Intel Core i7-3770K: Test-Ergebnisse

Montag den 23.04.2012 um 17:59 Uhr

von Michael Schmelzle

Integrierter Grafikkern Intel HD Graphics 4000 versus 3000

Ergebnis des Intel Core i7-3770K im Cinebench
11.5
Vergrößern Ergebnis des Intel Core i7-3770K im Cinebench 11.5
Zunächst vergleichen wir die integrierte Grafiklogik des Intel Core i7-3770K mit dem Grafikern seines Vorgängers Core i7-2700K. Im GPU-Test des 3D Mark Vantage erzielt die Intel HD Graphics 4000 des 3770K-Prozessors unter der Performance-Voreinstellung 3381 Punkte. Der 3000er-Grafikern des 2700K erreicht hier lediglich 1779 Punkte. Damit ist die Ivy-Bridge-Grafik fast doppelt so schnell! Ein ähnliches Ergebnis fördert der Open-GL-Test des Benchmarls Cinebench 11.5 zutage. Hier erarbeitet sich die Intel HD Graphics 4000 mit 21,6 Bildern pro Sekunde ein Tempoplus von knapp 100 Prozent. 

Im zweiten 3D-Test erfolgt eine Praxis-Messung mit dem Spiel Crysis bei einer Auflösung von lediglich 1280 x 1024 Bildpunkten, vierfacher Kantenglättung und der höchsten Bildqualitätsoption mittels des integrierten Benchmarks. Unter diesen Einstellungen kommt der Core i7-3770K auf durchschnittlich 15 Bilder pro Sekunde. Das Ergebnis verdeutlicht, dass die integrierte Grafiklogik bei anspruchsvollen Spielen schon bei niedrigen Auflösungen vollkommen überfordert ist. Im Vergleich zum 2700K (10 Bilder/s) beträgt der Vorsprung der Ivy-Bridge-CPU hier nur 50 Prozent.

Basis der Ivy-Bridge-Testplattform: Asus P8Z77-V
Vergrößern Basis der Ivy-Bridge-Testplattform: Asus P8Z77-V

Für alle nun folgenden Benchmarks stecken wir in die Hauptplatine Asus P8Z77-V  - die als Basis für die CPU-Testplattform dient - eine diskrete Grafikkarte. Der integrierte Grafikkern der Prozessoren schaltet sich dann automatisch aus.  

System und Spiele-Leistung

Der Leistungstest PC Mark Vantage simuliert den Praxiseinsatz gängiger Desktop-Programme. Da bei diesem Test die meist nur ein oder zwei CPU-Kerne voll ausgelastet sind, kann der Intel Core i7-3770K hier häufig den Turbo anwerfen. Lohn der hohen Taktfrequenz sind fast 10.000 Punkte im PC Mark Vantage. Damit übertrumpft der 3770K den bisherigen Spitzenreiter in dieser Disziplin, das 900-Euro-Flaggschiff Intel Core i7-3960X . Das Tempoplus gegenüber dem direkten Vorgänger 2700K liegt bei rund 6 Prozent.

Moderne Spiele profitieren in der Regel mehr von einer hohen Taktrate als von möglichst vielen Kernen. Hier kann der Intel Core i7-3770K dank Turbo-Modus ebenfalls auftrumpfen - gerade wenn nicht alle Kerne ausgelastet sind dreht der Quad-Core ja auf bis zu 3,9 GHz hoch. Um den Einfluss der Grafikkarte auf die Bildwiederholfrequenz zu minimieren, erfolgt die Praxis-Messung im Spiel Crysis bei einer Auflösung von lediglich 800 x 600 Bildpunkten, ausgeschalteter Kantenglättung und der niedrigsten Bildqualitätsoption mittels des integrierten Benchmarks. Unter diesen Einstellungen kommt der Core i7-3770K auf durchschnittlich 229 Bilder pro Sekunde. Im Vergleich zum 2700K (192 Bilder/s) holt die Ivy-Bridge-CPU hier einen Geschwindigkeitsvorteil von satten 19 Prozent heraus.

Intel Ivy Bridge: Wafer aus der
22-Nanometer-Fertigung
Vergrößern Intel Ivy Bridge: Wafer aus der 22-Nanometer-Fertigung
© Intel / Intel

Seine exzellente Spiele-Leistung stellte der Intel Core i7-3770K auch im CPU-Test des synthetischen Benchmarks 3D Mark Vantage unter Beweis. Hier können CPUs zeigen, wie schnell Sie beispielsweise die Wegfindung der künstlichen Intelligenz berechnen und physikalische Effekte korrekt simulieren. Sowohl die Wegfindung als auch Teile der Physikberechnung lassen sich in mehrere Aufgaben unterteilen, so dass alle vorhandenen (virtuellen) Rechenkerne beschäftigt sind. Der Intel Core i7-3770K ist hier mit fast 61.000 Punkten knapp 9 Prozent schneller als der 2700K (fast 56.000 Punkte)

Mehrkern-Rechenleistung

Dank Hyper-Threading kann der Intel Core i7-3770K bis zu acht Rechenstränge gleichzeitig abarbeiten. Wie der Test mit der Multi-Threading-Software Cinebench 11.5 zeigt, kann Intel hier ebenfalls die Recheneffizienz steigern. Gegenüber dem direkten Vorgänger 2700K steigt die Mehrkern-Leistung von rund 6,6 auf knapp 7,5 Punkte um beeindruckende 14 Prozent. Der Test mit der Finanzanalyse-Software Sungard Adaptiv Credit Risk 3.0 prüft die Integer-Leistung des Prozessors. Der integrierte Benchmark nutzt ebenfalls alle vorhandenen (virtuellen) Rechenkerne.Hier fällt der Tempozuwachs des Ivy-Bridge-Prozessors gegenüber seinem 2700K-Vorgänger nicht so hoch aus. Mit 204 Sekunden ist der 3770K gerade einmal gut 3 Prozent schneller.

Montag den 23.04.2012 um 17:59 Uhr

von Michael Schmelzle

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (10)
  • Azogothl 12:11 | 14.05.2013

    Einfach realistisch

    Fakt ist das Intel AMD bei der Leistung ca 30% voraus ist bei Vergleichbaren Modellen von beiden Herstellern, Fakt ist aber das Intel sich diese 30% vergolden läßt, nicht zu vergessen ist das man die 30% Mehrleistung im Spitzensegment aus Usersicht meist gar nicht braucht, bei wievielen Anwendungen fadisieren sich schon 3 von 4 Kernen und wie oft ist die Auslastung der Prozessorkerne unter 25%.
    Wenn man sich die Berichte über die derzeit gängigen CPU`s ansieht käme man selbst bei Gamingsystemen auch mit einem Core I3 zurecht, 8GB Ram reichen ebenfalls dicke und bei der Grafik könnte man getrost in den gehobenen Mittelklassekarten wildern, alles darüber ist Luxus und Comfort.
    Im Prinzip hat AMD den Vorteil das ich bei geringerem Budget einen Leistungsstärkeren Prozessor nehmen kann, im Vergleich zu dem Prozessor den ich von Intel hätte nehmen können bin ich dann vermutlich auch Leistungstechnisch auf der Gewinnerstraße.
    Ich denke es bleibt Geschmackssache, wenn man sich den Intelprozessor nimmt hat man vermutlich ein paar Monate später wieder Bedarf an einem Update, dafür zahlt man dann eben etwas mehr.
    Und die User die die Power im Highendsegment nutzen können für Videoschnitt etc. die Interessiert dann der Preis meist auch nur am Rande wenn sie beim Videorendering ein paar Stunden einsparen^^

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  • A_A 21:53 | 24.04.2012

    Ich bin dafür, die Diskussion wieder zu versachlichen.

    Fakt ist, dass Intel immer eine Fertigungs-Generation voraus ist - das ist ein riesiger Vorteil. AMD hat es genau einmal geschafft, das durch eine überlegene Architektur (die im übrigen ein Zukauf war) zu kompensieren - und das auch nur, weil Intel zu diesem Zeitpunkt mit Netburst von 10 GHz geträumt hat.

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  • chipchap 19:03 | 24.04.2012

    Zitat: Mandulis
    wenn ich hier sowas schon lese!! :aua:

    Mehr gibt es da wohl nicht zu sagen.

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  • Mandulis 16:07 | 24.04.2012

    wenn ich hier sowas schon lese!! :aua: intel mag zwar das geld haben um sich gut zu positionieren, aber AMD ist immer noch näher am einfachen mann dran als intel es jemals war! die preise für neue cpus sind doch der wahnsinn :spinner: ein gutes verhältnis zwischen preis und leistung sollte der ansporn sein! nicht jeder kann so viel ocken für nen ollen prozessor raushauen!

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  • deoroller 15:21 | 24.04.2012

    Und wer soll die Forschungsgelder bezahlen? Der Staat oder die Araber?
    Du kannst ja auch gerne freiwillig doppelt so viel für deine AMD-CPU bezahlen.

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