Intel Core i7-3770K: Energieeffizienz und Fazit

Montag den 23.04.2012 um 17:59 Uhr

von Michael Schmelzle

Ivy Bridge: Intels dritte Core-Generation
Vergrößern Ivy Bridge: Intels dritte Core-Generation
© Intel / Intel

Energieeffizienz um 26 Prozent verbessert

Das Testsystem des Intel Core i7-3770K hat bei aktiviertem Stromsparmodus im Leerlauf eine Leistungsaufnahme von 83 Watt - genauso viel Strom zieht auch die Plattform des Vorgängermodells 2700K aus dem Netzteil. Für die verbauten Komponenten ist das per se ein vergleichsweise niedriger Stromverbrauch.

Bei voller Auslastung aller CPU-Kerne steigt die Leistungsaufnahme der 3770K-Testplattform auf ebenfalls moderate 139 Watt - das sind 12 Watt (8 Prozent) weniger als der direkte Sandy-Bridge-Vorgänger 2700K. Zum Vergleich: Das Intel-Spitzenmodell Core i7-3960X ist deutlich stromhungriger und verbraucht in seiner Testplattform 214 Watt. Noch schlechter sieht es bei der Testplattform mit dem AMD-Prozessor FX-8150 aus, die bis zu 238 Watt aus dem Netzteil saugt.

Intel Ivy Bridge im Überblick
Vergrößern Intel Ivy Bridge im Überblick

Der Systemverbrauch eines Prozessors erlaubt noch keine Rückschlüsse darüber, wie viel Rechenleistung die CPU aus der verbrauchten Energie herausholt. Darüber Auskunft gibt die Energieeffizienz, die sich aus folgende Formel herleitet: Rechenleistung unter Vollauslastung aller Kerne geteilt durch den Bruttostromverbrauch der Testplattform. Bei der Energieeffizienz stellt der Intel Core i7-3770K mit 162 Punkten pro Watt einen neuen Bestwert auf. Der 2700K-Vorgänger muss sich hier ebenfalls mit einem Wert von 131 Punkten pro Watt geschlagen geben. Damit rechnet der Ivy-Bridge-Prozessor fast 24 Prozent energieeffizienter als sein direkter Sandy-Bridge-Vorgänger.

Test-Fazit

Im direkten Vergleich rechnet Intels dritte Core-Generation "Ivy Bridge" - vertreten durch das Spitzenmodell Intel Core i7-3770K - durchschnittlich 8 Prozent schneller als die Vorgänger-Generation "Sandy Bridge". In der Spitze kann sich Ivy Bridge mit einem Tempoplus von bis zu 19 Prozent absetzen. Zudem zeichnet sich der Intel Core i7-3770K durch eine reduzierte Leistungsaufnahme aus, die unter Last bei rund 8 Prozent liegt. Aus beiden Ergebnissen resultiert eine deutlich verbesserte Energieeffizienz, die unter Vollast fast 24 Prozent beträgt. 

Unterstützung für die Ivy-Bridge-Grafik bei
Multimedia-Software
Vergrößern Unterstützung für die Ivy-Bridge-Grafik bei Multimedia-Software
© Intel / Intel

Ebenfalls beachtlich ist der Leistungszuwachs des integrierten Grafikerns Intel HD Graphics 4000, der im Vergleich zur Vorgängerversion Intel HD Graphics 3000 zwischen 50 und 100 Prozent beträgt. Damit ist die Grafiklogik von Intel erstmals konkurrenzfähig gegenüber der integrierten Grafiklösung AMD HD 6550D, die in den Fusion-Prozessoren der AMD A8-Serie zum Einsatz kommen. Das gilt nicht nur für die 3D-Leistung, sondern auch die Multimedia-Unterstützung von Drittherstellern, beispielsweise für Transcodierungs-Programme und 3D-Unterstützung. 

Kaufempfehlung: Ein CPU-Upgrade von der zweiten auf die dritte Core-Generation macht nur dann Sinn, wenn Sie gleichzeitig auch bei der Taktfrequenz einen spürbaren Sprung machen - und den Zuwachs an Rechenleistung dann auch ausnutzen. Besitzen Sie hingegen einen Prozessor der ersten Core-Generation oder wollen Ihre stromhungrige AMD-Plattform aufs Altenteil schicken, holen Sie sich mit einem Ivy-Bridge-Prozessor die derzeit energieeffizienste Desktop-CPU in den Rechner. Es muss ja nicht gleich das Spitzenmodell sein. Der Intel Core i7-3450 ist mit Taktraten von bis zu 3,5 GHz auch schon ganz schön flott unterwegs und kosten mit knapp 170 Euro nur die Hälfte.

Montag den 23.04.2012 um 17:59 Uhr

von Michael Schmelzle

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (10)
  • Azogothl 12:11 | 14.05.2013

    Einfach realistisch

    Fakt ist das Intel AMD bei der Leistung ca 30% voraus ist bei Vergleichbaren Modellen von beiden Herstellern, Fakt ist aber das Intel sich diese 30% vergolden läßt, nicht zu vergessen ist das man die 30% Mehrleistung im Spitzensegment aus Usersicht meist gar nicht braucht, bei wievielen Anwendungen fadisieren sich schon 3 von 4 Kernen und wie oft ist die Auslastung der Prozessorkerne unter 25%.
    Wenn man sich die Berichte über die derzeit gängigen CPU`s ansieht käme man selbst bei Gamingsystemen auch mit einem Core I3 zurecht, 8GB Ram reichen ebenfalls dicke und bei der Grafik könnte man getrost in den gehobenen Mittelklassekarten wildern, alles darüber ist Luxus und Comfort.
    Im Prinzip hat AMD den Vorteil das ich bei geringerem Budget einen Leistungsstärkeren Prozessor nehmen kann, im Vergleich zu dem Prozessor den ich von Intel hätte nehmen können bin ich dann vermutlich auch Leistungstechnisch auf der Gewinnerstraße.
    Ich denke es bleibt Geschmackssache, wenn man sich den Intelprozessor nimmt hat man vermutlich ein paar Monate später wieder Bedarf an einem Update, dafür zahlt man dann eben etwas mehr.
    Und die User die die Power im Highendsegment nutzen können für Videoschnitt etc. die Interessiert dann der Preis meist auch nur am Rande wenn sie beim Videorendering ein paar Stunden einsparen^^

    Antwort schreiben
  • A_A 21:53 | 24.04.2012

    Ich bin dafür, die Diskussion wieder zu versachlichen.

    Fakt ist, dass Intel immer eine Fertigungs-Generation voraus ist - das ist ein riesiger Vorteil. AMD hat es genau einmal geschafft, das durch eine überlegene Architektur (die im übrigen ein Zukauf war) zu kompensieren - und das auch nur, weil Intel zu diesem Zeitpunkt mit Netburst von 10 GHz geträumt hat.

    Antwort schreiben
  • chipchap 19:03 | 24.04.2012

    Zitat: Mandulis
    wenn ich hier sowas schon lese!! :aua:

    Mehr gibt es da wohl nicht zu sagen.

    Antwort schreiben
  • Mandulis 16:07 | 24.04.2012

    wenn ich hier sowas schon lese!! :aua: intel mag zwar das geld haben um sich gut zu positionieren, aber AMD ist immer noch näher am einfachen mann dran als intel es jemals war! die preise für neue cpus sind doch der wahnsinn :spinner: ein gutes verhältnis zwischen preis und leistung sollte der ansporn sein! nicht jeder kann so viel ocken für nen ollen prozessor raushauen!

    Antwort schreiben
  • deoroller 15:21 | 24.04.2012

    Und wer soll die Forschungsgelder bezahlen? Der Staat oder die Araber?
    Du kannst ja auch gerne freiwillig doppelt so viel für deine AMD-CPU bezahlen.

    Antwort schreiben
1443934