119756

Casio Exilim EX-FH20

03.12.2008 | 11:25 Uhr |

Mit der Exilim EX-FH20 findet die zweite Highspeed-Digitalkamera von Casio ihren Weg in Test-Labor. Die "Neue" ist kleiner, leichter und einfacher zu bedienen als das Vorgängermodell. Und sie kostet rund 300 Euro weniger.

Als Casio vor einem Jahr die Exilim Pro EX-F1 vorstellte, staunte jeder über die Serienbildfunktion, die mit 60 Bildern pro Sekunde arbeitete. Bei der EX-FH20 wurde dieses Feature abgespeckt - die Kamera arbeitet "nur noch" mit 40 Bildern pro Sekunde. Dafür ist die Auflösung auf 9 Megapixel angestiegen (F1: 6 Megapixel) und mit ihr auch die Größe des CMOS-Sensors. Das Zoomobjektiv liefert statt einer 12fachen eine 20fache Vergößerung und wurde weitwinkeliger: Der Brennweitenbereich beginnt jetzt bei 26 Millimetern. Und das Display ist 3 Zoll statt 2,7 Zoll groß.

Bildqualität: Bei kurzer und mittlerer Brennweite verlor die EX-FH20 zum Bildrand hin um etwa 10 Prozentpunkte an Auflösung - das ist akzeptabel. Allerdings fiel der Wirkungsgrad im Telebereich deutlich unter 50 Prozent, weshalb die Kamera insgesamt in dieser Disziplin ein nur ausreichendes Ergebnis erzielte. Die Eingangsdynamik, die die Anzahl der möglichen Blendenstufen angibt, war sehr gut. Die Ausgangsdynamik erwies sich dagegen nur als ausreichend. Das bedeutet, dass das Casio-Modell nur eine begrenzte Anzahl an Helligkeitsstufen darstellen kann, was sich besonders bei kontrastreichen Motiven negativ auswirkt. Ein positives Ergebnis ermittelten wir dagegen bei der Rauschmessung: Sogar bei ISO 1600, der höchstmöglichen Lichtempfindlichkeit, war das Ergebnis noch ausreichend. Und auch die Helligkeit blieb bei kurzer, mittlerer und langer Brennweite nahezu gleich hoch.

Handhabung: Casio verzichtet bei der EX-FH20 auf das zweite Wählrad und die HDMI-Schnittstelle. Über das vorhandene Wählrad wechseln Sie zwischen Standbild-, Serienbild- und Videomodus. Wie gehabt sind Serienbilder mit und ohne Blitz möglich. Im Videomodus können Sie zwischen hochaufgelösten Clips mit 1280 x 720 Pixeln oder Standard-Videos mit 640 x 480 Pixeln wählen, mit jeweils 30 Bildern pro Sekunde. Im Highspeed-Modus arbeitet die Kamera mit maximal 1000 Bildern pro Sekunde bei 224 x 56 Bildpunkten.

Ausstattung: Schärfe, Sättigung und Kontrast lassen sich manuell um jeweils zwei Stufen verstärken oder verringern. Außerdem können Sie den Dynamikbereich der Kamera erweitern und Aufnahmen mit einem von acht Farbfiltern versehen. Negativ: Für den Preis hätte Casio der EX-FH20 Akkus und Ladegerät beilegen können. So bekommen Sie nur vier AA-Batterien.

Fazit: Casios zweite Highspeed-Kamera ist deutlich einfacher zu bedienen als die Vorgängerin und bietet einige technische Vorteile. In Sachen Bildqualität kann die FH20 mit der F1 jedoch nicht mithalten.Vor allem die Auflösung enttäuschte uns. Dennoch: Wer eine superschnelle Digitalkamera sucht und dabei auch den Preis nicht scheut, kann hier zugreifen.

Alternative: Für 300 Euro mehr gibt's die Vorgängerin Casio Exilim Pro EX-F1 . Die Bridge-Kamera bietet zwar eine etwas geringere Auflösung und weniger Zoom, dafür jedoch die bessere Bildqualität und die schnellere Serienbildfunktion. Ihr Nachteil ist jedoch die etwas kompliziertere Bedienung.

Einkaufsratgeber Digitalkameras - darauf müssen Sie achten.

Hardware-Galerie: Die besten Digitalkameras mit Megazoom

0 Kommentare zu diesem Artikel
119756