High-End-Grafikkarte

Gigabyte GTX 285 1024MB

Montag, 02.03.2009 | 15:00 von Christian Helmiss
Die High-End-Grafikkarte mit Nvidias Spitzenchip ist zum Beschleunigen aktueller DirectX-10-Titel ideal. Ebenso laufen DX9-, 3D- und HD-Video-Anwendungen sehr schnell. Hier finden Sie alle Infos, Benchmark- und Praxistestergebnisse.
Gigabyte GTX 285 1024MB: teuer aber flott
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Das Herzstück dieser Grafikkarte ist Nvidias schnellster High-End-Grafikchip namens Geforce GTX285. Der 285er ist übrigens der Nachfolger des Geforce GTX280, der sich jedoch nur im Fertigungsverfahren (55 statt 65 Nanometer) und den daraus resultierenden Vorteilen unterscheidet: weniger Platzbedarf, weniger Stromverbrauch sowie höherer Chip- und Speichertakt. Der Tempogewinn in der Praxis liegt bei wenigen Prozent. Nichtsdestoweniger ist die vorliegende Grafikkarte, die im Referenzdesign von Nvidia gefertigt ist und mit dem Standardlüfter ausgestattet ist, superschnell.

3D-Leistung: Alle 3D-Titel von 2009 und 2010 laufen mit dieser Grafikkarte ruckelfrei. Das beweisen unsere Tests: Bei DirectX-9-Titeln in Verbindung mit niedriger Bildqualität erhalten Sie selbst in der höchsten Auflösung (2560 x 1600 Bildpunkte) stets mehr als 100 Bilder/s. Drehen Sie die Ansprüche an die Bildqualität ins andere Extrem, also auf die höchsten Einstellungen im DX-10-Modus, brechen die Bildraten ein, bleiben aber noch ruckelfrei: World in Conflict (34 Bilder/s), Lost Planet (26 Bilder/s) und Company of Heroes (46 Bilder/s). Der Ego-Shooter Crysis ist besonders aufwändig, fordert daher sehr viel Leistung von CPU und Grafikkarte. So sind mit diesem Modell nur 27 Bilder/s bei 1600 x 1200 Pixeln drin. Wer mehr Bildpunkte benötigt, muss entweder zu einem Grafikkarten-Doppeldecker greifen (siehe "Alternativen") oder die Einstellung zur Effektdichte und Bildqualität etwas herunterfahren.

Ausstattung: 1024 MB schneller GDDR3-Speicher genügt für alle aktuellen 3D-Titel sowie die kommenden Programme von 2009 und 2010 - an die Kapazitätsgrenze werden die Anwendungen nicht stoßen. Im Karton der Karte liegen zur Grafikkarte auch drei Video-Adapter bei: zwei DVI-VGA- und ein DVI-HDMI-Adapter. Das mehrsprachige Handbuch hält nur eine Seite deutschsprachige Installationstipps bereit - das ist zu knapp. Zwei Stromadapter zum Anschluss der Karte an ältere Netzteile werden ebenfalls mitgeliefert.

Handhabung: Zwei 6polige Stromanschlüsse müssen vom Netzteil entsprechend versorgt werden - ist Ihr Netzteil stark genug (liefert es also mehr als 550 Watt), besitzt es aber keine 6poligen Stecker, verwenden Sie einfach die im Lieferumfang enthaltenen Netzadapter. Der Lüfter der Grafikkarte war im Windows-, DVD- und HD-Video-Betrieb kaum zu vernehmen. Bei Spielen drehte er jedoch hörbar auf, blieb aber bei einer gemäßigten Lautstärke. Auch bei geschlossenem PC-Gehäuse ist die Karte unter Last zu hören, da der Lüfter heiße Luft durch ein gelochtes Slotblech aus dem PC hinausbefördert.

Fazit: Flotte Grafikkarte für wohlhabende Spieler, die höchste Bildqualität bei Auflösungen von 1600 x 1200 Bildpunkten oder mehr genießen wollen und nicht vor den hohen Systemvoraussetzungen zurückschrecken.

Alternativen: Im 3D-Mark Vantage mit 14.420 3D-Marks praktisch genauso schnell und gleich teuer ist die PNY GTX285 XLR8 (Preis: 330 Euro). Günstiger, aber auch spürbar langsamer ist mit 12.265 3D-Marks die Palit Geforce GTX260 Sonic 216 SP (Preis: 250 Euro). Mit 19.075 3D-Marks deutlich flotter ist eine Grafikkarte, die aus zwei High-End-Grafikkarte zusammengestellt wurde, wie etwa die Asus ENGTX295 2DI 1792MB (Preis: 470 Euro).

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Hardware-Galerie: Die schnellsten High-End-Grafikkarten

Montag, 02.03.2009 | 15:00 von Christian Helmiss
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