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Intel Pentium D 920

01.02.2006 | 09:09 Uhr |

Mit dem Pentium D 920 bietet Intel die derzeit günstigste Zwei-Kern-CPU an, die zudem noch eine exklusive Funktion beherrscht, die bisher Server-Prozessoren vorbehalten war: die Virtualisierung.

Intel hat seine Doppelkerner in einer neuen Baureihe aufgelegt und schickt die Modelle Pentium D 920, 930, 940 ( Test ), 950 und Pentium Extreme Edition 955 ( Test ) ins Rennen. Die Rechenwerke basieren auf dem Presler-Kern, den Intel bereits im fortschrittlichen 65-Nanometer-Verfahren produziert. Das 2,8-GHz-Modell Pentium D 920 ist nicht nur preisgünstig, sondern verbraucht für eine Zwei-Kern-CPU auch relativ wenig Strom unter Vollast: Die maximale Verlustleistung liegt laut Hersteller bei akzeptablen 95 Watt. Der durchschnittliche Stromverbrauch ließe sich noch weiter drücken, wenn die Stromsparfunktion EIST auch funktionieren würde – dies ist allerdings laut Hersteller erst in der nächsten Kernrevision der Fall. Da sich die EIST-Funktion nicht nachträglich aufrüsten lässt, sollten Sie mit dem Kauf noch warten, bis die Variante mit der B2-Kernrevision auf dem Markt ist. Neu hinzugekommen ist die Virtualisierungs-Technik Vanderpool , der AMD zumindest derzeit nichts Vergleichbares entgegensetzen kann.

Ebenfalls neu beim Pentium D 920 ist der mächtige L2-Cache, der jetzt 2 MB pro Kern beträgt. Ansonsten verfügt der 920 über den bereits beim Pentium D 820 ( Test ) vorgestellten Funktionsumfang. Zur Rechenleistung: Der Pentium D 920 ist insbesondere bei Anwendungen, die mehrere Aufgaben parallel abarbeiten, ausgesprochen rechenstark. Ebenfalls in seinem Element ist die Intel-CPU, wenn eine Vielzahl von Programmen gleichzeitig laufen. Im Vergleich zur direkten Konkurrenz, AMDs Doppelkerner Athlon 64 X2 3800+ ( Test ), zeigte der Pentium D 920 seine Stärken vor allem beim De- und Encodieren. So betrug der Vorsprung in unserem Recode-Test fast 36 Prozent. Das Nachsehen hatte die 2,8-GHz-Prozessor von Intel hingegen beim Rendering-Test im Cinebench 2003: Der Rückstand zu AMDs 290-Euro-Doppelkerner lag bei gut 16 Prozent.

Kein Geheimnis: Die Schwäche von Intels-Desktop-Prozessoren bei 3D-Spielen im Vergleich zum Erzrivalen AMD. Da bildet der Pentium D 920 keine Ausnahme. Natürlich ist der Intel-Prozessor mit 2 x 2,8 GHz schnell genug, um alle aktuellen Spiele flüssig wiederzugeben - vorausgesetzt es steht im eine potente Grafikkarte zur Seite. Um allerdings die 3D-Leistung von teuren High-End-Karten wie beispielsweise einem Crossfire-Gespann auf Basis des ATI-Chips Radeon X1900 XTX voll auszuschöpfen - insbesondere bei hohen Auflösungen und voll aufgedrehten Qualitätseinstellungen -, reicht die Spieleleistung nicht. So kam der Pentium D 920 etwa bei der 1280er-Auflösung im Horror-Shooter Doom 3 auf flüssige 69 Bilder/s und war damit fast 12 Prozent langsamer als sein direkter Kontrahent Athlon 64 X2 3800+. Noch deutlicher gestaltete sich der Rückstand im UT-2004-Benchmark, der bei exakt 23 Prozent lag.

Fazit: Schnäppchen: Der Pentium D 920 ist der preisgünstigste Einstieg in Intels Zweikern-Prozessorklasse. Und als Sahnehäubchen oben drauf gibt's die clevere Virtualisierung-Funktion Vanderpool .

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