Komplett aktualisiert hat die PC-WELT die Prozessor-Benchmarks, die die 3D-Spiele-Leistung durchleuchten – alle Tests basieren jetzt auf DirectX-10-Titeln. Das weltweit erste Spiel, das die Rechenleistung von mehr als zwei Prozessorkernen tatsächlich ausnutzt, ist der Ego-Shooter
Crysis (
Download der Singleplayer-Demo von Crysis mit integriertem Benchmark) des deutschen Entwicklers
Crytek.
Crysis basiert auf der Spiele-Engine Cryengine 2, die beispielsweise in der Lage ist, Partikeleffekte, die künstliche Intelligenz von Spielfiguren sowie die Simulation von physikalisch korrektem Verhalten von 3D-Objekten in parallele Rechenprozesse aufzuteilen. Um den Einfluss der Grafikkarte auf die Bildwiederholfrequenz zu minimieren, erfolgt die Messung bei einer Auflösung von lediglich 800 x 600 Bildpunkten, deaktiviertem Anti-Aliasing und der niedrigsten Bildqualitätsoption „Low“ mittels des integrierten Benchmarks.
| Crysis (Bilder pro Sekunde) |
| Prozessor |
min. Bildrate |
mittlere Bildrate |
max. Bildrate |
| AMD Phenom X4 9600 |
7 |
20 |
31 |
| Intel Core 2 Extreme QX9770 |
10 |
21 |
31 |
| 2x Intel Core 2 Extreme QX9775 |
9 |
17 |
29 |
Fazit: Der Doppel-Vierkerner in der Skulltrail-Plattform bremst die Spieleleistung unter Crysis. Das mag an der Einzelkarte mit Geforce 8800 GTS liegen, die nicht genug Daten mit den Prozessoren austauschen muss, um diese auch nur annähernd auszulasten. Ob dies auch für den Quad-SLI-Verbund der Höllenmaschine 3 gilt, untersuchen wir selbstredend, sobald der Super-PC fertig ist.
3DMark 06
Zusätzlich kontrollieren wir mit dem CPU-Test des synthetischen Benchmarks
3DMark 06 Version 1.1.0 (Download) von
Futuremark, wie schnell der Prozessor beispielsweise die Wegfindung der künstlichen Intelligenz berechnet und physikalische Effekte korrekt simuliert. Sowohl die Wegfindung als auch Teile der Physikberechnung lassen sich in mehrere Aufgaben unterteilen, so dass alle vorhandenen Rechenkerne beschäftigt sind. Zur Übersicht haben wir alle Ergebnisse des 3DMarks aufgelistet, aussagekräftig ist allerdings nur die letzte Spalte mit dem CPU-Test.
| 3DMark 06 (Punkte) |
| Prozessor |
Overall |
Direct3D SM 2.0 |
Direct3D SM 3.0 |
CPU |
| AMD Phenom X4 9600 |
9110 |
3766 |
3680 |
3254 |
| Intel Core 2 Extreme QX9770 |
9792 |
3828 |
3715 |
5008 |
| 2x Intel Core 2 Extreme QX9775 |
9974 |
3824 |
3686 |
6175 |
Fazit: Selbst der 3D-Mark - der ja zukünftige Spiele-Engines simulieren will - scheint bei acht nutzbaren Prozessorkernen an seine Grenzen zu stoßen. Während wir beim Vergleich von Zwei- und Vierkern-Prozessoren Leistungszuwächse von bis zu 80 Prozent ermittelt haben, verpufft die Rechenkraft der zusätzlichen Quad-Core-CPU nahezu ungenutzt: Gerade einmal 23 Prozent schneller waren die beiden Core 2 Extreme QX9775 gegenüber dem Einzelkämpfer Core 2 Extreme QX9770. Und da die Grafikleistung keinen Einfluss auf den CPU-Test des 3DMark 06 hat, wird sich auch bei der Höllenmaschine 3 wahrscheinlich kein besserer Messwert ergeben.
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