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Total Media Extreme

26.08.2008 | 08:30 Uhr |

Die Home-Entertainment-Suite Total Media Extreme konnte im Test bei der Erstellung von Blu-ray-Disks (BD-MV) punkten. Auch der Player arbeitete tadellos.

Nach kurzer Installation - nur die Eingabe der Seriennummer hält etwas auf – sieht man nach Doppelklick die übersichtliche, aufgabenorientierte Oberfläche von Total Media Extreme. Gleich darauf erschien im Test der Hinweis auf ein knapp 90 MB großes Update. Runterladen, einspielen, PC neu starten, dann kann es endlich los gehen.

Die Software-Suite besteht aus Brennprogramm, Backup-Tool, Authoring-Suite und Mediaplayer. Das Modul „Daten-Disc brennen“ präsentiert sich anwenderfreundlich mit Quell- und Ziel-Fenster. Verwirren dürfte diejenigen, die nur gelegentlich brennen, dass man unterschiedliche Dateisysteme auswählen kann.

Handhabung: Probleme gab es im Test beim Erstellen von Daten-DVDs. Etliche Versuche, Daten auf wiederbeschreibbare Rohlinge zu brennen, quittierte das Brennmodul mit der Meldung: „Bei der Erstellung der Disk ist ein Fehler aufgetreten“. Negativ fiel zudem auf, dass viel Zeit bis zum Start des eigentlichen Brennvorgangs verstrich. Beim Erstellen von Disk Images – Total Media Extreme beherrscht neben ISO nur noch ein proprietäres Format – kam regelmäßig eine Fehlermeldung. Trotzdem waren viele der gespeicherten Abbilder noch verwendbar.

Im Audio-Bereich ist die Software-Suite auf CDs beschränkt. Musik-CDs rippt Total Media nur ins WMA-Format. Videodaten importiert das Modul Total Media Studio von Festplatte oder steuert digitale Camcorder an. Der Benutzer kann Kapitel festlegen, die Verteilung in die Untermenüs organisiert die Software dann automatisch. Der Schneideraum dient zum Trimmen von Videos. Darüber hinaus gibt es nur wenige Möglichkeiten zur kreativen Gestaltung. Verwirrend: Beim Brennen ist Blu-ray voreingestellt, das Speichermedium kann innerhalb eines Projekts nicht geändert werden. Will man stattdessen lieber eine Video-DVD oder –VCD erstellen, muss man ein neues Projekt anlegen.

Im HD-Bereich generiert Total Media Studio wahlweise MPEG-2- oder AVC/H.264-Videodaten, brennt diese direkt auf Blu-ray-Disk (BD-MV ) oder legt alternativ eine Ordnerstruktur auf der Festplatte an. Die Menüvorlagen sind ordentlich, auch animierte Vorlagen bringt das Programm mit. Den Ton codiert das Programm unkomprimiert als PCM oder Dolby Digital 5.1 mit Raumklang. Die im Test erzeugten BD-MV-Scheiben wurden meist problemlos von Power DVD 8 wieder gegeben. Ein Panasonic DMP-BD 30 zeigte manchmal nur das Menü, aber nicht den Film. BD-AV-Disks, die mit dem Modul Total Media VR gebrannt wurden, gab der Panasonic-Player nicht wieder, und auch Power DVD 8 hatte Mühe, einen Film zu zeigen. Der mitgelieferte Player (Total Media Theatre) funktionierte im Test ohne Tadel.

Fazit: Total Media Extreme konnte im Test eigentlich nur bei der Erstellung von BD-MV punkten. Einsteiger kommen hier schnell zu einem Ergebnis. Die Konkurrenz bietet jedoch fürs gleiche Geld mehr.

Alternative: Power Producer 5 ( www.cyberlink.de ) besticht durch schöne, animierte Vorlagen und eine konsistente Bedienerführung.

BEWERTUNG

Leistung (50%): Note 3,5
Bedienung (35%): Note2,5
Dokumentation (5%): Note4,5
Installation/De-Installation (5%): Note 2,0
Systemanforderungen (5%): Note 2,5

GESAMTNOTE: 3,1

Anbieter:

Arcsoft/Avanquest

Weblink:

www.avanquest.de

Preis:

80,- Euro

Betriebssysteme:

Windows XP, Vista

Plattenplatz:

Plattenplatz ca. 230 MB

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