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Apple iPhone 3G

11.07.2008 | 09:48 Uhr |

Es gibt nur sehr wenige Handys, die ohne Bedienungsanleitung auskommen. Das iPhone 3G, das jetzt mit Datenturbo HSDPA ausgerüstet ist, kann es sich leisten. Oder doch nicht?

Die Erstausgabe des iPhones hat eingeschlagen wie eine Bombe: So intuitiv war noch kein Handy zu bedienen. Da hat man dem Newcomer auch das ein oder andere technische Manko verziehen, das bei anderen Handys schon lange Standard ist. Beispiel HSDPA oder GPS. Nun hat Apple nachgebessert und den Hochgeschwindigkeitszugang ins Internet per HSDPA ermöglicht - daher auch der neue Name 3G. Außerdem verfügt das iPhone 3G jetzt auch über einen GPS-Chip.

Designer-Handy

Wer das erste und das neue iPhone nebeneinander legt, stellt einen auffälligen Unterschied fest: Die silberne Geräterückseite aus Metall, die das erste iPhone auszeichnet, ist einer Plastikumkleidung in Schwarz oder Weiß beim iPhone 3G gewichen. Während der Nutzer für das 8GB-Modell nur Schwarz als Farbe wählen kann, ist das 16-GB-Modell in Schwarz oder Weiß zu haben. Die Verarbeitung ist sehr gut und das Gerät liegt prima in der Hand - trotz kurviger Seitenkanten.

Überarbeitet hat Apple den Kopfhöreranschluss an der Oberseite des Geräts. Er ist nun nicht mehr so tief eingelassen, so dass jetzt auch 3,5-Millimeter-Standard-Klinkenstecker passen. Damit ist der Nutzer also nicht mehr zwingend auf das Apple-Zubehör angewiesen. Wer auf das Zubehör nicht verzichten will, muss die Docking-Station für 25 Euro zusätzlich erwerben.

Geblieben ist die intuitive Menüführung. Der Nutzer muss nicht lange nach den Funktionen suchen und ein sanftes Antippen genügt, um einen Menüpunkt zu öffnen. Will der Anwender seine Fotos oder seine Musiksammlung durchstöbern, kann er durch eine Art Karussell blättern. Das sieht hübsch aus, geht zügig und wurde bereits von anderen Herstellern, darunter Nokia und HTC kopiert.

Auch wenn das iPhone mit 8 oder 16 GB Speicherkapazität ausgeliefert wird, beklagen die fehlende Speichererweiterung per MicroSD-Karte. Speicher kann man schließlich nie genug haben. Und noch ein Apple-Spezial stößt sauer auf: Der Akku befindet sich weiterhin fest verweißt im Gerät und läst sich nur im Fachgeschäft austauschen - gegen extra Gebühren.

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