01.05.2009, 08:21

Yvonne Göpfert

Handy mit integrierten Stereo-Boxen im Test

Sony Ericsson W395

Zwei große Lautsprecher sollen das Walkman-Handy partytauglich machen. Ob der kleine Handy-DJ noch andere Qualitäten hat, verrät der Test.

Mit lila oder orange als Farbakzent, der glänzenden Oberfläche und der soliden Verarbeitung nimmt das W395 potenzielle Käufer schnell für sich ein. Und obwohl es von den Maßen her sehr kompakt ist, bringt das Schiebe-Handy mit 95 Gramm unerwartet viel Gewicht auf die Waage. Das Gewicht macht dabei klar: Das W395 ist sauber und solide verarbeitet.

Die Tasten reagieren gut und im bekannten Sony-Ericsson-Menü-Aufbau findet sich auch jeder schnell zurecht, der zum ersten Mal ein Sony-Ericsson-Handy in der Hand hält. Weiteres Plus: Die Speicherkarte, mit der sich der sehr knapp bemessene interne Stauraum von 10 MB per Memory Stick Micro (M2) aufstocken lässt, befindet sich gut zugänglich an der Oberseite des Handys. Damit entfällt das lästige Gefummel beim Kartenwechsel, das man bei anderen Mobiltelefonen manchmal an den Tag legen muss, wenn das Speicherkartenslot unter dem Akku versteckt ist. Ebenfalls lobenswert: Es lassen sich Standard-Kopfhörer per 3,5-Millimeter-Klinkenstecker anschließen, wenn auch nur über einen Adapter. Der Steckplatz am Handy ist Sony-Ericsson-eigen.
Guter Stereosound und satter Bass
Dass das Handy ganz auf Musik ausgerichtet ist, zeigt die Walkman-Taste. Ein Klick und der Player, Version 3.0, startet. Für Verspielte: Es besteht die Möglichkeit, Lichteffekte einzustellen. Dann blinkt der farbige Ring um den 5-Wege-Navigator unter dem Display im Takt der Musik. Hübsch, aber unnötig. Wichtiger sind erstens die Equalizer-Einstellungen, die viele Sound-Variationen erlauben und zweitens der Stereo-Raumklang, der sich separat aktivieren lässt. Damit klingt Musik über das mitgelieferte Headset wirklich gut. Für die kleine Party am Baggersee kann die Musik auch über die integrierten Stereo-Lautsprecher laufen. Der Sound geht auch hier in Ordnung. Das Scheppern, das Handylautsprecher üblicherweise zu bieten haben, ist beim W395 nur sehr schwach zu hören.

Die Player-Software ist im Vergleich zu den teureren Walkman-Handys spartanisch: Vermisst haben wir beispielsweise die Möglichkeit, Songs zu bewerten oder nach Stimmung abzuspielen. Zudem akzeptiert das Handy nicht allzu viele Dateiformate: Von unseren sieben Multimedia-Testformaten nimmt das W395 gerade mal vier. Das ist unterdurchschnittlich. Immerhin stellen rechtefreie MP3-Dateien sind kein Problem dar, WMA- und WMV-Stücke dagegen schon. Falls das Handy die Musikdateien also nicht abspielen will, kann der Nutzer auf das integrierte UKW-Radio ausweichen.
Schnappschuss-Kamera
Besser als erwartet schlägt sich die 2-Megapixelkamera. Sie macht nette Schnappschüsse mit 1600 x 1200 Pixel Auflösung. Die Schärfe der Bilder überrascht positiv angesichts der Tatsache, dass die Kamera ohne Autofokus arbeitet. Dennoch: Während die Kamera bei Landschaftsaufnahmen überzeugt, wirken Motive mit feinen Strukturen stellenweise leicht unscharf.

Die Farbtongebung stimmt, da die Kamera einen Weißabgleich wie bei guten Kamerahandys anbietet. Darüber hinaus gibt es jedoch wenige Einstellmöglichkeiten. Motivprogramme oder Makromodus wie sie bei den Cybershot-Handys von Sony Ericsson zu finden sind, fehlen komplett. Weiteres kleines Manko: Das Display, das als Sucher dient, ist klein und stellt aufgrund der niedrigen Auflösung von gerade mal 176 x 220 Pixeln die Inhalte nicht allzu detailliert dar.

Der Browser openwave lädt trotz fehlendem Datenturbo UMTS Internetseiten relativ schnell. Der Bedienung des Browsers ist unkompliziert, nur zoomen sollte man nicht. Denn der Browser passt die vergrößerten Buchstaben und damit breiteren Spalten nicht an das fürs Surfen fast zu kleine Handy-Display an.

Die Sprachqualität taugt. Zwar bemerkt der Gesprächspartner, ob das Telefonat über das Headset läuft, da die Stimme in diesem Fall um eine Quart nach unten kippt. Die Worte bleiben jedoch klar verständlich.
Fazit
Der jugendliche Charme des W395 wird sicher viele Käufer ansprechen, die ihr Handy auch intensiv als MP3-Player nutzen. Zwar fehlen der Walkman-Software ein paar Funktionen, doch immerhin sind die wichtigsten Sortierkriterien wie Genre, Titel oder Interpret sowie Zufallsauswahl gegeben. Die Kamera liefert zwar keine Aufnahmen nach Fotografen-Standard, aber als Party-Erinnerung leistet sie gute Dienste.
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