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Kiebel KCS Office64 slim

05.06.2008 | 12:55 Uhr |

Sie brauchen einen neuen PC haben aber nur ein kleines Budget? Kein Problem: Diesen PC gibt es schon für 200 Euro. Der Clou: Er sieht auch noch hübsch aus und nimmt nicht allzu viel Platz weg.

Dieser PC sollte auf dem Schreibtisch stehen. Dafür spricht einerseits das ansprechende Gehäuse. Es ist glänzend weiß lackiert (eine schwarz-rot-Kombination ist ebenfalls erhältlich). Andererseits ist es nur 14 Zentimeter breit und damit zwischen drei und sechs Zentimeter schmäler als normale PC-Gehäuse. Das optische Laufwerk, bei dem es sich um einen DVD-Brenner handelt, ist hochkant eingebaut. Ebenfalls in der Gehäusefront stehen zwei von insgesamt sechs USB-Schnittstellen und ein Mikrofoneingang und ein Kopfhörerausgang zur Verfügung.

Wenn wir einen PC im Testcenter untersuchen, prüfen wir immer, ob die Komponentenauswahl stimmig ist oder ob minderwertige beziehungsweise zu schwache Module verwendet wurden. Auch das Tempo, der Stromverbrauch und die Lautstärke werden stets gemessen. Zudem ist bei einem günstigen PC auch wichtig, ob er sich gut aufrüsten lässt und keine Stolperfallen hinsichtlich freier Steckplätze oder Netzteilleistung lauern. Dieser PC hat uns nicht nur aufgrund seines niedrigen Preises gut gefallen:

Tempo: Dank des leistungsfähigen Doppelkerns ist die Rechenleistung dieses PCs fast drei Mal so hoch wie das der 30 bis 40 Euro günstigeren Einstiegsmodelle – Sie erhalten fertige Billig-PCs schon ab 159 Euro. Das hohe Tempo liegt auch am schnellen und mit 1024 MB für Windows XP gut ausgelegten, für Windows Vista ausreichend großen Speichers. Lediglich bei 3D-Spielen fällt die Leistung auf deren geringes Niveau.

Aufrüstmöglichkeiten: Bei diesem Rechner sind diese sehr begrenzt: Mithilfe einer aktuellen 3D-Karte aus dem Einstiegs- bis Mittelklassebereichs wird dieser Rechner zumindest zu einem günstigen 3D-Spielerechner – investieren Sie zwischen 25 (AMD ATI Radeon HD 2400 XT) und 80 Euro (Nvidia Geforce 9600 GT). In beiden Fällen wird der PC zusätzlich HD-Video-tauglich, wobei Sie aber auch den Brenner gegen ein entsprechendes Laufwerk (ab 140 Euro erhältlich) tauschen müssten, da kein zweiter 5,25-Zoll-Laufwerksschacht vorhanden ist. Zudem sind noch zwei PCI-Steckplätze frei, beispielsweise für eine WLAN- oder DVB-T-Karte (TV- und Video).

Handhabung: Die Lüfter des PCs waren leise und nicht störend, aber dennoch ständig zu hören – 33 dB betrug die Lautstärke im Leerlauf. Die Zugriffsgeräusche der 200-GB-Festplatte waren vergleichsweise sehr leise, ebenso wie die DVD-Brenners – maximal 34 dB sind unter Last völlig in Ordnung. Die Leistungsaufnahme des Kiebel-PCs war für einen Doppelkern-Rechner mit maximal 73 Watt sehr genügsam.

Lieferumfang: Im Karton finden Sie lediglich ein Netzkabel, eine Treiber-CD und das Handbuch zur Hauptplatine. Was fehlt und gegebenenfalls zusätzlich eingekauft werden muss sind Display, Tastatur und Maus sowie ein Betriebssystem.

Fazit: Schreibtischtauglicher und obendrein flotter Standard-Rechner, der für alle Büroanwendungen mehr als schnell genug ist - selbst unter Windows Vista. Außerdem lässt er sich leicht zum HD-Video- oder 3D-Spielerechner aufrüsten. Der einzige Nachteil: Das designorientierte Gehäuse bietet wenige Aufrüstmöglichkeiten.

Alternativen: Den vorgestellten PC von Kiebel gibt es auch in einem rot-schwarzen Gehäuse (siehe Bild). Und noch etwas stärker, aber gleich teuer ist ein PC von One, der Athlon 64 4800+ X2. Auch ist er leichter aufzurüsten, besitzt aber ein weniger ansprechendes Gehäusedesign. Oder wie wäre es mit einem Notebook? Hier gehen die Preise bei 279 Euro los .

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