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Intel Core 2 Extreme QX6800

09.04.2007 | 11:11 Uhr |

Quierliger Quad Core: Intels Core 2 Extreme QX6800 greift auf vier unabhängige Recheneinheiten zurück. Wir messen, welche Rechenleistung die 2,93-GHz-CPU in der Praxis bietet.

Die vier Rechenkerne des Core 2 Extreme QX6800 teilen sich weiterhin 8 MB L2-Cache sowie den 266 (effektiv 1066) MHz schnellen Prozessorbus. Im Vergleich zum Vorgänger Intel Core 2 Extreme QX6700 hat Intel allerdings die Taktfrequenz von 2,66 auf 2,93 GHz angehoben. Ansonsten bleibt alles beim alten: Die Verlustleistung des Core 2 Extreme QX6800 liegt laut Hersteller bei 130 Watt.

Und natürlich verfügt der 2,93-GHz-Vierkerner über alle Funktionen seines Vorgängers wie beispielsweise die Hardware-Virtualisierung, den frei wählbaren Multiplikator, die 64-Bit-Unterstützung, zusätzliche Befehlssätze (MMX, SSE, SSE2, SSE3) und einer Schutzvorrichtung vor Angriffen durch einen Puffer-Überlauf. Im folgenden untersuchen wir, wie sich der höhere Takt des QX6800 auf die Rechenleistung auswirkt.

Energieverbrauch: Im Ruhezustand konsumiert die Testplattform des Core 2 Extreme QX6800 genauso viel, wie sein Vorgänger Core 2 Extreme QX6700: 127 Watt. hat Intel allerdings die Taktfrequenz von 2,66 auf 2,93 GHz angehoben. Ansonsten bleibt alles beim alten: Die Verlustleistung des Core 2 Extreme QX6800 liegt laut Hersteller bei 130 Watt. Erst bei voller Auslastung der vier Rechenkerne offenbart sich der – durch die höhere Taktrate – bedingte Mehrverbrauch. Mit 319 Watt genehmigt sich das Testsystem des Core 2 Extreme QX6800 rund 6 Prozent mehr Energie – bei einem um gut 10 Prozent erhöhten Arbeitstakt ein durchaus akzeptabler Mehrverbrauch.

Tempo: Bis zu 15 Prozent mehr Rechenleistung offerierte der Core 2 Extreme QX6800 im Vergleich zu seinem Vorgänger Core 2 Extreme QX6700, durchschnittlich sind es rund 9 Prozent. Damit skaliert die Rechenleistung des Quad Core ganz gut mit dem Arbeitstakt. Überdurchschnittliche Messwerte erreichte der Core 2 Extreme QX6800 beispielsweise unter I-Tunes beim Überführen eines 1080i-Videoclip ins MPEG-4-Format. Hierfür benötigte die 2,93-GHz-CPU nur 79 Sekunden und war damit fast 13 Prozent schneller als sein Vorgänger QX6700. Ein Tempoplus von gut 10 Prozent erzielte der Core 2 Extreme QX6800 gegenüber dem QX6700 im CPU-Test von 3D Mark 06 mit 4542 Punkten. Stellvertretend für den durchschnittlichen Leistungszuwachs steht beispielsweise der Cinebench-Test (Rendering x CPU), bei dem sich der QX6800 einen Vorsprung gegenüber seinem Vorgänger von rund 9 Prozent erarbeitete.

Fazit: Sündteurer, aber flinker Rechenkünstler: Insbesondere bei optimierten Programmen, die alle vier Kerne voll nutzen, überzeugte der QX6800. Allerdings liegt sein Potenzial noch bei vielen Tests brach, weshalb die Anschaffung des fast 1100 Euro teuren Prozessors gut überlegt sein will.

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