Hardware im Test

Aus dem Testlabor: Drucker fürs Spezielle

Donnerstag, 08.03.2012 | 10:13 von Ines Walke-Chomjakov
HP TopShot LaserJet Pro M275NW (CF040A)
HP TopShot LaserJet Pro M275NW (CF040A)
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Drucker für Spezialaufgaben scannen sogar in 3D.
Vergrößern Drucker für Spezialaufgaben scannen sogar in 3D.
© Hersteller (HP)
Drucker für Spezialaufgaben haben Aufsätze für den 3D-Scan, holen das Beste aus Fotos raus und liefern A3-Drucke fürs Büro. Der Test stellt sie auf die Probe.
Die meisten Drucker sollen Tinte oder Toner aufs Papier bringen und fertig. In letzter Zeit gibt es jedoch vermehrt Drucker und Multifunktionsgeräte, die sich auf ganz bestimmte Anwendungen spezialisieren. Bei diesen Druckern konzentrieren sich die Hersteller gezielt auf Nischen. PC-WELT hat drei Geräte ins Testlabor geholt. Dabei liegen ihre Talente diametral auseinander. Sie reichen vom Scannen in 3D über den Fotodruck mit 12 Tinten bis zu Tinte im Büro bis A3.

Drucker mit Herz für Online-Händler
Das in jüngster Zeit wohl erstaunlichste Beispiel für einen Spezialdrucker hat HP auf den Markt gebracht. Der US-Hersteller entdeckt den Online-Händler, der seine Artikel möglichst einfach in 3D einscannen möchte, um laufend den Online-Katalog seiner Webseite zu aktualisieren. Ihm soll das Farblaser-Multifunktionsgerät HP Topshot Laserjet Pro M275 unter die Arme greifen. Anstelle eines Flachbettscanners sitzt ein schwenkbarer Scanarm auf dem Druckergehäuse. Die Objekte liegen auf einer Art Tablett, das auf dem Gehäuse aufgesteckt ist.

Der Kombidrucker ist wirklich speziell, wie sich im Test herausstellt. Denn im Scanarm stecken LEDs und eine Kamera. Allerdings erfassen sie im Test nur Gegenstände bestimmter Größe zufriedenstellend. Was darüber hinaus geht, wird verzerrt. Und bei einem Blatt Papier oder einem Fotoabzug offenbaren sich erhebliche Schwächen. Auf Planes ist das HP-Modell nicht ausgelegt. Wer andererseits wirklich nur kleine Gegenstände einscannen will und dabei auf Tiefenschärfe setzt, wird im HP Topshot Laserjet Pro M275 genau den richtigen Multifunktionsdrucker finden.

Ausführlicher Test: HP Topshot Laserjet Pro M275


12 Tinten und A3: Canon Pixma Pro-1
Vergrößern 12 Tinten und A3: Canon Pixma Pro-1

Faszination Fotodruck
Gerade Fotografen, die die Schwarzweiß-Fotografie lieben, haben ihre liebe Not mit Tintenstrahldruckern. Denn zu leicht erzeugen sie in den Graustufen störende rosa oder grünliche Farbstiche. Oft hilft alles Kalibrieren wenig. Für diese Anwender hat Canon mit dem Pixma Pro-1 nun einen Tintenstrahldrucker entwickelt, der mit 5 Grau- beziehungsweise Schwarztinten arbeitet. Im Test zeigt sich, dass sich dieser Aufwand gerade für die Schwarzweißfotos lohnt. Denn auch ohne extra Engriffe ins Farbmanagement erzeugt der Drucker super Graustufen.

Anhand der insgesamt 12 Tintentanks bewegt sich der Canon-Drucker aber auch im Farbbereich souverän. Wobei sich die reinen Farben auf elf beschränken. Der zwölfte Tank ist mit „Optimierer“ gefüllt, der Glanz auf die Pigmenttinten bringt. Der Spezialdrucker kommt für Kreative und Fotografen in Frage, die super Fotoausdrucke benötigen, ohne aufs Geld sehen zu müssen. Denn klar ist: So viel Farbe kostet. Und das noch mehr, wenn das gesamte A3-Überformat ausgenutzt wird.

Ausführlicher Test: Canon Pixma Pro-1

Tintenhelfer für A3 im Büro: Brother MFC-J6510DW
Vergrößern Tintenhelfer für A3 im Büro: Brother MFC-J6510DW

Wenn Größe im Drucken entscheidet
Mit Tintenstrahltechnik und gleichzeitig bis zum A3-Format drucken und kopieren ist bei vielen ein wachsender Wunsch, doch so groß ist hier die Geräteauswahl nicht. Brother bietet mit dem MFC-J6510DW einen A3-Kombidrucker an, der auch ein Fax integriert hat. Das Multifunktionsgerät macht besonders bei Bürotätigkeiten eine gute Figur und kommt auf vertretbare Seitenpreise.

Im Test zeigt sich, dass das Brother MFC-J6510DW zwar ein wuchtiges Gerät ist, trotzdem aber wenig Lärm bei der Arbeit macht. Im Vergleich dazu sind Kombidrucker mit Lasertechnik laute Gesellen. Und die Lasergeräte benötigen ungleich mehr Energie als A3-Tintenkombis – ein wesentliches Argument für den umweltbewussten Anwender.

Ausführlicher Test: Brother MFC-J6510DW

Fazit: Von Spezialisten und Allroundern
Die getesteten Drucker stehen nur beispielhaft und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie zeigen jedoch, dass auch spezielle Wünsche ans Drucken erfüllbar sind. Doch wer auf einem Gebiet besonders gut ist, muss die anderen Bereiche nicht genauso gut beherrschen. Benötigen Sie zusätzlich zum Spezialisten einen Allround-Drucker, helfen Ihnen diese Vergleichstests weiter: Tinten-Multifunktionsgeräte , Farblaser-Multifunktionsgeräte und Farblaserdrucker .



Donnerstag, 08.03.2012 | 10:13 von Ines Walke-Chomjakov
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