm. Positiv ist auch die quasi nicht vorhandene Hitzeentwicklung. In der Litepanels MicroPro sind 96 weiße LEDs verbaut, die 55 W Lichtleistung entsprechen sollen. Die rechteckigen Ausmaße (13,9 x 10,16 x 38,1 cm) sind für eine Aufsteck-Kameraleuchte etwas ungewöhnlich. Die Flächenleuchten-Bauweise hat jedoch den Verteil, einen breiteren Lichtkegel zu erzeugen.

Stromzufuhr und Laufzeit: Betrieben wird die Litepanels MicroPro entweder mit sechs Standard-Mignon-Batterien. Dann beträgt die Laufzeit aber nur rund eine Stunde. Mit Lithium-Mignon-Batterien verlängert sich die Laufzeit deutlich auf 5 bis 6 Stunden. Lithium-Mignon-Zellen sind jedoch wenig verbreitet und sehr teuer. Über verschiedene, einzeln erhältliche Adapterplatten lassen sich alternativ auch Camcorder-Akkus anstecken. Wir haben die LitePanels Pro mit dem Sony-Akku NP-F960 (Kapazität: 6500 mAh) getestet und kamen auf eine Laufzeit von rund 5 Stunden. Auch ein Netzteil-Anschluss ist vorhanden. Verwendet werden kann im Grunde jedes Universalnetzteil, das zwischen 5 und 16 Volt Gleichstrom liefert.

Halterung und Farbtemperatur: Die Blitzschuh-Halterung besitzt einen praktischen schwenkbaren Kugelkopf. Alternativ kann man die Halterung abnehmen und die Lampe mittels des 1/4-Zoll-Innengewindes auf ein Stativ schrauben.
Die Farbtemperatur der LEDs beträgt 5600 K (Tageslicht). Es liegen folgende drei Filterfolien bei: Full CTO (3200 K, Kunstlicht), 1/4 CTO (Convert to orange - 4800 K Warmlicht) sowie ein weißer Diffusor für weicheres Licht). Die Folien lassen sich ohne weitere Hilfsmittel vor die Frontscheibe einschieben. Die Lichtintensität lässt sich stufenlos über einen Dimmer regeln.

Praxistest: Insgesamt waren wir mit der Leistung der Litepanels MicroPro zufrieden. Insbesondere auf kurze Distanz bis zu 3 Metern konnte sie ihre ganzen Stärken ausspielen. Bei größeren Entfernungen kam es auf die Lichtempfindlichkeit der Kamera an, ob die Aufnahmen akzeptabel waren. Beim Dimmerrad fiel uns auf, dass es erst nach einer halben Umdrehung reagierte: Während der ersten halben Umdrehung blieb die Leuchte dunkel. Die Verarbeitung der Litepanels MicroPro ist zwar ordentlich, trotzdem sollte man die Lampe aufgrund des Kunststoffgehäuses nicht allzu ruppig behandeln.

Die Litepanels MicroPro eignet sich übrigens nicht nur für Video-, sondern auch für Fotoaufnahmen. Gegenüber einem Blitz hat sie gleich mehrere Vorteile: „Rote Augen“ werden komplett vermieden, die Ausleuchtung ist gleichmäßiger und die Kamera kann optimal auf die (dauerhafte) Lichtsituation eingestellt werden.

Preis: Die unverbindliche Preisempfehlung für die Litepanels MicroPro beträgt 499 Euro, der Straßenpreis liegt bei rund 455 Euro (Preisvergleich Litepanels MicroPro).

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