Hardware im Test
All-In-One-PCs mit Display im Test
Bezüglich Design, Rechenleistung, Display-Qualität und Betriebsgeräusch ist der Apple iMac ein echter Höhepunkt unter den Bildschirm-PCs. Dies täuscht aber nicht darüber hinweg, dass die Konkurrenz zu einem stolzen Preis von 1800 Euro wesentlich mehr Ausstattung und Bedienkomfort bietet. Mit Blu-Ray, TV-Empfang und mehr Schnittstellen könnte der iMac locker das Wohnzimmer erobern.
Averatec reduziert zu einem großen Teil das übliche Kabelgewirr, das durch Bildschirm, Webcam, Lautsprecher, Mikrofon und WLAN-Antenne verursacht wird: Alle diese Geräte vereint der Averatec A1 mit einem schlüssigen Gesamtkonzept. Die Werte beim Energieverbrauch inklusive Display sind sensationell niedrig - viele Multimedia-PCs verbrauchen ohne Display schon genau so viel Strom oder sogar mehr.
Der helle und kontrastreiche Bildschirm verdient Lob - die restliche Ausstattung des Averatec All-In-One F2 ist allerdings veraltet. Ebenso enttäuschend sind die Ergebnisse bei der Rechenleistung und Betriebslautstärke - zum Preis von 800 Euro hätte man hier mehr erwarten dürfen.
Von der Ausstattung her bringt der Medion The Touch X9613 alles mit, was ein Medienwiedergabegerät benötigt. Auch die Rechenleistung und die Verbrauchswerte sind in Ordnung. Lediglich der zu dunkle Bildschirm und die schlecht platzierten Anschlüssen trüben die Freude - für 1800 Euro kann man hier mehr erwarten.
Im Test präsentiert sich der MSI Wind Neton AP1900 als akustisch nicht wahrnehmbarer PC mit sehr niedrigem Stromverbrauch und setzt damit hohe Maßstäbe im Bereich der All-in-One-PCs - damit hat er unseren eco2-Award für besonders leise und Strom sparende Hardware verdient. Die Ausstattung kann sich durchaus sehen lassen: Mit Display, Webcam, Brenner, Kartenleser, Mikrofon und Lautsprechern ist der MSI Wind Neton AP1900 zum Preis von nur 450 Euro ein echter Preistipp. Das Kontrastverhältnis des Bildschirms ist exzellent. Eine ordentliche Rechenleistung oder ein Touchscreen sind in dieser Preisklasse allerdings nicht drin. Wer keine großen Ansprüche an CPU und Grafik stellt, erhält mit dem MSI Wind Neton AP1900 einen zuverlässigen Büro-PC - für die Wohnzimmertauglichkeit fehlt eine Video-Schnittstelle.
Im Test überzeugt der Shuttle X 5000TA durch den niedrigen Stromverbrauch und das flüsterleise Betriebsgeräusch. Dem Auge schmeichelt auch das schicke flaches Design. Shuttle bietet den All-In-One-PC als Barebone an - dies erlaubt Ihnen eine individuelle Note beim Arbeitsspeicher, der Festplatte und dem Betriebssystem. Dank Dual-Core-Atom läuft auf dem PC sogar Windows Vista, allerdings nur in der abgespeckten Basic-Variante. Die Leistung genügt für Basis-Aufgaben wie Text- und Bildverarbeitung. Gegenüber All-In-One-PCs mit der Intel-CPU Core 2 Duo hat der Shuttle X 5000TA klafft aber ein recht großer Leistungsunterschied. Ein Wehrmutstropfen ist das fehlende optische Laufwerk. Und negativ zu Buche schlägt das Display - es ist in einer hellen Umgebung zu kontrastarm.
Der MSI Wind Top AE1900 orientiert sich ganz offensichtlich am Vorbild von Asus, und behebt zudem mit dem integrierten DVD-Brenner einen entscheidenden Mangel des Rivalen. Lediglich 4 USB-Anschlüsse sind allerdings selbst für diese Preislage knauserig und der Stromverbrauch ist höher als bei anderen All-in-One-PCs mit Atom-CPU. Freude bereitet die intuitive Touchscreen-Oberfläche MSI Wind und das flüsterleise Betriebsgeräusch des MSI Wind Top AE1900.
Der Wortmann Terra All-In-One-PC 1900 ist für Business- und Heimanwender interessant, die hauptsächlich Wert auf eine komplette Ausstattung, einen niedrigen Stromverbrauch und ein leises Betriebsgeräusch legen. Belohnt werden Sie mit einem hellen und kontrastreichen Display. In der Business-Variante übertrifft der Wortmann Terra All-In-One-PC 1900 bei der Kapazität von Arbeitsspeicher und Festplatte die Konkurrenz bei den All-In-One-PCs mit Nettop-Komponenten. Die Rechenleistung ist allerdings genauso schlecht wie bei den Konkurrenten von Asus und MSI, und die Schnittstellenausstattung ist mager.
Asus hat den Spagat geschafft, alle wichtigen PC-Funktionen in einem attraktiven Designer-Gehäuse zu vereinigen. Insbesondere die sensationell guten Ergonomie-Werte legen für zukünftige Konkurrenten aus der All-in-One-Liga die Messlatte sehr hoch. Die Netzwerk-Konnektivität ist mit Gigabit-LAN und WLAN nach dem Standard 802.11n vorbildlich und für Nettop-Geräte keineswegs Standard.
Asus hat den Schritt gewagt und mit seiner „Easy-Mode“-Oberfläche vieles richtig gemacht. Innerhalb der Oberfläche können Sie den Zeigestift problemlos weglegen und alleine mit dem Finger arbeiten - bei Windows-Anwendungen werden Sie den Stift aber mit Sicherheit brauchen. Für die Zukunft muss Asus sich mit Surface und Multi-Touch beschäftigen, insbesondere dann, wenn All-in-One-PCs sich in diesem Preissegment zum Kassenschlager entwickeln sollten und andere Hersteller nachziehen.
Der Asus Eee Top ET2203T konnte im Test in keiner Disziplin Begeisterung auslösen. Die Rechenleistung ist für die Medienwiedergabe gut bemessen und das Betriebsgeräusch unauffällig. Allerdings ist der Stromhunger des ausgeschalteten All-In-One-PCs zu hoch und die Festplattenkapazität zu klein. Das 32-Bit-System kann die vier Gigabyte Arbeitsspeicher nicht voll nutzen und es fehlt eine eSATA-Schnittstelle. Der größte Schwachpunkt des Asus Eee Top ET2203T im Test war allerdings das viel zu dunkle und ungleichmäßig ausgeleuchtete Display. Damit machen abendfüllende Kinofilme auf dem All-In-One-PC keinen Spaß.
Als All-In-One-PC mit Multitouch ist der Dell Inspiron One 19 Touch für 630 Euro ein echter Preisbrecher. Dabei braucht er sich in punkto CPU-Leistung sowie Arbeitsspeicher- und Festplattenkapazität nicht vor teureren Konkurrenten verstecken. Besonders lobenswert sind die Software-Ausstattung, der geringe Stromverbrauch und das leise Betriebsgeräusch. Von der mitgelieferten Touch-Software sind insbesondere die Foto-, Audio- und Notizfunktionen sinnvoll nutzbar, was man vom Musikprogramm nicht gerade behaupten kann. Mit dem günstigen Preis müssen Sie beim Dell Inspiron One 19 Touch allerdings auch Kompromisse eingehen: Das von der Qualität her billige Display ist mit 18,5 Zoll kleiner als bei der Konkurrenz, das WLAN-Modul ist veraltet und der Grafikchip nur für die Wiedergabe von Videos in Standard-Auflösung geeignet.
Mit einer flotten CPU, Touchscreen und Blu-Ray-Player präsentiert sich der MSI Wind Top AE2200 im Test als beinahe optimales Medienwiedergabegerät. Für einen perfekten Filmgenuss müsste allerdings das Display heller sowie kontrastreicher und der All-In-One-PC leiser sein. Lobenswert sind die Verbindungsmöglichkeiten über HDMI und VGA. Auch die restliche Schnittstellenausstattung ist sehr gut, allerdings wird die fehlende TV-Karte in manchen Modellen trotz beiliegender TV-Antenne einige Käufer verwirren. Die Verarbeitung des MSI Wind Top AE2200 ist solide und das Design ansprechend. Ein echter Fauxpas ist allerdings der viel zu tief sitzende Stromanschluss und das daraus folgende geknickte Stromkabel.
In fast allen Disziplinen präsentiert sich der Sony Vaio VPC-L11M1E/S als durchschnittlicher All-In-One-PC, der kaum Glanzpunkte bietet. Die guten Lautsprecher kommen wegen des lauten Betriebsgeräuschs nur eingeschränkt zur Geltung. Ausstattung und Rechenleistung sind dem Zweck eines Medienabspielgeräts angemessen, nur das Display ist dafür nicht hell genug.
Im Test punktet der All-In-One-PC Packard Bell Onetwo L mit einer reichhaltige Ausstattung zum fairen Preis. Insbesondere mit Multitouch-Display, TV-Empfang und der reichhaltigen Softwareausstattung inklusive vollwertigem Bildbearbeitungsprogramm kann sich der Packard Bell Onetwo L gegenüber teureren Konkurrenten behaupten. Dafür verleihen wir dem Packard Bell Onetwo L unseren Preistipp. Stromverbrauch und Betriebsgeräusch bewegen sich auf akzeptablen Niveau. Zwei Kompromisse müssen Sie mit dem günstigen Preis allerdings eingehen: Ein Blu-Ray-Laufwerk fehlt und der schwachbrüstige Grafikchip ist für Gelegenheitsspieler ungeeignet.
Der Acer Aspire Z5610 überzeugte im Test mit einem attraktiven Design und einer reichhaltigen Ausstattung. Außer dem großen Multitouch-Display sind der TV-Empfänger und die Softwareausstattung lobenswert. Für einen echten Wohnzimmer-PC fehlen ihm allerdings ein Blu-Ray-Laufwerk sowie HDMI- und S/P-DIF-Schnittstellen. Im Desktop-Betrieb arbeitet der Acer Aspire Z5610 praktisch unhörbar, allerdings ist der Stromverbrauch höher als bei der Konkurrenz.
Aufgrund seiner luxuriösen Ausstattung ist der HP Touchsmart 600-1050de ein optimales Medienwiedergabegerät. Mit Blu-Ray-Laufwerk inklusive Abspielsoftware und TV-Empfang sowie vielfältigen Anschlussmöglichkeiten gehört er zu den Trendsettern in der Geräteklasse der All-In-One-PCs. Dabei bleibt der Stromverbrauch akzeptabel und das Betriebsgeräusch leise. Das Multi-Touch-Display bietet außer ein paar netten Spielereien momentan allerdings gegenüber der bisherigen Single-Touch-Bedienung mangels brauchbarer Anwendungen noch keinen Mehrwert. Hier ist als nächstes die Software-Branche gefragt, sinnvolle Anwendungen für die gleichzeitige Bedienung mit mehreren Fingern zu entwickeln.



