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Apple iPod Nano (5. Generation, 16 GB) im Test

14.09.2009 | 15:41 Uhr |

Der neue iPod Nano hat mehrere neue Funktionen wie Radio und Videokamera. Wie er sich sonst so macht, erfahren Sie in diesem ausführlichen Tesbericht.

Apple iPod Nano: inklusive Videokamera
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© 2014

Am 9.9.2009 wurde der iPod Nano in seiner mittlerweile fünften überarbeiteten Version vorgestellt - auf einer Apple-Präsentation, bei der Firmenlenker Steve Jobs nach krankheitsbedingter Pause wieder mit von der Partie war.

Apple iPod Nano: mit eingebautem Radioteil
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Videokamera: Die große Neuerung beim iPod Nano der 5. Generation ist ganz klar seine Videokamera. Sie wird über das Hauptmenü aktiviert. Der Nano sollte zur Aufnahme quer gehalten werden - das ist die beste Möglichkeit sicherzustellen, dass Sie beim Filmen nicht versehentlich Finger vor die kleine Linse bekommen. Ein Mikrofon ist ebenfalls enthalten. Ausgelesen und auf den PC übertragen werden die Videos - ganz untypisch für die iPods von Apple, bei denen normalerweise ohne iTunes gar nichts geht - im Explorer per Drag & Drop. Der Ordner lautet dort "DCIM\000APPLE". Die Auflösung beträgt 640 x 480 Pixel, die Bildrate bis zu 30 Bilder/s. Die Bildqualität war bei Sonnenschein sehr gut - Auflösung und Schärfe sind recht gut, Farben sehen gelegentlich etwas blass aus. Bei bedecktem Himmel oder noch weniger günstigen Lichtverhältnissen leidet die Videoqualität - dann trüben blasse Farben und starkes Bildrauschen den Videospaß. Somit ist der iPod Nano zwar ideal zum Filmen von Strandparties, aber weniger fürs Candlelight Dinner geeignet. Fotos können Sie mit dem iPod Nano nicht aufnehmen.

Gut gefallen hat uns, dass der Player - je nachdem, wie Sie den iPod halten - im Hochkant- oder Querformat aufnimmt. So sparen Sie sich das Drehen der Videos hinterher per Software. Und besonders witzig sind die Effekte, die Sie vor der Aufnahme zuschalten können. Dafür drücken Sie die mittlere Taste im Click-Wheel für eine Sekunde. Dann stehen die Effekte Sepia (Antik-Look), Röntgen, Schwarzweiß, Filmkörnung (fügt Störungen, Staub und Kratzer hinzu - wie bei einem alten Schwarzweißfilm), Überwachungskamera, Kaleido, Wölbung, Spiegel, Bewegungsunschärfe, Beule, Lichttunnel, Wirbeln und Dehnen.

Apple iPod Nano: mit Diktiergerätfunktion
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Radio: Über das Hauptmenü des iPod Nano (5. Generation) können Sie auch das Extra "Radio" einschalten. Besonderheiten sind Sendersuchlauf und die so genannte "Live-Pause" - drücken Sie auf die Play/Pause-Taste, wird die Radiowiedergabe zwar gestoppt, aber auch aufgenommen. Sie können die Radiosendung später weiterhören. Im Übrigen lässt sich das bisher gehörte Programm auch "zurückspulen", jedoch nicht auf den PC herunterladen. Die RDS-Informationen des Senders, also etwa Sendername, Titelname und Interpret werden im Display des Apple iPod Nano angezeigt.

Diktiergerät: Beim iPod Nano (5. Generation) heißt das Diktiergerät im Extras-Menü "Sprachmemos". Aufgenommen wird dort über das kleine Mikrofon neben der Videokameralinse an der Rückseite des Geräts. Es ist sehr empfindlich und nimmt auch leise Geräusche (etwa das Surren der Festplatten im Büro) auf. Auch was Rauschen war sehr leise.

Handhabung: Auch in der 5. Generation des iPod Nano von Apple kommt das so genannte Click-Wheel für die Menü- und Lautstärkesteuerung zum Einsatz. Es ermöglicht die Bedienung des Multimedia-Players mit einer Hand. Zusammen mit den Menüs ist der iPod Nano (5. Generation) sehr intuitiv zu bedienen. Das 2,2 Zoll große TFT-Display (240 x 376 Pixel Auflösung) war sehr lichtstark und kontrastreich.
Sehr schnell ist der iPod Nano (5. Generation), was die Datenübertragungsrate angeht. Musik, Videos und Bilder speicherten wir mit einem Tempo von 10,6 MB/s auf den Player - sehr flott! Auch die Akkulaufzeit konnte erfreuen und betrug im Test gut 20 Stunden.

Audioqualität & Klang: Der Klirrfaktor des neuen iPod Nano von Apple ist mit 0,041 Prozent nicht sehr niedrig, der Wert liegt jedoch noch weit unterhalb der Hörschwelle - wir konnten auch keinerlei Verzerrungen in der Wiedergabe bemerken. Sehr gering und ebenfalls nicht hörbar sind die Frequenzgangabweichungen im Hi-Fi-Modus, also wenn der iPod sein analoges Musiksignal beispielsweise an eine Steroanlage schickt - im Bassbereich lag sie bei 0,7, im Hochtonbereich bei 1,0 dB. Sensationell niedrig ist die Abweichung im Ohrhörer-Betrieb, wenn der kleine Verstärker des iPods gefordert ist. Im Bassbereich blieb die Abschwächung unter 2 dB und war so nicht zu bemerken. Die Ohrhörer klangen sehr gut.

Ausstattung: Ein Netzteil liefert Apple nicht mit. In der Plexiglasverpackung sind nur der iPod Nano (5. Generation) selbst sowie ein Paar Ohrhörer und ein USB-Datenkabel sowie eine kurze Bedienungsanleitung enthalten. Ein ausführliches Handbuch gibt es nur Online. Software-seitig stehen zu den oben genannten Extras Wecker, Kalender, Weltuhr, Adressbuch, Fitness (samt Pedometer-Funktion), Spiele, Notizen und Stoppuhr zur Verfügung. Als weitere Besonderheit lassen sich die Menüs von einer Computerstimme vorlesen. Auch die Schüttelfunktion, die zufällig einen neuen Titel aussucht, ist wieder mit von der Partie.

Fazit: Die neuen Extras des iPod Nano wie Videokamera, Radio und Diktiergerät sind sehr gut gelungen. Auch die Klangqualität ließ keine Wünsche offen. Zusammen mit den bisherigen Extras und der vorbildlichen Handhabung ist Apples meistverkaufter Musikant jetzt durchweg empfehlenswert!

Alternativen: Noch viel kleiner und handlicher, aber ohne Display kommt Apples iPod Shuffle daher - erhältliche Speicherkapazitäten sind 2 und 4 GB. Ein deutlich größeres Display als der iPod Nano - und nun seit neuestem wieder mit bis zu 160 GB Speicher erhältlich - hat der iPod Classic auf. Auch der Apple iPod Touch hat kürzlich mehr Speicher spendiert bekommen und bietet nun bis zu 64 GB Platz für Musik, Videos, Bilder und speziellen Applikationen.

Varianten:
iPod Nano (5. Generation, 8 GB)
iPod Nano (5. Generation, 16 GB)

Erhältliche Farben: Silber, Anthrazit, Dunkelblau, Hellblau, Grün, Gelb, Orange, Rot und Pink

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