Java-Programmierung

XDEV setzt wenig Java-Kenntnisse voraus

Montag den 04.08.2008 um 10:01 Uhr

von Gerald Kammerer

Xdev
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Für das schnelle Entwicklung von Java-Programmen hat sich die Entwicklungsumgebung XDEV des gleichnamiger Herstellers etabliert. Die COMPUTERWOCHE hat die aktuelle Version 2.4 unter die Lupe genommen.
'Rapid Application Development' (RAD) nennt sich in der Software-Welt die schnelle Entwicklung von Anwendungen mithilfe entsprechender Tools. Fällt die Wahl auf Java als Programmiersprache, ist der kalifornische Hersteller XDEV Software Corp . mit seiner gleichnamigen Entwicklungsumgebung eine gesetzte Größe. Die Software wird für das schnelle und einfache Erstellen von Datenbankanwendungen eingesetzt und ist anderen Werkzeugen und Umgebungen in diesem Bereich wie Oracle Forms , Powerbuilder , Delphi oder Visual Basic in der Arbeitsweise nicht unähnlich. Die mit XDEV programmierten Anwendungen sind vielseitig einsetzbar, denn sie sind datenbankunabhängig und laufen auf allen wichtigen Betriebssystemen. Das Tool soll vor allem IT-Profis ansprechen, die gar keine oder nur sehr geringe Java-Vorkenntnisse besitzen.

Die von der COMPUTERWOCHE getestete Version hat dem letzten Release 2.3 einiges voraus: Außer den obligatorischen Bugfixes und der verbesserten Stabilität ist viel in Sachen Bedienbarkeit geschehen. Das Tool wirkt reifer und es wurden viele zusätzliche Komponenten für die Entwicklung grafischer Oberflächen integriert. Zudem gibt es neue Layout-Manager für die Realisierung skalierbarer Fenster und Dialoge und Werkzeuge zur Visualisierung dynamischer Daten.

Das DataGrid hat es in sich

Als überaus nützlich erweist sich eine neue DataGrid-Komponente. Über sie können Datenbanken abgefragt sowie Datensätze gefiltert, limitiert und als Tabelle ausgegeben werden. Daten lassen auch in verschiedenen Tabellen über dasselbe Grid editieren. Das trägt viel zum Komfort bei, denn der Programmierer braucht hiermit keinen neuen Code für die Entwicklung der gesamten Funktionalität schreiben. Das umfasst Abfragen von Datenbanken über mehrere Tabellen, Filtern der Daten oder das dynamische Nachladen von Datensätzen. Hier reicht einfach die Verknüpfung des DataGrid mit einer führenden Datenbanktabelle im GUI-Builder. Die Relationen zwischen den Tabellen müssen nur einmal in einem ER-Diagramm hinterlegt werden. Das passiert mithilfe eines speziellen Editors, über den sich auch Relationen aus der Datenbank auslesen lassen. Das ist praktisch, auch wenn nicht jede Datenbank das Hinterlegen von Relationen unterstützt.

Auf Basis der so hinterlegten Relationen nimmt das DataGrid alle notwendigen Abfragen auf den entsprechenden Tabellen vor, führt sie zusammen und stellt sie dar. Die Menge der abgefragten Daten ist dabei eingeschränkt auf das, was im DataGrid angezeigt werden kann. Nachgeladen wird erst, wenn man in der Tabelle weiterscrollt. In den Kopf der Tabelle lässt sich ein Suchfeld integrieren, in dem zur Laufzeit Suchbegriffe für alle Datenfelder eingegeben werden können. Die Abfrage und Ausgabe der Suchergebnisse beginnt bereits beim Eingeben des Suchbegriffs und wird mit jedem neuen Buchstaben verfeinert.

Montag den 04.08.2008 um 10:01 Uhr

von Gerald Kammerer

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