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HyperX Alloy FPS im Praxistest

31.10.2016 | 12:12 Uhr |

Bereits bekannt durch seine RAM-Riegel und Cloud-Gaming-Headsets traut sich HyperX jetzt auch an Tastaturen heran. Neben seinem neuen Preis-Leistungs-Headset Cloud Stinger hat der Hersteller nun die HyperX Alloy FPS vorgestellt: Eine mechanische Tastatur mit Cherry-MX-Switches und weiteren interessanten Features. Ob der Hersteller mit der Konkurrenz mithalten kann haben wir für Sie getestet.

Schmales Design und trotzdem robust

HyperX verpasst der Alloy FPS trotz des integrierten Nummernblocks ein schlankes und sehr platzsparendes Design, während die aufgesetzten Tasten ihr einen aggressiven Gaming-Look verleihen. Durch den schmalen Rand, der nur minimal unter den Tasten hervorragt, macht der Hersteller optisch deutlich, dass er sich auf das notwendigste beschränkt. Und das nicht nur beim Design.

Ein genauerer Blick auf die verwendeten Materialien erklärt, warum die Tastatur trotz des kompakten Äußerem auf ein Gewicht von 1049 Gramm kommt. Denn auf dem Kunststoffgehäuse befindet sich eine seidenmatte Metalloberplatte, was sie recht robust und stabil wirken lässt. Auch der feste Stand und die rutschfesten, ausklappbaren Füße verleihen der Tastatur Stabilität.

TEST-FAZIT: HyperX Alloy FPS

Wie auch schon üblich für HyperX-Headsets wird auch bei der Alloy FPS auf schlichte, robuste und schnörkelfreie Optik sowie Handhabung gesetzt. Keine unnötigen Features, die der User vielleicht gar nicht nutzt. Das was HyperX mit der AlloyFPS abliefert ist eine solide Tastatur, die einen stabilen Eindruck hinterlässt. Die blauen Cherry MX-Switches könnten für den ein oder anderen störend sein. Doch HyperX möchte vor allem Profispieler mit seiner Tastatur gewinnen. Und deshalb sind die Blue-Switches mit ihrem deutlich spürbaren Feedback gar nicht so verkehrt. Fans von RGB-Beleuchtung haben wenig Spaß mit der Alloy FPS, da sich diese nur auf die Farbe Rot beschränkt. Diese Entscheidung ist sogar relativ plausibel, da die Cloud-Headsets ebenfalls in rot und schwarz gehalten sind. Zudem reicht die einfarbige Beleuchtung komplett aus und beleuchtet die Tasten ausreichend gut.

Schlussendlich ist HyperX aber ein guter Start in den Tastaturen-Markt gelungen. Was uns jedoch fehlt ist ein klar erkennbares Merkmal für HyperX. Etwas, dass die Tastatur von anderen abhebt oder zumindest einzigartig macht. Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 129 Euro bietet die Tastatur außerdem ein gutes Preis-Leistungsverhältnis.

+ robustes, schlichtes Design

+ hochwertige Verarbeitung

+ mechanische Cherry-MX-Schalter (Blue)

+ üppiger Lieferumfang

- USB-Port nur zum Aufladen

Lieferumfang und Features

Ein sehr praktisches Feature der Alloy FPS ist der USB-Ladeport, über den Sie Ihr Handy mit einer adäquaten Geschwindigkeit direkt an der Tastatur aufladen können. Möglich ist das erst durch die höhere Stromstärke, die durch den Anschluss fließt. Nachteil ist natürlich, dass Sie keine Headsets oder USB-Sticks anschließen können.

HyperX liefert bei der Alloy FPS neben dem abnehmbaren, obligatorischen USB-Kabel eine Transporttasche, Ersatz-Tastenkappen und eine Tastenkappen-Zange mit - sehr schön!
Vergrößern HyperX liefert bei der Alloy FPS neben dem abnehmbaren, obligatorischen USB-Kabel eine Transporttasche, Ersatz-Tastenkappen und eine Tastenkappen-Zange mit - sehr schön!
© HyperX

Im Lieferumfang befinden sich auch noch rote Keycaps. Zum einen für die Zahlen eins bis vier in der oberen Ziffernreihe, und für die WASD-Tasten. Neben der auffälligen roten Farbe sind die Ersatz-WASD-Tasten zudem noch strukturiert. Zocker finden sich somit sehr leicht auf der Tastatur zurecht und können ohne Hinzusehen in Ihre gewohnte WASD-Stellung wechseln. Zudem sind alle roten Tastenkappen um einige Millimeter höher als die normalen Tasten, was natürlich auch zur leichteren Orientierung beiträgt. Schade finden wir, dass keine geeignete Aufbewahrung für die Kappen vorhanden ist.

Hier wurden der Alloy FPS die mitgelieferten Ersatz-Tastenkappen eingesetzt. Die WASD-Tasten sind zudem noch strukturiert, um sie auch beim Blindschreiben sofort auszumachen.
Vergrößern Hier wurden der Alloy FPS die mitgelieferten Ersatz-Tastenkappen eingesetzt. Die WASD-Tasten sind zudem noch strukturiert, um sie auch beim Blindschreiben sofort auszumachen.
© HyperX

Für alle Zocker, die viel unterwegs sind oder auch mal bei Freunden daddeln, packt HyperX noch eine praktische und vor allem gut gepolsterte Tragetasche dazu. Sie bietet außerdem noch ein Seitenfach für das abnehmbare und gesleevte USB-Anschlusskabel. Hier wäre noch eine Aufbewahrung der Tastenkappen möglich, was wir aber für keine schicke Lösung halten. Eine Handballenauflage gibt es für die Alloy FPS nicht, denn auf die verzichtet der Hersteller zugunsten des kompakten Designs. Uns hat sie auf jeden Fall während des Tests nicht gefehlt.

Die 5 beliebtesten Gaming-Tastaturen im Test

Cherry MX-Blue-Switches

HyperX lässt sich nicht lumpen und verwendet die zuverlässigen Cherry-MX-Blue-Switches. Mit dem spür- und vor allem hörbaren Feedback ist die Wahl der blauen Schalter etwas ungewöhnlich. Normalerweise greifen Hersteller bei Gaming-Tastaturen auf die roten oder braunen Switches zurück. Diese geben zwar ein spürbares Feedback, sind jedoch um einiges leiser. HyperX argumentiert so, dass die meisten Shooter-Gamer ohnehin ein ohrumschließendes Headset nutzen, und ein deutlich spürbares Feedback umso wichtiger ist. Wen das laute Klicken nicht weiter stört, der kann sich sicherlich auch mit den blauen Switches anfreunden.

Eine Handballenauflage fehlt - auf die hat der Hersteller zugunsten des kompakten Designs verzichtet.
Vergrößern Eine Handballenauflage fehlt - auf die hat der Hersteller zugunsten des kompakten Designs verzichtet.
© HyperX

Schauen wir uns die Beschriftung und die Beleuchtung der Tastenkappe an: Die LED, die ausschließlich rot leuchtet, sitzt am oberen Ende der Schaltermodule und beleuchtet zwar die Hauptbeschriftung sehr gut, jedoch fällt die der Sekundärbelegung nur sehr schwach aus. Dennoch sind auch zu später Stunde alle Tasten einwandfrei zu erkennen. Die Beleuchtung verfügt über acht verschiedene Effektmodi, neben der normalen Dauerbeleuchtung sind bekannte Effekte wie das Atmen, eine Welle von links nach rechts und eine praktische Beleuchtung für Zocker. Letztere lässt die WASD-Tasten, die Zahlen eins bis vier in der Ziffernreihe und die Leertaste erleuchten. Auch die linke Strg-Taste wird in diesem Modus beleuchtet.

Mechanische Tastaturen - Grundlagenwissen

Da der Hersteller auf Makro- oder andere Sondertasten verzichtet und auch keine RGB-Beleuchtung vorhanden ist, benötigen Sie keine Software. Das hat den Vorteil, dass Sie die Tatstatur an so gut wie jeden PC ohne Installationsaufwand schnell nutzen können, jedoch gibt es wenige Einstellungsmöglichkeiten um sich die Tastatur zu personalisieren. Die acht Beleuchtungsmodi schalten Sie mit der FN-Taste und den Pfeiltasten durch. Der Game-Mode und die Regelung der Lautstärke erfolgt ebenfalls über eine Sekundärbelegung der F-Tasten. Wir hätten uns mindestens für die Lautstärke eine separate Lösung gewünscht.

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