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Silent Hill Homecoming im Test

03.04.2009 | 11:44 Uhr |

Dichter Nebel, bizarre Monster und ein paar Macken – wer nach Silent Hill geht, braucht starke Nerven. Wir haben den Horrortrip des Alex Shepherd getestet.

Eine Stadt versinkt im Nebel
Dichter Nebel, Schreie, ein Schatten – Alex Shepherds Suche nach seinem verschwundenen Bruder Joshua ist kein Sonntagsspaziergang. Die Straßen seines Heimatstädtchens Shepherd's Glen, ein Nachbarort der Geisterstadt Silent Hill, versinken im Nebel und Horror. Vermisstenanzeigen und verlassene Autos prägen das Stadtbild. Und die verbliebenen Bewohner verhalten sich äußerst merkwürdig. Oder buddelt der Bürgermeister Ihrer Stadt nachts in Gräbern?

Das Grauen
Immer wieder trifft der Spieler auf bizarr entstellte Kreaturen, die es auf ihn abgesehen haben. Hunde, denen das Fell abgezogen wurde oder sexy Krankenschwestern mit verrottetem Gesicht – das Silent Hill'sche Bestiarium ist nichts für schwache Nerven. Wenn die wunderbar grässlichen Monster auf Alex zuwanken, will man nur noch das Weite suchen.

Soldat Alex Shepherd
Zum Glück ist Alex als heimgekehrter Soldat kampferprobt und weiß mit Messer und Pistole gut umzugehen – leider zu gut, denn viele Gegner sind kaum eine Herausforderung. Schade, denn dadurch verlieren die Kreaturen etwas von ihrem Grauen. Dazu tragen auch die großzügig verteilten Heilfläschchen bei, die das virtuelle Ableben rar machen. Gespart haben die Entwickler an anderer Stelle: Es gibt zu wenige Speicherpunkte. Lange Laufwege bestrafen wir mit Punktabzug.

Mit Köpfchen
Zwischendurch knackt der Spieler Schalter- und Kombinationsrätsel unterschiedlicher Qualität. Ein Friedhofstor öffnet sich nur, nachdem wir zwei Medaillenhälften gefunden und eingesetzt haben. Etwas komplexer ist das Wiederherstellen eines Stromkreises, um einen Aufzug in Gang zu setzen. Die Rätsel passen zur Atmosphäre des Spiels und lockern es angenehm auf.

Wenn die Sirene heult
Wer über ein paar Macken hinwegsieht, erlebt ein stimmiges Horror-Abenteuer. Die Grafik überzeugt und auch der Sound trägt seinen Teil zum Albtraum bei. Babyschreie im verlassenen Krankenhaus, ein die Treppe herunterrasselnder Rollstuhl und andere Schockmomente bringen das Spielerherz auf Touren. Spätestens beim Geheul der Sirene schlottern auch Hartgesottenen die Knie. Denn dann tut sich die rostzerfressene und monsterbevölkerte Parallelwelt von Silent Hill Homecoming auf.

Spielspaß: 76%

Silent Hill Homecoming ist ab 18 Jahren für PC , Playstation 3 und Xbox 360 erhältlich.

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