Kabellos-Maus für unterwegs

Roccat Pyra im Test

Mittwoch, 09.06.2010 | 14:30 von Benjamin Schischka
ROCCAT Pyra Gaming Mouse (ROC-11-300)
ROCCAT Pyra Gaming Mouse (ROC-11-300)
2 Angebote ab 41,99€ Preisentwicklung zum Produkt
Auf der Verpackung prangt das japanische Schriftzeichen für Himmel. Unser Test klärt, ob die Pyra vielleicht dank der versprochenen Weltneuheit wirklich so himmlisch ist.
Roccat Pyra Wireless
Vergrößern Roccat Pyra Wireless
© 2014

Im Lieferumfang der Roccat Pyra Wireless sind ein USB-Sender, zwei AAA-Akkus und ein 1,5m-Mini-USB-Kabel zum Laden der Akkus enthalten. Außerdem an Bord: Eine Tasche für den Transport, eine Treiber-Mini-CD und eine Schnellanleitung in gedruckter Form. Vorweg: Die Pyra gibt es auch in einer kabelgebundenen Version – logischerweise ohne Akkus, Sender und Ladekabel im Lieferumfang.

Ausstattung: Die Roccat Pyra Wireless verfügt vorne über eine Mini-USB-Schnittstelle zum Laden der Akkus. Neben rechter und linker Maustaste ist sie mit einem Mausrad und links und rechts je einer seitlichen Taste ausgestattet. Dreht man den Nager auf den Rücken, kommen auf der blau leuchtenden Unterseite ein mechanischer Aus- und An-Schalter zum Schonen der Akkus und ein Steckplatz für den USB-Sender zum Vorschein. Die Kabel-Variante kommt ohne USB-Schnittstelle, Schalter und Sender-Platz aus.

Im Praxis-Test erweist sich die Pyra dank der geringen Größe, Kabel-Freiheit und Tasche als gut geeigneter mobiler Begleiter. Große Hände werden zumindest im Desktop-Betrieb aber größeren Mäusen den Vorzug geben. Gewicht und Tastendruckpunkt stimmen – auch wenn letzterer schon fast etwas zu leicht ist. Die Pyra gleitet mit bis zu 1600 dpi flott übers Mauspad. Auf reflektierenden Oberflächen versagt sie jedoch. Gut: Die Wireless-Pyra kann auch während des Ladens per USB-Stecker genutzt werden. Linkshänder freuen sich über einen Modus, der die Tastenbelegung spiegelt. Aufgrund der gleichförmigen Bauweise wird die Pyra so zur vollwertigen Linkshänder-Maus. Gut gefallen hat uns die von Roccat versprochene Weltneuheit Easy Shift: Wenn Sie die linke Seitentaste gedrückt halten und gleichzeitig das Mausrad bewegen, drehen Sie an der Lautstärke des Media Players. Im Treiber lässt sich Easy Shift bei gedrückter linker Taste in Kombination mit den anderen Tasten für eine Vielzahl von Möglichkeiten einsetzen – rein rechnerisch verdoppelt sich damit fast die Anzahl der Tasten.

Easy Shift oder nicht - ihre Stärken spielt die Roccat Pyra erst mit der deutschsprachigen Treiber-Software aus. Dort weisen Sie einzelnen Maustasten bestimmte Aktionen zu, Makros genannt. So soll das Drücken der rechten Seiten-Taste etwa Firefox öffnen oder eine Photoshop-Aktion durchführen. Dass die Pyra in erster Linie für Spieler konzipiert ist, merkt man spätestens an den zahlreichen vordefinierten Aktionen à la "Held trinkt Heiltrank". Diese Makros sind für viele aktuelle Spiele wie World of Warcraft, Dragon Age: Origins oder Crysis verfügbar. Wem die vorgegebenen Möglichkeiten nicht genug sind, darf eigene Befehlsketten aufnehmen und dann auf Tastendruck abspielen.

Fazit: Die Roccat Pyra leistet sich kaum Schwächen und ist für Rechts- und Linkshänder gleichermaßen geeignet. Die Treiber-Software ist üppig und die Easy-Shift-Funktion hat im Test gut gefallen, mit 59,99 Euro ist die Pyra Wireless aber kein Schnäppchen. Die Kabel-Variante ist mit 39,99 Euro deutlich günstiger. Alternativ: Wem das Design sehr wichtig ist, schaut sich die Roccat Kova an, wer große Hände hat, wirft einen Blick auf die Kudos Gaming Mouse .

Mittwoch, 09.06.2010 | 14:30 von Benjamin Schischka
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