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HUA721010KLA330

21.07.2008 | 10:10 Uhr |

Zuverlässig, ausdauernd und strapazierfähig sind die Hitachi-Festplatten aus der Ultrastar-Baureihe. Wir haben das 1000-GB-Modell A7K1000 genauer unter die Lupe genommen

Das auch das brandneue Terabyte-Modell A7K1000 HUA721010KLA330 die gehobenen Ansprüche der Ultrastar-Baureihe von Hitachi erfüllt, zeigt ein Blick auf die technischen Daten: Zuverlässigkeit soll die für Desktop-Laufwerke vergleichsweise lange MTBF (Mean Time Between Failures) garantieren: Die mittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällen beträgt laut Hitachi 1,2 Millionen Stunden - gängig sind bei herkömmliche 3,5-Zoll-Festplatten 0,6 Millionen Stunden, also eine nur halb so lange MTBF. Ausdauer traut Hitachi der Deskstar P7K500 auch zu und gibt das SATA/300-Laufwerk für den 24-Stunden-Dauerbetrieb frei. Und die vermeintliche Unverwüstlichkeit der 1000-GB-Festplatte soll die erweiterte Hersteller-Garantie von satten 5 Jahren unterstreichen.

Außerdem soll sich die Hitachi Ultrastar A7K1000 HUA721010KLA330 besonders gut für den parallelen Betrieb mehrer Festplatten eignen, so genannte Raid-Verbunde (Redundant Array of Independent Disks) . Dazu unterstützt das Ultrastar-Modell zwei besondere Techniken: So minimiert beispielsweise der Rotational Vibration Safeguard (RVS) Vibrationen von anderen Festplatten. Und mit der Technik Self Protection Throttling-Technologie (SPT) schützen sich die Laufwerke bei zu starken Störschwingungen gegenseitig, indem sie die Rotationsgeschwindigkeit automatisch etwas drosseln, wenn ein bestimmter Schwellenwert überschritten wird.

Ausstattung: Die Hitachi Ultrastar A7K1000 HUA721010KLA330 arbeitet mit den für Desktop-Festplatten typischen 7200 Umdrehungen pro Minute. Um die insgesamt fünf Magnetscheiben wuseln jeweils zwei Schreib-Lese-Köpfe. Der Pufferspeicher beträgt stattliche 32 MB - typisch für die Terabyte-Klasse. Im ausgeschalteten Zustand verträgt die A7K1000 bis zu 300 G und im Betrieb 70 G. Damit gehört die Deskstar P7K500 zu den strapazierfähigsten Desktop-Laufwerken beim Zugriff. Der nutzbare Speicherplatz des Ultrastar-Modells liegt nach NTFS-Formatierung bei 932 GB. Beim derzeit günstigsten Straßenpreis von rund 210 Euro kostet das Gigabyte damit etwa 22 Cent. Das ist doppelt so viel wie bei den preisgünstigen Vertretern der 3,5-Zoll-Klasse, aber eine verbesserte Zuverlässigkeit, Ausdauer und Strapazierfähigkeit gibt’s halt nicht zum Nulltarif.

Geschwindigkeit: Die Hitachi Ultrastar A7K1000 HUA721010KLA330 bot noch gute, aber nicht überdurchschnittliche Transferraten: Die maximale Datenrate betrug beim Lesen 86,6 und beim Schreiben 94,9 MB/s. Bei der mittleren Datenrate konnte die A7K1000 mit gut 70 MB/s ebenfalls eine ordentliche Transferleistung erbringen. Nur befriedigend sind hingegen die rund 43 MB/s bei der minimalen Transferrate. Über alle Messungen gemittelt schafft es das Terabyte-Laufwerk gerade noch in die Top-10 der schnellsten 3,5-Zoll-Festplatten.

Bei den Zugriffszeiten zeigte sich das Ultrastar-Modell reaktionsschnell: Durchschnittlich lag sie bei guten 5,6 Millisekunden, wobei sich die Messung nach Aktivierung des automatischen Akustik-Managements (AAM) nur um 0,2 Millisekunden anstieg. Beim Fullstroke-Zugriff gehörte die A7K1000 mit 13,1 Millisekunden ebenfalls zu den schnelleren 3,5-Zoll-Laufwerken – aktuell belegt sie damit Platz 7 in dieser Disziplin. Ungewöhnlich heftig steigt die Fullstroke-Zugriffszeit bei eingeschaltetem AAM an: 18,0 Millisekunden sind im Vergleich zur Konkurrenz nicht berauschend.

Ergonomie: Die Lautstärkemessung forderte eine weitere Schwachstelle der Hitachi Ultrastar A7K1000 HUA721010KLA330 zu Tage: Im Ruhezustand ermittelten wir mit 26,4 dB(A) respektive 0,7 Sone schon einen vergleichsweise hohen Lärmpegel. Damit gehört das Ultrastar-Modell zu den vier lautesten 3,5-Zoll-Laufwerken in dieser Disziplin. Unter Volllast erhöhte sich der Geräuschpegel des 1000-GB-Laufwerks auf 30,5 dB(A) beziehungsweise 1,4 Sone – eine Geräuschkulisse, die sich in der Praxis schon für unempfindliche Ohren störend bemerkbar machen kann. Mit aktiviertem AAM konnte die A7K1000 das Betriebsgeräusch allerdings auf gerade noch akzeptable 27,9 dB(A) drücken.

Fazit : Die Ultrastar A7K1000 HUA721010KLA330 hat Hitachi für den Einsatz in Raid-System konzipiert, die im Dauerbetrieb zuverlässig ihren Dient verrichten. Daher eignet sich das Ultrastar-Laufwerk für hochkapazitive Medien-Server. Die sollten dann aber in der Besenkammer und nicht im Wohnzimmer stehen, den unter Vollauslastung macht die Ultrastar A7K1000 ganz schön Radau. Und angesichts der zusätzlichen Funktionen und der erweiterten Garantie ist auch der GB-Preis von derzeit 22 Cent ein faires Angebot.

Alternativen: Suchen Sie ein Terabyte-Laufwerk, das flott und günstig ist, bietet sich unser aktueller Testsieger Samsung Spinpoint F1 HD103UJ an. Ebenfalls für den Dauerbetrieb ausgelegt ist die Hitachi Deskstar P7K500 HDP725050GLA360 , die Sie dank des leisen Betriebsgeräusches auch in einem PC oder Medien-Server verbauen können, der im Wohnzimmer steht. Außerdem bekommen Sie bei dem 500-GB-Laufwerk das Gigabyte bereits für 11 Cent.

Hardware-Galerie: Die 3,5-Zoll-Festplatten mit dem größten Cache

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