Handy mit Riesen-Display

HTC Touch HD im Test

Dienstag den 12.05.2009 um 09:51 Uhr

von Yvonne Göpfert

Riesiges Display und tolle Menüführung: HTC Touch HD
Vergrößern Riesiges Display und tolle Menüführung: HTC Touch HD
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Das HTC Touch HD besitzt ein Display so groß wie eine Kinoleinwand. Und dessen Auflösung kann sich sehen lassen. Was das Handy mit 5-Megapixelkamera taugt, klärt der Test.
Nur 3,5 Zoll Bildschirmdiagonale bietet das iPhone bei einer Auflösung von 240 x 400 Pixeln. Mit 3,8 Zoll Bilddiagonale und einer Auflösung von 480 x 800 Pixeln trumpft das Touch HD von HTC auf. Damit ist es bei der Displaygröße in Deutschland derzeit Spitzenreiter. Samsung hat mit dem I8910 HD ebenfalls ein Handy mit Riesen-Display im Angebot - das bringt es jedoch nur auf eine Diagonale von 3,7 Zoll. Bei Amazon kostet das HTC Touch HD momentan noch EUR 597,95.

Der im Vergleich zur Konkurrenz deutlich größere Bildschirm bringt klare Vorteile beim Betrachten von Videos, Powerpoint-Präsentationen oder beim Bearbeiten von Excel-Tabellen. Insbesondere Details sind gut zu erkennen. Trotz des großen Displays sind die Maße des Touch HD mit denen des iPhones 3G fast identisch. Das Touch HD misst 115 x 63 x 13,3 mm, das iPhone 3G kommt auf Maße von 115,5 x 62,1 x 12,3 mm. Gut zu handhaben sind beide Geräte. Dabei ist das 146 Gramm schwere Touch HD 13 Gramm schwerer als das iPhone. Schwachpunkt ist wie so oft bei Geräten von HTC die Displayqualität: Unter Sonnenlicht ist beim Touch HD selbst bei maximaler Helligkeit kaum noch ein Buchstabe zu erkennen. Die Brillanz des iPhones-3G-Displays erreicht das HTC-Display nicht.

Dreidimensionale Menü-Oberfläche
Eine ausziehbare QWERTZ-Tastatur bietet das Touch HD nicht - die werden vor allem Vieltipper schmerzlich vermissen. Das Touch HD lässt sich ausschließlich per Finger oder Stylus über die Menü-Oberfläche TouchFlo 3D von HTC bedienen. Dazu legt HTC einen kleinen, magnetischen Stift bei, mit dem man Menübefehle antippt oder E-Mails schreibt Doch eigentlich ist der Stift gar nicht nötig. Dank des großen Displays sind die Tasten in den meisten Fällen ausreichend dimensioniert, um sie mit dem Finger zu treffen.

Knöpfe für Kamera oder andere Funktionen sucht man vergeblich. Ein Telefonat annehmen oder auflegen erfolgt über Sensortasten auf dem Display, die sich nicht erfühlen lassen. Lediglich die Lautstärke kann der Anwender an der linken Gehäuseseite über einen Schalter einstellen. Der Regler lässt sich dabei kräftig hochdrehen, so dass das Smartphone auch bei lauter Umgebung noch durchdringt.

Die Bedienoberfläche TouchFlo, die über dem eigentlichen Betriebssystem Windows Mobile 6.1 liegt, hat HTC um eine 3D-Ansicht erweitert. Das macht sich beim Durchblättern von Fotos oder der Musiksammlung positiv bemerkbar: Mit einem Fingerstreich kann der Nutzer durch Fotos oder CDs fahren, die wie auf einem dreidimensionalen Stapel angeordnet wirken. Optisch ist das sehr ansprechend. Allerdings reagiert der Touchscreen nicht ganz so flüssig wie beim iPhone.

Wie schon vom ursprünglichen TouchFlo ohne 3D bekannt, gibt es am unteren Rand des Displays wieder die Reihe mit Schnellzugriffen auf Home, Kontakte, Nachrichten, Browser, Fotos, Musik, das Wetter, Einstellungen und Programme. Neu hinzugekommen ist ein Icon zum Aufrufen von Börsendaten. Die Informationen liefert Yahoo zeitverzögert - sehr praktisch für Börsen-Junkies. Einziger Nachteil von Touch Flo: Die hübsche und eingängige Oberfläche findet sich nicht durchgängig in allen Programmen.

Auf der nächsten Seite erfahren Sie mehr über die Qualität der eingebauten 5-Megapixel-Kamera und den Musik-Player.

Dienstag den 12.05.2009 um 09:51 Uhr

von Yvonne Göpfert

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