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Im Test: Bowers & Wilkins T7

24.06.2015 | 10:00 Uhr |

Mit dem T7 präsentiert High-End-Hersteller Bowers & Wilkins einen Bluetooth-Lautsprecher im Ziegelstein-Look und Wabenoptik. Was der Lautsprecher vom Klang her drauf hat, untersucht der Test.

Mit dem T7 wagt Bowers & Wilkins den Schritt in den umkämpften Markt der Bluetooth-Lautsprecher. Vom Design und Preis her spricht der knapp ein Kilo schwere Lautsprecher den anspruchsvollen Musikliebhaber an – er kostet 350 Euro, also sehr viel mehr als Einstiegsmodelle, die Sie bereits ab 20 Euro bekommen.

Design & Gehäuse: Ziegelstein mit Wabenoptik

Das Auffälligste am Lautsprecher ist die durchsichtige Wabenoptik aus Polycarbonat. Sie soll laut B&W aber nicht nur gut aussehen: Diese Mikro-Matrix hilft angeblich Vibrationen sowie Verzerrungen zu vermeiden. Drumherum ist ein Gummiband gespannt, auf dem die Bedienelemente untergebracht sind. Das macht den T7 griffig, aber auch zu einem Staubmagnet. Vor dem Fototermin haben wir vergeblich versucht, den Bluetooth-Lautsprecher staubfrei zu bekommen. Somit besitzt das Gerät schon beim ersten Betrieb deutliche Gebrauchsspuren.

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Handhabung: intuitiv

Nach dem Einschalten über die seitlich angebrachte Power-Taste meldet der T7 durch eine kurze Melodie, dass er in Betrieb ist. Das Pairing starten Sie über die Bluetooth-Taste und bestätigen es im Smartphone  – fertig. Der T7 merkt sich bis zu acht gekoppelte Smartphones. Im iPhone etwa genügt bei „Einstellungen, Bluetooth“ ein Fingertipp auf „Bowers & Wilkins T7“. Ansonsten erklärt sich die Bedeutung der Tasten von alleine, die Pause-/Play- ebenso wie die Lautstärke-Tasten.

Robuste Bauweise: Außen schützt ein Gummiband vor Stößen und Kratzern. Dort sind auch die Bedienelemente eingelassen.
Vergrößern Robuste Bauweise: Außen schützt ein Gummiband vor Stößen und Kratzern. Dort sind auch die Bedienelemente eingelassen.
© Bowers & Wilkins

Ausstattung & Technik: Je zwei 50-Millimeter-Treiber und Passivmembranen

Dreht man den T7 um, sieht man eine Netzteilbuchse, einen Miniklinken-Anschluss für beliebige Audioquellen sowie eine Mini-USB-Buchse. Letztere ist aber ausschließlich für B&W-Techniker vorgesehen, um Firmware-Updates aufzuspielen. Hängt sich die Elektronik einmal auf, lohnt es, die mit „Reboot“ beschriftete Taste auszulösen.

Hinten ist noch eine Passiv-Membran zu sehen. Sie ist genauso groß wie die, die sich an der Vorderseite findet. Vorne sitzen die beiden Lautsprecher, die für die Klangerzeugung zuständig sind: Ihre Membranen messen 50 Millimeter im Durchmesser und werden von zwei 12-Watt-Verstärkern angetrieben.

Guter Klang, allerdings mit Einschränkungen

Bei diesem Bluetooth-Lautsprecher spielt es eine entscheidende Rolle, wie er positioniert ist und wo sich der Hörer befindet. Will man den Klang im ganzen Raum genießen, dann sollte er in einer Ecke mit etwa 1,5 Meter Abstand aufgestellt sein. Die Lautstärke genügt für die Hintergrundberieselung, für ein Meeting, aber nicht für eine Büroparty - im obersten Lautstärkedrittel klingt der T7 unsauber und blechern.

Um alleine Musik zu genießen, sollte man sich direkt vor den Lautsprecher setzen. 1 Meter Abstand fanden wir ideal. Stellt man den T7 auf den Schreibtisch klingt der T7 beinahe etwas blechern. Auch auf Ohrhöhe kommen die oberen Mitten zu sehr zur Geltung. Am besten aufgestellt ist der Lautsprecher oberhalb vom Zuhörer – hier muss man etwas ausprobieren, nach einigen Versuchen findet sich die ideale Position.

Am besten gab der T7 von Bowers & Wilkins Akustik-Stücke, Sprache und Titel wieder, bei denen der Gesang im Vordergrund steht. Hier waren wir von dem kleinen schwarzen Ziegelstein begeistert.

Aufwändig arrangierte Titel jedoch, die Bässe, Mitten und Höhen gleichermaßen fordern, kamen unsauber, geradezu matschig daher. Basslastige Musikstücke, die vom Lautsprecher Kraft unterhalb von 100 Hz erwarten, klangen eher blass.

Akkulaufzeit: Der T7 hält lange durch

Die Akkulaufzeit stoppten wir bei mittlerer bis erhöhter Zimmerlautstärke. Hier stellte der Bowers & Wilkins T7 erst nach sieben Stunden und 44 Minuten seinen Dienst ein. Vom Hersteller wird die Akkulaufzeit mit 18 Stunden angegeben, das ist glaubhaft, wenn man die Lautstärke leiser einstellt, bassarme Musik auflegt oder Hörbücher hört. Das Laden des T7 war nach drei Stunden und 18 Minuten fertig.

Fazit

Der T7 aus dem Hause Bowers & Wilkins ist ein robuster Bluetooth-Lautsprecher, der eine lange Akkulaufzeit bietet. Seine Bedienung gelingt intuitiv. Der T7 bietet einen guten Klang, wenn Sie die richtigen Titel auswählten. Sind Sie Akustik-Liebhaber, bevorzugen Sie schöne Gesangsstimmen, hören gerne Podcasts und Audiobooks, dann bietet dieser Bluetooth-Lautsprecher eine passende Klangcharakteristik.

Umfasst Ihre Musiksammlung hingegen knackige Pop- und Rockmusik, Filmmusikkracher und voluminöse Orchesterstücke, sollten Sie zu einem anderen Modell greifen.

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