09.12.2011, 12:11

Eugen Schmitz / cs

Navis im Vergleich

Internetsuche, Beste Führung und Fazit

Internetsuche über die Freisprecheinrichtung

Um Orte zu finden, deren Namen mit der Buchstabenfolge OE beginnt, etwa Oelde in Ostwestfalen, muss man im Tomtom Go 1005 Live OEE eintippen. OE wird als Ö übernommen und führt dann nicht zum gewünschten Ergebnis. Das Tomtom-Navi schlug aber als einziges Gerät im Testfeld auch bei Tippfehlern sinnvolle Adressen vor. Besonders schnell setzten die Navis von Becker und Navigon Eingaben um. Die Geräte von Apollo Bell und Mio reagierten spürbar langsamer.
Außer durch direkte Adresseingabe und der Auswahl von POIs (Points of Interest = interessante Punkte) lässt sich bei den Modellen von Mio, Navgear, Navigon und Tomtom auch per Google nach Adressen suchen. Die Navis von Navigon und Tomtom nutzen dazu eingebaute Telefonmodule. Die Modelle von Mio und Navgear gehen mit den Handys ins Internet, die über die Bluetooth-Freisprechfunktion angekoppelt waren.
Das Mio Spirit 687 und das Navigon 70 Premium Live ließen sich bei der Routenberechnung etwas länger Zeit, präsentierten aber unterschiedliche Strecken zur Auswahl. Die Geräte von Becker und Tomtom ermittelten Alternativrouten auf Knopfdruck. Die anderen Modelle mussten mit veränderten Einstellungen neu rechnen.

Beste Führung durch Live-Stauwarndienst

Die – theoretisch – genauesten Strecken und Fahrzeiten berechneten die Navis von Becker, Mio und Tomtom. Das Garmin-Gerät schätzte die Fahrtzeiten vorab meist zu optimistisch und besserte unterwegs nach. Im Berufsverkehr oder mit Staus auf der Strecke ermittelten die Geräte von Navigon und Tomtom teilweise deutlich bessere Routen als die Konkurrenz, da sie laufend Verkehrsfluß-Infos per Anruf aktualisierten. Mit der Vorwahl „Weniger Kraftstoff“ folgte das Garmin nüvi 2460 LMT gelegentlich zeitaufwendigen Routen über Landstraßen, auch wenn direkt daneben eine Autobahn verlief.
Die beiden Modelle von A-Rival waren bei Abweichungen von der geplanten Route hoffnungslos überfordert. Die Ausweichrouten waren oft umständlich und zu lang. Das NAV-PNC70 stürzte während des Tests in solchen Situationen mehrfach ab. Die Führung durch Anzeige und Sprache war bei den Modellen von Becker und Navigon besonders gut gelungen. Ganz knapp dahinter folgten die Navis von Garmin und Tomtom.

Fazit: Die Sieger im PC-WELT-Vergleichstest

Das Tomtom Go 1005 Live rechnete schnell, führte sicher und fand auch bei Staus den besten Weg. Top-Verarbeitung und technische Finessen gibt es aber nicht zum Spartarif: Der Testsieger kostet stolze 349 Euro. Der Preis-Leistungs-Sieger Navgear GTX-60-3D von Pearl ist mit 180 Euro nur für knapp die Hälfte zu haben. Er führte genauso sicher zum Ziel wie der Testsieger – auch wenn die Fahrt bei hohem Verkehrsaufkommen etwas länger dauern konnte.
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