Intel Core i7-2700K: Test-Ergebnisse

Mittwoch den 25.01.2012 um 12:12 Uhr

von Michael Schmelzle

System und Spiele-Leistung

Die automatische Übertaktungstechnik Turbo Boost 2
beschleunigt den Intel Core i7-2700K auf bis zu 3,9 GHz
Vergrößern Die automatische Übertaktungstechnik Turbo Boost 2 beschleunigt den Intel Core i7-2700K auf bis zu 3,9 GHz
Den Praxiseinsatz gängiger Desktop-Programme simuliert der Leistungstest PC Mark Vantage. Da bei diesem Benchmark Software meist nur ein oder zwei CPU-Kerne voll ausgelastet sind, kann der Intel Core i7-2700K hier häufig den Turbo anwerfen. Lohn der hohen Taktfrequenz sind fast 9400 Punkte im PC Mark Vantage. Damit erreicht der 2700K erstmals das Leistungsniveau von Intels 900-Euro-Flaggschiff Core i7-3960X. Das Tempoplus gegenüber dem Vorgängermodell 2600K lag bei 4 Prozent. Das klingt dürftig, skaliert aber ausgezeichnet angesichts der nur um knapp 2 Prozent höheren Turbo-Taktfrequenz.
Prozessor PC Mark Vantage (Punkte)
Intel Core i7-3960X 9539
Intel Core i7-2700K 9399
Intel Core i7-2600K 8999
AMD FX-8150 7189

Moderne Spiele profitieren in der Regel mehr von einer hohen Taktrate als von möglichst vielen Kernen. Hier kann der Intel Core i7-2700K dank Turbo-Modus ebenfalls auftrumpfen - gerade wenn nicht alle Kerne ausgelastet sind dreht der Quad-Core ja auf bis zu 3,9 GHz hoch. Um den Einfluss der Grafikkarte auf die Bildwiederholfrequenz zu minimieren, erfolgt die Praxis-Messung im Spiel Crysis bei einer Auflösung von lediglich 800 x 600 Bildpunkten, ausgeschalteter Kantenglättung und der niedrigsten Bildqualitätsoption mittels des integrierten Benchmarks. Unter diesen Einstellungen kam der Core i7-2700K auf durchschnittlich 192 Bilder pro Sekunde. Klassenbester in dieser Disziplin bleibt allerdings der Rechen-Champion 3960X mit einem Tempoplus von knapp 15 Prozent.

Prozessor Crysis 800 x 600 Bildpunkte, Low Quality (Bilder/s)
Intel Core i7-3960X 225
Intel Core i7-2700K 192
Intel Core i7-2600K 188
AMD FX-8150 nicht gemessen

Seine ausgezeichnete Spiele-Leistung stellte der Intel Core i7-2700K auch im CPU-Test des synthetischen Benchmarks 3D Mark Vantage unter Beweis. Hier können CPUs zeigen, wie schnell Sie beispielsweise die Wegfindung der künstlichen Intelligenz berechnen und physikalische Effekte korrekt simulieren. Sowohl die Wegfindung als auch Teile der Physikberechnung lassen sich in mehrere Aufgaben unterteilen, so dass alle vorhandenen (virtuellen) Rechenkerne beschäftigt sind.

CPU-Tests: Testsysteme und Benchmarks  

Der Intel Core i7-2700K erreichte hier mit fast 56.000 Punkten das bis dato zweitbeste Ergebnis im Test. Spitzenreiter bleibt auch hier die Extreme Edition 3960X mit einem Vorsprung von knapp 20 Prozent. Im Vergleich zum AMD FX-8150 erarbeitete sich der Core i7-2700K dafür ebenfalls ein Tempoplus knapp 20 Prozent.

Prozessor 3D Mark Vantage CPU (Punkte)
Intel Core i7-3960X 68948
Intel Core i7-2700K 55987
Intel Core i7-2600K 54000
AMD FX-8150 46983

Mehrkern-Rechenleistung

Dank Hyper-Threading kann Intels Quad-Core 2700K genauso viele Rechenstränge gleichzeitig abarbeiten, wie der Achtkern-Prozessor von AMD. Wie sich beim Test mit der Multi-Threading-Software Cinebench 11.5 herauskristallisiert, lässt sich der Intel Core i7-2700K nicht von den etwas höheren Taktfrequenzen des AMD FX-8150 (Grundtakt 3,6 GHz, Turbofrequenz 4,2 GHz) beeindrucken:

Intel Core i7-2700K: Test-Ergebnisse im Cinebench
11.5
Vergrößern Intel Core i7-2700K: Test-Ergebnisse im Cinebench 11.5

Mit knapp 6,6 Punkten erkämpfte sich die Intel-CPU dank der effizienteren Prozessor-Architektur gegenüber dem AMD-Modell (5,8 Punkte) ein Tempoplus von rund 13 Prozent. Der Geschwindigkeitszugewinn gegenüber dem Vorgängermodell 2600K fiel hingegen mit zwei mageren Prozent etwas dürftig aus. Gegenüber dem Rechen-Champion Intel Core i7-3960X macht der 2700K wiederum eine sehr gute Figur: Zu einem Drittel des Preises erreichte der Core i7-2700K zwei Drittel der Multi-Threading-Rechenleistung des Intel-Flaggschiffs.

Prozessor Cinebench 11.5 (Punkte)
Intel Core i7-3960X 9,96
Intel Core i7-2700K 6,57
Intel Core i7-2600K 6,44
AMD FX-8150 5,79

Die Finanzanalyse-Software Sungard Adaptiv Credit Risk 3.0 prüft die Integer-Leistung des Prozessors. Der integrierte Benchmark nutzt ebenfalls alle vorhandenen (virtuellen) Rechenkerne. Auch hier war der Intel Core i7-2700K spürbar schneller als der AMD-Rivale und nur einen Wimpernschlag flotter als der 2600K. Mit dem Erreichen von 68 Prozent der 3960X-Rechenleistung blieb auch der Abstand zum hauseigenen Core-i7-Spitzenmodell nahezu identisch.

Prozessor SunGard ACR 3.0 - Monte Carlo Simulation (Sekunden)
Intel Core i7-3960X 145
Intel Core i7-2700K 211
Intel Core i7-2600K 218
AMD FX-8150 248

Mittwoch den 25.01.2012 um 12:12 Uhr

von Michael Schmelzle

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (2)
  • Sele 16:15 | 26.01.2012

    Im Namen der Redaktion bitte ich die Unverfrorenheit einer ganz normalen jounalistischen Tätigkeit zu entschuldigen. Die werden wir umgehend wegen Ihnen einstellen. Natürlich werden wir Auto Motor und Sport - Magazine ebenfalls auffordern, keine neue Autos vorzustellen, weil kurtlesen schon eins hat, das schneller fährt.

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  • kurtlesen 16:09 | 26.01.2012

    i72700k über 4 GHz ...ja und?!

    Werte Redaktion,
    meine Z68 Plattform mit i7 2600k läuft seit in Betriebnahme auf 4.6GHz.
    (Unter Windows und Linux ohne jedes Problem)
    Was sollte da ein 4GHz i7 2700k Prozessor etwas besonderes sein?

    MfG "Dr.errata-causa-guttenbergensis" Kurt Lesen

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