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Im Test: Internet-Sicherheitspakete für 2015

01.04.2015 | 11:09 Uhr |

Im Antiviren-Prüflabor mussten elf Sicherheitspakete zeigen, wie gut sie einen Windows-PC vor aktuellen Viren schützen. Fast alle Tools sind gut, aber eines sollten Sie unbedingt meiden.

Die meisten Sicherheitspakete im Test schützen Ihren Rechner sehr gut oder gut gegen PC-Schädlinge jeder Art. So kamen gleich vier Programme auf sehr gute Erkennungsraten von 99,35 Prozent beim Test mit ganz neuen Schädlingen. Es waren die Tools von Kaspersky, Avira, Avast und F-Secure. In anderen Testkategoiren schafften einige Programme sogar noch bessere Erkennungsraten von über 99,9 Prozent. Das sind gute Nachrichten für alle PC-Nutzer, die ihren Rechner mit einem Internet-Sicherheitspaket schützen.

Doch so erfreulich diese Ergebnisse zwar sein mögen, perfekt sind auch die besten Tools nicht. Wer Pech hat, fängt sich trotz Virenschutz einen Schädling ein. Deshalb gilt: Sie sollten zusätzlich zu einer guten Schutz-Software stets ein aktuelles Backup Ihrer Daten haben. Wie Sie eine solche Datensicherung bekommen, verrät dieser Beitrag . So bleibt der Schaden auch dann überschaubar, wenn etwa ein Erpresservirus alle Ihr Dateien verschlüsselt hat.

Und natürlich sollten Sie auch trotz einer guten Sicherheits-Software stets alle Programme auf dem aktuellen Stand halten. So verhindern Sie, dass sich PC-Viren über Sicherheitslücken, etwa im Internetbrowser, auf Ihren Rechner schleichen und dabei den Schutz des Internet-Sicherheitspakets überlisten.

Das ist neu bei den Versionen 2015

Downloads:  Einige Hersteller gehen dazu über, Boxen ohne DVD zu verkaufen. Stattdessen befindet sich in der Pappschachtel nur noch ein Kärtchen mit dem Lizenzschlüssel. Die Software gibt es online. Da diese über 100 MB groß sein kann, ist das für Nutzer mit geringer Bandbreite ärgerlich. Ohne DVD kommen etwa Norton und McAfee.

Support:  Wer Hilfe braucht und diese gerne telefonisch einholen möchte, der muss bei vielen Produkten lange suchen, bis er die richtige Nummer findet. Denn einige Hersteller verstecken die Kontaktinfos in den Tiefen ihrer Website und ändern die Position auch von Jahr zu Jahr. Vorbildlich verfährt beim Thema Kontaktangaben der Hersteller G Data, der die Hotline-Nummer direkt auf der Support-Website angibt. Gut machen es etwa Bitdefender und F-Secure, die die Nummer nach nur einem weiteren Klick auf ihren Supportseiten liefern. Wo es möglich war, haben wir die Support-Nummer in unsere Testtabelle aufgenommen.

Der Testsieger und viele weitere gute Programme

Auf den ersten Platz schaffte es Bitdefender Internet Security. Im Test gegen die neuesten Viren zeigte Bitdefender eine sehr gute Leistung. Besonders erfreulich daran ist, dass diese Leistung nicht zulasten der Geschwindigkeit geht. Bitdefender bremst den PC kaum aus. Für die Bedienung bietet das Tool eine assistentenunterstützte Konfiguration. Das heißt: Wenn eine oder mehrere Einstellungen des Programms nicht optimal sind, warnt Bitdefender in der Bedienerführung und bietet einen einzigen Knopf, über den sich alle Fehler reparieren lassen. Preislich zählt Bitdefender mit 50 Euro pro Jahr zu den teureren Programmen.

Aber auch die anderen Programme im Test haben sich dieses Mal außerordentlich gut geschlagen. Absehen vom letzten Platz zeigten alle Tools eine gute Leistung beim Virenschutz. Sehr gut hielt sich diesmal Avira Antivirus Pro, das beim Virenschutz die Zwischennote 1,1 einfuhr und damit sogar noch vor dem Testsieger (Zwischennote 1,34) landete.

Unterschiede gibt es vor allem bei der Geschwindigkeit der Tools. Wer seinen Rechner nicht durch ein Internet-Sicherheitspaket ausbremsen möchte, sollte sich die Zwischennote in der Kategorie Geschwindigkeit ansehen. Gut schnitt da nicht nur der Testsieger Bitdefender ab, sondern auch das Tool Norton Security, das das Kopieren von Daten kaum bremst.

Sicherheits-Software aus dem PC-WELT Shop

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Der Verlierer im Test: Microsoft schneidet schlecht ab

Sehr schlecht hat in diesem Test Microsoft mit seinem kostenlosen Tool Security Essentials 4.6 abgeschnitten. Nur rund 55 Prozent der aktuellen Virenangriffe ließen sich durch das Programm verhindern. Das heißt: Fast jeder zweite Schädling konnte sich ins System schleichen und aktiv werden. Zwar lag das Microsoft-Tool in Tests schon immer hinter den guten Bezahlprogrammen, doch so schlecht wie in diesem Test hatte es bisher nur selten abgeschnitten. Der Grund für das miserable Ergebnis liegt in der fehlenden verhaltensbasierten Erkennung von Viren. Hier sind die anderen Tools deutlich im Vorteil, da sie mit dieser Methode auch ganz neue Schädlinge entdecken können. Die Lehre aus diesem Test: Wer eine kostenlose Antiviren-Software nutzen möchte, sollte dabei nicht auf Microsoft Security Essentials für Windows XP, Vista und 7 setzten. Stattdessen sollten Sie das deutlich besser bewertete Avast Free Antivirus (Platz 6) nutzen. In vorangegangenen Test haben sich auch die kostenlosen Antiviren-Tools von Avira   und AVG als durchaus wehrhaft gegen PC-Schädlinge gezeigt.

Guten Schutz günstig kaufen: Online lässt sich sparen

In der Tabelle auf den nächsten Seiten nennen wir die Preise, wie sie die Hersteller Anfang 2015 auf Ihren Webseiten angegeben haben. Sie können beim Kauf einer Jahreslizenz aber meist deutlich sparen. So kostet das Tool Kaspersky Internet Security für einen PC beim Hersteller selbst satte 40 Euro. Im PC-WELT Preisvergleich sind für die Version ohne Datenträger nur 23,30 fällig. Für Norton Security (per Download) mussten wir Anfang Februar nur 26 Euro statt 60 Euro zahlen. Sie Sparen hier satte 43 Prozent und können diese Version auf bis zu fünf Geräten installieren. Wer einen sicheren und günstigen Software-Shop sucht, der kann auch auf http://software.pcwelt.de   zuschlagen.

Die Testergebnisse im schnellen Überblick finden Sie in der folgenden Galerie. Alternativ gelangen Sie hier direkt in die Großansicht der Galerie.

Hier finden Sie die Testtabelle mit allen Ergebnissen im PDF-Format zum Herunterladen.

PC-WELT  Wie wir testen

Die Sicherheitstests der Internet-Security-Programme hat das weltweit anerkannte Prüfinstitut AV-Test durchgeführt . Der Schwerpunkt der Tests lag dabei auf dem Schutz vor Viren. Insgesamt wurden die Tools in diesen Kategorien getestet:

Virenschutz:  In dieser Kategorie müssen die Programme zeigen, wie gut sie PC-Viren erkennen und blockieren können. Die Spezialisten von AV-Test prüfen unter anderem die verhaltensbasierte Schädlingserkennung. Diese Schutzfunktion analysiert jede Aktion eines aktiven Programms und entscheidet nach vorgegebenen Kriterien, ob die Software gefährlich ist. Schließlich ist noch wichtig, dass die Programme möglichst wenige Fehlalarme absetzen. Bei einem Fehlalarm wird eine harmlose Datei als Virus gemeldet.

Weitere Schutzfunktionen:  Hier prüft das Institut unter anderem, ob die Programme eine leistungsfähige Firewall bieten. Diese sollte die wichtigsten Einstellungen selbstständig vornehmen, um den Anwender möglichst wenig zu nerven. Außerdem sollten die Sicherheitspakete einen Kinderschutz haben, der unerwünschte Inhalte im Browser filtert, und eine Zeitsteuerung für die PC-Nutzung bietet. Für den Fall, dass ein Schädling auf den PC doch aktiv werden konnte, müssen die Tools diesen ebenfalls entdecken und wieder beseitigen können.

Geschwindigkeit:  Auf jedem PC mit Internet-Sicherheitspaket wird einmal der gesamte Datenbestand gescannt und dabei die Prüfgeschwindigkeit in MB pro Sekunde gemessen. Bei einem zweiten Scanlauf derselben Daten sollten die Tools viel weniger Zeit benötigen. Diese zeitliche Verbesserung wird in Prozent angegeben. Schließlich prüfen die Spezialisten von AV-Test noch die Verzögerung eines Kopiervorgangs, die durch das Sicherheitspaket entsteht.

Zu den weiteren Prüfkriterien zählen Ausstattung und Funktionen, Bedienung und Service. Die einzelnen Programme und ihre Testergebnisse finden Sie in der Tabelle auf den nächsten Seiten.

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