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Averatec All-In-One F2 im Test

02.07.2010 | 14:08 Uhr |

Bildschirm-PC für alle: Der Averatec All-In-One F2 möchte mit einem attraktiven Preis und einem guten Display Sparfüchse anlocken. Allerdings müssen Sie dafür Kompromisse bei der Ausstattung machen.

Der Averatec All-In-One F2 fällt durch seinen moderaten Preis von rund 800 Euro auf. Gegenüber dem Vorgänger Averatec All-In-One F1 gibt es auf den ersten Blick wenig sichtbare Unterschiede. Der Bildschirm hat wieder eine Diagonale von 55,9 Zentimetern (22 Zoll) und ist nicht berührungsempfindlich. PC-WELT wollte wissen, wie sich der PC bei Rechenleistung, Stromverbrauch und Bildqualität schlägt.

Detailansicht Averatec All-In-One F2
Vergrößern Detailansicht Averatec All-In-One F2
© 2014

Ausstattung: Mehr als zwei Kerne gibt's nicht - der schon recht angestaubte Prozessor Pentium Dual-Core E5300 aus dem Jahr 2008 arbeitet mit dem ebenfalls schon älteren Grafikchip Nvidia Geforce 9300M GS zusammen. Diese Grafikeinheit verfügt über nur 256 MB eigenen Speicher. Obwohl der Arbeitsspeicher mit 3 GB Kapazität zwar 1 GB mehr vorweisen kann als das Vorgängermodell, schafft Averatec immer noch nicht den Sprung auf die marktüblichen 4 GB. Die Festplattenkapazität ist mit 500 GB eher mäßig ausgefallen und das integrierte WLAN-Modul funkt nur nach dem Standard 802.11b/g. Auch bei der Softwareausstattung gibt es Lücken: Ein Büropaket, eine Brennsoftware und ein DVD-Wiedergabeprogramm fehlen.

Rechenleistung: Für die Wiedergabe von Filmen und Diashows reicht die Leistung beim Averatec All-In-One F2 aus - mehr können Sie aber nicht erwarten. Möchten Sie Videobearbeitung und gelegentlich Spiele machen, ist es besser, wenn Sie 200 Euro mehr investieren und zu einem leistungsfähigeren Konkurrenten greifen.

spiegelnder Bildschirm beim Averatec All-In-One F2
Vergrößern spiegelnder Bildschirm beim Averatec All-In-One F2
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Bildschirm: Mit einem sehr hellen Display kann der Averatec All-In-One F2 viele Konkurrenten ausstechen. Auch das Kontrastverhältnis ist überdurchschnittlich gut. Die Abweichung von der durchschnittlichen Helligkeit liegt in einem akzeptablen Rahmen. Mit den gemessenen Werten können Sie den Averatec All-In-One F2 trotz spiegelnder Bildschirmoberfläche damit auch in helleren Räumen einsetzen.

Averatec All-In-One F2 mit Funktastatur und -maus
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Handhabung: Der Averatec All-In-One F2 verbraucht auch unter Last nie mehr als 125 Watt - dieser Wert ist in Ordnung. Bei der Betriebslautstärke hat Averatec seine Hausaufgaben allerdings nur teilweise gemacht: Der Averatec All-In-One F2 ist zwar minimal leiser als das Vorgängermodell, aber im Desktop-Betrieb trotzdem immer noch rund 24 Prozent lauter als der leiseste Konkurrent. Die integrierten Lautsprecher klangen sehr unausgewogen, insbesondere die Höhen entpuppten sich bei der PC-WELT-Hörprobe als schwach.

hintere Anschlüsse beim Averatec All-In-One F2
Vergrößern hintere Anschlüsse beim Averatec All-In-One F2
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Fazit: Der helle und kontrastreiche Bildschirm verdient Lob - die restliche Ausstattung des Averatec All-In-One F2 ist allerdings veraltet. Ebenso enttäuschend sind die Ergebnisse bei der Rechenleistung und Betriebslautstärke - zum Preis von 800 Euro hätte man hier mehr erwarten dürfen.

Alle Testergebnisse zum Averatec All-In-One F2 finden Sie im Artikel "10 Bildschirm-PCs im Vergleich" in PC WELT, Ausgabe 06/2010 ab Seite 104. Diese können Sie unter http://www.pcwelt.de/shop/ im Heftarchiv nachbestellen.

Alternative: Der Asus Eee Top ET2203T bietet zum selben Preis einen Touchscreen, hat aber eine noch kleinere Festplattenkapazität.

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