JVC GR-D23
JVC GR-D23
Die kleine JVC gehört ebenfalls einer großen Familie an. Die drei teureren Geschwister offerieren bessere Foto-Auflösung, Video-Eingänge und Bonus-Features wie den Webcam-Einsatz oder eine Fernbedienung. Wer klein anfangen will, ohne Kompromisse in der Bildqualität einzugehen, liegt mit der JVC GRD23 für 530 Euro genau richtig.
AUSSTATTUNG: Video- und Firewire-Ausgang sind vorhanden, Kopfhörer- und Mikrofonbuchse fehlen. Mit 16facher Vergrößerung bietet die JVC zwar einen eher kleinen Zoombereich in dieser Klasse, ist aber ausreichend für den Hausgebrauch. Dafür entschädigt ein digitales Weitwinkel, das Pixel vom Bildstabilisator entwendet und damit in Innenaufnahmen Übersicht schafft. Das neu entwickelte 2,5-Zoll-Display zeigt durch Doppelbeschichtung sattes Schwarz - doch nicht viel heller als die Konkurrenz ohne dieses Feature. An der Front bringen zwei weiße LEDs nachts Licht ins Dunkel, mehr als zwei Meter reichen sie jedoch nicht.
BEDIENUNG: Die meisten ihrer Bedienelemente versteckt die kleine JVC hinter dem Display, allein Auslöser, Zoomhebel und Menürad sind direkt erreichbar. Ihre Einblendungen gewinnen keinen Schönheitspreis, es fehlt am sekundengenauen Timecode während der Aufnahme und an einer übersichtlichen Menügestaltung. Dafür locken versteckte Qualitäten: Echtes Auf- und Abblenden gelingt nach Deaktivierung des Menüeintrags "AGC", zudem ist Blendenarretierung möglich. Der manuelle Verschluss erlaubt nur die Werte 1/50 und 1/120 - sie sind nötig zum Abfilmen von Fernsehern und Monitoren, wenn keine horizontalen Wanderstreifen entstehen sollen. Einen Weißabgleich von Hand bietet das Menü ebenfalls an. Positiv überrascht die Akkulaufzeit: Knapp 90 Minuten sind ein guter Wert.
BILD- UND TONQUALITÄT: Angenehme Farben und ein guter Mittelweg zwischen echter Schärfe und Schärfe vortäuschender Kantenaufsteilung zeichnen die GR-D23 aus und bringen den Bildsieg in der Einsteigerklasse. Trotz schwachem Licht gelingen authentische Aufnahmen, den späten Sonnenuntergang verunstaltet nur geringes Rauschen. Verantwortlich dafür ist der reduzierte Shutter, der bei Bewegung im Bild zu Nachzieheffekten führt. Der Bildstabilisator packt kräftig zu - schön im hohen Zoombereich, weniger angenehm bei Schwenks, die zu Beginn ruckeln. Im Ton findet sich dezentes Grundrauschen und hochfrequentes Laufwerkssurren - nicht wirklich störend, schade nur, dass kein Mikro-Eingang vorhanden ist.
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