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Zotac Geforce GTX285 Amp! Edition

05.02.2009 | 15:27 Uhr |

Hier ist Nvidias aktueller High-End-Grafikchip am Werk. Zudem wurde die Grafikkarte vom Hersteller übertaktet. Was das für aktuelle 3D-Titel wie Crysis und Far Cry 2 bedeutet, erfahren Sie hier.

Der High-End-Grafikchip Geforce GTX285 (Herstellerbezeichnung: GT200b) ist der Nachfolger des Geforce GTX280 (GT200). Beim 285er hat Nvidia den Fertigungsprozess von 65 auf 55 Nanometer verkleinert. Dies ist die markanteste Veränderung zum Vorgänger, die neben einer kleineren Chipgröße auch einen etwas genügsameren Stromverbrauch mit sich bringt. Auch sind etwas höhere Taktraten (650 statt 600 MHz) möglich. Das vorliegende Modell wurde obendrein vom Hersteller noch etwas übertaktet, der Kern arbeitet mit 702 MHz. Auf was Sie sich in der Praxis, also in aktuellen DirectX-10-Spielen freuen dürfen, haben wir anhand aktueller Benchmarks und Spieletests geprüft.

3D-Leistung: Der altbekannte DirectX-9-Benchmark 3D-Mark 06 errechnete 15.828 Punkte! Eine ungetunte 285er schaffte im Testcenter 15.711, die überholte Geforce GTX280 14.830 3D-Marks. Noch geringer sind die Unterschiede bei der aktuellen DirectX-10-Version des Benchmarks: Im 3D-Mark Vantage brachte die AMP-Version der Zotac-Karte 11.978 Punkte zustande, ein ungetuntes Modell kam auf 11.926 3D-Marks. In der Praxis sind die Unterschiede erst gar nicht zu bemerken und teilweise nur im Nachkommabereich auf dem Papier nachzuweisen. Zwei Beispiele: World in Conflict (höchste Bildqualität, DirectX 10, 2560 x 1600 Pixel) lief mit 36 Bildern/s, also nur ein Bild pro Sekunde flotter als eine Grafikkarte mit normalem Chiptakt. Crysis (höchste Bildqualitätsstufe, DirectX 10, 1600 x 1200 Bildpunkte) lief auf der Zotac Geforce GTX286 AMP! Edition mit 28,49 Bildern/s, bei einer ungetunten 285 mit 28,02 Bildern/s.

Ausstattung: 1024 MB schneller GDDR3-Speicher sind für alle aktuellen 3D-Spiele und auch für die kommenden Titel von 2009 und 2010 großzügig bemessen. Die Grafikkarte besitzt zwei Dual-DVI-Schnittstellen für analoge und digitale Bildschirme und Auflösungen bis zu 2560 x 1600 Bildpunkten. Zudem ist eine Video-Buchse vorhanden, die ein analoges Signal für Videogeräte (etwa Fernseher, Videorekorder und Beamer) ausgibt. Im Lieferumfang finden Sie einen DVI-VGA- (für analoge Monitore) sowie einen DVI-HDMI-Adapter, um einen digitalen Fernseher anstecken zu können. Das Tonsignal wird nur dann mitgeliefert, wenn Sie das SP-DIF-Kabel (im Lieferumfang enthalten) an die Soundkarte Ihres PCs anschließen.

Handhabung: Die zwei Slotbleche breite Karte ist schnell installiert, sofern im PC-Gehäuse genügend Platz ist und S-ATA-Anschlüsse der Hauptplatine nicht den PCI-Express-Steckplatz nach hinten blockieren. Auch wichtig ist ein PC-Netzteil mit genügend Leistung. Es sollte mindestens mit 550 Watt aufwarten können. Der Lüfter der Grafikkarte war meist sehr leise, drehte unter Last aber deutlich hörbar auf und war gelegentlich richtig unangenehm laut - bei einer normalen 285er-Grafikkarte dreht er viel leiser.

Fazit: Schnelle Karte für Leute, die hohe Auflösung bei bester Bildqualität genießen wollen. Der Aufpreis dieses getunten Modells von 20 Euro gegenüber einer normal getakteten Grafikkarte lohnt allerdings nicht.

Alternativen: Da sich der Aufpreis nicht durch ein spürbares Tempoplus auszahlt, können Sie auch eine normale 285er-Karte kaufen. Schauen Sie auch mal bei Ihrem Händler, ob er nicht noch ein Modell der Vorgängergeneration im Lager hat - Karten mit Geforce-GTX280-Grafikchip sind schon ab 270 Euro, also rund 100 Euro günstiger zu haben als das vorliegende Modell mit runderneuerter Technik.

Testvideo: Übertaktete Grafikkarte Zotac Geforce GTX285 Amp! Edition

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