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JVC GZ-MC 500

14.09.2005 | 11:15 Uhr |

Videos und hochauflösende Fotos speichert der JVC GZ-MC 500 auf zwei Speicherkarten, Band oder DVD macht der winzige Camcorder überflüssig.

Note 2,3 (gut)
Preis ca. 1200 Euro
Plus Bildqualität, Kombigerät, Software
Minus Teure Speichermedien bei Video-Einsatz, Pausen bei Videowiedergabe

Das dritte Modell der Everio-Serie erscheint pünktlich zur Ferienzeit. Der Camcorder ist kompakter geworden, die verwendeten Materialien erscheinen wertiger. Drei Aufnahmechips (Charge Coupled Device, CCD) versprechen eine hohe Bildqualität. Jedes CCD bringt rund 1,3 Millionen Bildpunkte, was bei der Foto-Aufnahme zusammen fünf Megapixel (2560 x 1920 Pixel) ergibt.

AUSSTATTUNG : Aufnahmen speichert der Everio auf Compact-Flash-Medien oder SDCards. JVC spendiert dem Camcorder ein 4 GB großes Microdrive. Der Einzelpreis für diese Mini-Festplatte im Compact-Flash-Format liegt bei rund 180 Euro. Zur optimalen Arbeitsteilung empfehlen wir das Microdrive für Video-Aufnahmen, die SD-Card können Sie mit Fotografien vollknipsen. Fotografen freuen sich garantiert über den ausklappbaren Blitz, die Serienbildfunktion und die Belichtungsreihen. Aufnahmen gibt der Mini über eine analoge (S-)Video-Buchse aus. Bereits im Camcorder lassen sich Abspiellisten für Videoszenen erstellen, unerwünschte Aufnahmen fallen anschließend bei der Wiedergabe weg. Allerdings stören uns beim Abspielen kurze Pausen zwischen den Szenen. Abhilfe schafft erst das Erstellen eines Films am PC.

BEDIENUNG : Durch das deutsche Menü steuern Sie mittels Fünf-Wege-Joystick direkt neben dem 1,8-Zoll-Display. Der Sucher scheint hingegen der Miniaturisierung zum Opfer gefallen zu sein. Das Display zeigt aber selbst bei Sonnenschein ein klares Bild. Die Bedieneinheit können Sie um 90 Grad gegen das Objektiv drehen.
Die zahlreichen manuellen Funktionen wie Weißabgleich oder Verschlusszeit sind für ambitionierte Filmer ein Muss. Im Vergleich zu den Vorgängermodellen können Sie beim JVC GZ-MC 500 die Schärfe mittels Fokusring am Objektiv manuell justieren. Der Akku hält rund 75 Minuten durch.

BILD- UND TONQUALITÄT : Video-Aufnahmen komprimiert der Everio mittels MPEG-2-Technik, Bilder landen im JPG-Format auf der Speicherkarte. Die Fotos sind gut belichtet und rauscharm, das letzte Quäntchen Schärfe fehlt allerdings. Auch bei der Video-Aufnahme agiert der Autofokus stellenweise unsicher, ansonsten finden wir hier wenig zu meckern. Die Farbwiedergabe ist kräftig, wie es sich für ein Gerät mit drei CCDs gehört. In bester Qualität (sehr fein) fasst das 4-GB-Microdrive eine Stunde Film. Einen Unterschied zum Feinmodus (90 Minuten) können wir kaum ausmachen. Bei normaler Bildqualität (120 Minuten) nehmen die Artefakte zu, im Sparmodus (300 Minuten) führt die halbierte PAL-Auflösung zu Unschärfe. Da der Everio ohne mechanisches Band- oder DVD-Laufwerk arbeitet, entfallen die Laufwerksgeräusche. Die Tonqualität verpasst knapp ein Gut, da es dem Sound an Druck fehlt. Ein Mikrofonanschluss ist ebenso wenig vorgesehen wie ein Fotoschuh.

FAZIT : Der JVC eignet sich gleichermaßen für den Video- und Foto-Einsatz. Der Haken des GZ-MC 500: Die Speicherkarte läuft beim Video-Einsatz schnell voll - und Ersatzmedien sind teuer.

TABELLE:

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