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Intel Pentium D 820

05.07.2005 | 19:19 Uhr |

Mit 250 Euro ist der Pentium D 820 derzeit der preisgünstigste Zweikern-Prozessor auf dem Markt. Aber auch die Rechenleistung ist nicht von schlechten Eltern.

Jede Menge Transistoren für wenig Euros: Mit seinen beiden Rechenwerken lässt der Pentium D 820 bei einigen Applikationen selbst vier mal so teure Einkern-CPUs wie etwa den Athlon 64 FX-57 links liegen. So war Intels Doppelkerner beispielsweise beim Transcodieren mit Nero Recode 2 etwa 30 Prozent schneller als AMDs Spiele-Rakete. Auch beim Rendering-Test unter Cinebench 2003 erarbeitete sich der Pentium D 820 einen Vorsprung von fast 17 Prozent. Schwächen zeigt der D 820 bei Software, die nur einen Prozessorkern ansprechen kann, etwa bei Spielen. Natürlich ruckelt kein aktueller Titel, allerdings kann die CPU bei bestimmten Einstellungen moderne Karten mit High-End-Grafikchips ausbremsen.

Zum Stromverbrauch: Die maximale Leistungsaufnahme liegt bei indiskutablen 130 Watt. Leider fehlt technisch bedingt der Stromsparmodus, da EIST (Enhanced Intel Speed Step) den Takt auf minimal 2,8 GHz herunterfahren kann, also genau auf den Werkstakt des Pentium D 820. Auf der anderen Seite saugt jeder Kern maximal 65 Watt aus dem Netzteil - und das auch nur unter Volllast. In der Praxis dürfte der Pentium D 820 daher einen moderaten Stromhunger an den Tag legen.

Fazit: Das Zweikern-Schnäppchen von Intel überzeugt durch sehr gute Rechenleistung beim De- und Encodieren von Musik- und Videodateien und eignet sich besonders für Multi-Threaded-Software. Ebenfalls ein wichtiges Kaufargument ist die Zukunftssicherheit des Prozessors, die er sich mit der Dualcore-Technik und der 32/64-Bit-Unterstützung erwirbt. Unschlagbar ist das Preis-Leistungs-Verhältnis, sofern Sie einen neuen PC mit dem Pentium D 820 kaufen. Aufrüsten mit dem Dualcore-Modell kommt hingegen teuer, da neben einer neuen Hauptplatine auch DDR2-Speicher zwingend notwendig ist.

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