Neue Notebook-Plattform

Intel Ivy Bridge: Testergebnisse

Montag, 23.04.2012 | 18:00 von Thomas Rau
Spiele-Notebook mit Ivy Bridge: Asus G75V im
Test
Vergrößern Spiele-Notebook mit Ivy Bridge: Asus G75V im Test
© Asus

Ein gutes Beispiel für die neuen Core-i7-Notebooks ist das Asus G75V, das wir im Test hatten. Die Preise für die Spiele-Notebook beginnen bei 1700 Euro und gehen bis 2300 Euro.

Das getestete Notebook war ein Vorserienmodell, das in dieser Ausstattung nicht nach Deutschland kommen wird. Asus stattet es mit dem Ivy-Bridge-Prozessor Core i7-3720QM (2,6 GHz) aus und stellt ihm 16 GB DDR3-1600 zur Seite. Der Festplatte Seagate Momentus 7200.5 stellt Asus eine SSD von Lite-On mit 256 GB. Auch in vielen anderen Notebooks dieser Preisklasse werden Sie künftig eine SSD finden: Wenn Sie darauf Betriebssystem und Programme installieren, beschleunigt sich das Arbeitstempo erheblich. Kleinere Notebooks werden häufig die platzsparende Micro-SATA-Variante einer SSD verwenden: So passt der Flash-Speicher zusätzlich zur Standard-Festplatte ins Gehäuse.

Der Ivy Bridge Prozessor (grün) erkämpft sich seinen
Vorsprung durch die höhere Turbo-Boost-Taktrate
Vergrößern Der Ivy Bridge Prozessor (grün) erkämpft sich seinen Vorsprung durch die höhere Turbo-Boost-Taktrate

Testergebnisse

Anders als bei PCs ist ein direkter Vergleich zwischen Ivy Bridge und Sandy Bridge bei Notebooks schwierig: Ins Gesamtergebnis gehen nicht nur die Leistung des Prozessors, sondern ganz wesentlich auch die des Arbeitsspeichers und der Festplatte mit ein. Im Test muss der Core i7-3720QM gegen das Sandy-Bridge-Modell Core i7-2670QM (2,2 GHZ) antreten. In der Intel-Preisliste ist dieses Modell sein direkter Konkurrent: Beide stehen dort mit 378 Dollar.

Ivy Bridge im Test: 3D Mark Vantage CPU-Score
Vergrößern Ivy Bridge im Test: 3D Mark Vantage CPU-Score

In den Tests Cinebench 10 und dem CPU-Teil des 3D Mark Vantage ist der Ivy-Bridge-Quad-Core rund 23 Prozent schneller als das Sandy-Bridge-Modell. Zum einen, weil sein Grundtakt mit 2,6 GHz höher liegt als der Vorgänger mit 2,2 GHz. Zum anderen kann Ivy Bridge den Turbo Boost höher fahren, wenn alle Kerne ausgelastet sind – sofern das Notebook ausreichend gekühlt ist. Der Core i7-3720QM erreicht dann 3,4 GHz, der Core i7-2670QM kommt nur auf 2,6 GHz.In den meisten anderen Anwendungen liegt das Tempoplus höchstens bei rund zehn Prozent – das merken Sie im Alltag kaum.

Ivy Bridge im Test: Fazit

Ivy Bridge ist nur ein kleiner Schritt vorwärts: Das Tempoplus von zehn bis 20 Prozent bietet jede neue Intel-Generation seit einiger Zeit. Von der verbesserten Grafikleistung werden Sie kaum etwas merken, denn die meisten Ivy-Bridge-Notebooks werden nicht auf eine zusätzliche AMD- oder Nvidia-Grafikkarte verzichten. Allerdings muss sich Intel nicht besonders anstrengen: Was CPU-Leistung im Notebook angeht, liegt AMD weit zurück: Daran dürfte auch die neue Generation Trinity, die Mitte Mai starten soll, nichts ändern. Und für Smartphones und Tablets, wo Intel gegen Prozessoren mit ARM-Architektur antreten muss, ist Ivy Bridge nicht geeignet.

Montag, 23.04.2012 | 18:00 von Thomas Rau
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